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Hintergrund: Erste Instanz der Fußball-Justiz

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhandelt über das Fehlverhalten von Spielern. Die nächsthöhere Instanz ist das DFB-Bundesgericht.

Das „Phantomtor“ von Stefan Kießling wird derzeit vor dem Sportgericht in Frankfurt/Main verhandelt. Foto: dpa

Frankfurt/Main. Das Sportgericht des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) verhandelt in erster Instanz von der Bundesliga bis zur Regionalliga das Fehlverhalten einzelner Spieler, Vereine oder Zuschauer. Einsprüche gegen ein Urteil können danach noch vor dem DFB-Bundesgericht eingelegt werden, dessen Entscheidungen wiederum vom Ständigen Schiedsgericht überprüft werden können.

Auf den ersten Blick ist das Sportgericht unabhängig vom DFB und gleicht in seiner Struktur dem Aufbau eines normalen Gerichts. Es gibt einen Vorsitzenden Richter, zurzeit Hans Eberhard Lorenz, einen Ankläger vom DFB-Kontrollausschuss und Verteidiger der betroffenen Parteien. Der Vorsitzende Richter wird allerdings vom DFB-Bundestag gewählt. Er muss nicht zwingend ein Jurist sein. Lorenz allerdings arbeitet im Hauptberuf als Vorsitzender Richter am Landgericht Mainz.

Bei größeren Verhandlungen wie im Fall des Phantomtors von Hoffenheim wird der Vorsitzende des Sportgerichts von einem Beisitzer unterstützt. Zurzeit gibt es beim DFB-Sportgericht 29 Beisitzer für verschiedene Bereiche wie die 3. Liga, den Frauenfußball oder Schiedsrichterangelegenheiten. Sie werden von der DFL oder den verschiedenen Regionalverbänden des DFB gestellt. (dpa)

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