MyMz

Wahlkampfziele

Familenpolitik im Fokus

Freie Wähler-Chef Aiwanger ist seit sechs Monaten selbst Vater – mit seinem Kampf für ein G9 auf Wunsch, will er Schülern den Weg zum Abitur ebnen
Von Christine Schröpf, MZ

Stolz auf Sohn Laurenz: Hubert Aiwanger und Tanja Schweiger.Foto: dpa

München. Trotz Wahlkampfstress: Für seinen kleinen Sohn Laurenz, gerade sechs Monate alt, nimmt sich Hubert Aiwanger Zeit. „Natürlich, kommt die junge Familie nicht zu kurz. Ein paar Stunden jeden Tag kann ich fast immer abzweigen.“ Der Kleine hat auch schon Erfahrungen auf dem politischen Parkett gesammelt. Seine Mutter, die Regensburger Landtagsabgeordnete Tanja Schweiger (Freie Wähler), nimmt ihn immer wieder zu Plenardebatten mit.

Aiwanger hat zuletzt Politik für Familien verstärkt in den Fokus gerückt. Gymnasiasten sollen sich künftig wieder nach eigener Wahl für eine achtjährige oder neunjährige Schulzeit entscheiden dürfen. Zunächst sollen im Gespräch mit Experten die Möglichkeiten und Hindernisse ausgelotet werden, danach der politische Kampf beginnen. „Wenn die regierende Politik dafür nicht bereit ist, werden wir alle Register ziehen müssen, um es durchzusetzen.“ Auch ein neues Volksbegehren sei nicht ausgeschlossen. SPD und Grüne hatten darauf zunächst verhalten reagiert – weil sie sich überrumpelt fühlten, glaubt Aiwanger. Er sieht jedoch eine gute Gesprächsbasis.

Das wahlweise G9 will Aiwanger auch bei möglichen Koalitionsverhandlungen im Herbst zur Bedingung machen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht