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Interview

Gewalttat ist nicht typisch

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann beantwortet bei der Eröffnung der Erstaufnahmeeinrichtung Fragen zur Sicherheit.

Innenminister Joachim Herrmann Foto: Lex
Innenminister Joachim Herrmann Foto: Lex

Der Angriff eines jungen Syrers auf einen Passanten in der Altstadt hat viele Regensburger am Mittwoch aufgeschreckt. Wie ist es vor dem Hintergrund der Zuwanderung um die Sicherheit in Bayern bestellt?

Diese Gewalttat hat uns natürlich alle erschreckt. Ich bin unmittelbar darüber informiert worden. Der Täter konnte ja dann rasch festgenommen werden und ist jetzt wohl zunächst einmal in psychiatrischer Überprüfung. Man muss die Hintergründe noch näher ermitteln. Aber wir müssen natürlich alles dafür tun, dass die Menschen weiter sicher leben können in unserem Land. Wir müssen uns schützen vor solchen Gewalttaten. Sie sind aber insgesamt nicht typisch. Trotzdem: Wir müssen das Problem ernst nehmen und das zeigt gleichzeitig auch, wie wichtig es ist, dass alle, die nicht berechtigt sind, hierzubleiben, das Land rasch wieder verlassen.

Welche Vorkehrungen werden in der neuen Regensburger Erstaufnahme getroffen, um zu verhindern, dass sich Flüchtlinge doppelt registrieren können?

Es sind die modernsten technologischen Einrichtungen installiert: Fingerabdrucksysteme, die online die Eingaben mit den entsprechenden Daten, die beim Ausländerzentralregister inzwischen hinterlegt sind, abgleichen, so dass, wenn jemand hier neu einen Antrag stellt und einen Fingerabdruck hinterlässt, sofort erkannt wird, der gleiche war zuvor schon vor vier oder vor acht Wochen bei irgendeiner anderen Behörde in Deutschland. Dann ist das sofort gesperrt. Dann kann er hier nicht mehr aufgenommen werden. Dann bekommt er auch auf gar keinen Fall Leistungen hier. Auch wenn später jemand wieder einmal hier vorbeikommt, kann das jederzeit immer wieder mit dem Fingerabdruck abgeglichen werden. Ich bin auch sehr dankbar dafür, dass wir uns jetzt auch auf Bundesebene im Koalitionsausschuss einigen konnten, dass alle Sozialbehörden in Deutschland jetzt so ausgestattet werden, dass sie mit Fingerabdruckabgleich immer die Identität der Flüchtlinge abklären können.

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