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Interview

Ein Weibchen legt 150 Eier

Experte Torsten Mierswa erklärt im Interview, warum man vor dem Eichenprozessionsspinner keine Angst haben muss.
Von Angelika Lukesch

Torsten Mierswa ist Gartenfachberater.
Torsten Mierswa ist Gartenfachberater.

Wird sich der Eichenprozessionsspinner im Landkreis noch weiter ausbreiten?

Mit Sicherheit! Ein einziges Weibchen legt rund 150 Eier im Kronenbereich der Eiche ab. Die Population stieg im Landkreis in den letzten beiden Jahren stark an. Das liegt aber daran, dass ja immer nur ein kleiner Teil des Eichenprozessionsspinners bekämpft werden kann. In Eichenwäldern, größeren Gruppen oder auch an Einzelbäumen wird man mit herkömmlichen Mitteln keine Bekämpfung durchführen können. Hier kann und wird sich der Eichenprozessionsspinner ungehindert ausbreiten und vermehren.

Was ist zu tun?

Wir müssen lernen, mit der Situation sorgsam umzugehen. Eichen deswegen zu fällen, ist der falsche Weg. Absperrungen und Hinweisschilder sind ausreichend. Fraßfeinde stellen sich leider erst nach ein paar Jahren ein.

Muss man Angst haben?

Nein. Aber man muss mit dem nötigen Respekt an die Sache herangehen. Wenn man der Berührung mit den Raupen aus dem Weg geht, bleibt man auch verschont. Selbstverständlich ist immer Vorsicht geboten, wenn man an Eichen vorbeigeht, und man sollte nicht neugierig sein.

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