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Interview

„Rabbiner zu sein ist eine Berufung“

Die Schülerinnen Laura, Adelina, Katharina und Vanessa sprachen mit Josef Chaim Bloch über die Ausbildung zum Rabbiner und seine Aufgaben.

Rabbiner Josef Chaim Bloch erzählte den Schülern, welche Aufgaben er als geistiger Führer der Religionsgemeinschaft hat. Foto: Ben Angerer

Welche Aufgaben haben Sie als Rabbiner?

Josef Chaim Bloch: Als geistiger Führer der Religionsgemeinschaft bin ich für alles, was religiöse Belange angeht, zuständig und verantwortlich wie z.B. Hochzeiten, Bar Mizwa, Bat Mizwa, Beerdigungen, Gottesdienste oder koscheres Essen. Ebenso für alle Religionsfragen, geistige Weiterbildung und natürlich Seelsorge.

Welche Ausbildung braucht man als Rabbiner?

Josef Chaim Bloch: Man braucht viele Kenntnisse über das Judentum, das bedeutet, dass man ein Leben lang studieren muss. Rabbiner zu sein ist eine Berufung.

Wie lang sind Sie schon Rabbiner?

Josef Chaim Bloch: In Regensburg bin ich schon seit 2009 als Rabbiner tätig. Insgesamt bin ich schon über 40 Jahre Rabbiner.

Wie sind Sie dazu gekommen, Rabbiner zu werden?

Josef Chaim Bloch: Ich bin eigentlich in diese Aufgabe „reingerutscht“. Nach dem Studium an der Talmud-Hochschule war ich in anderen Gebieten und Berufen wie z.B. als Firmenleiter und Lehrer tätig.

Haben Sie bestimmte Vorschriften wie zum Beispiel bei der Kleidung?

Josef Chaim Bloch: Männer tragen schlichte Kleidung und eine Kopfbedeckung (Demut vor Gott). Allerdings ist es nicht erlaubt, Leinen und Wolle in einem Kleidungsstück zu haben! Frauen müssen züchtig angezogen sein. Sie dürfen keine Hosen, sondern müssen Röcke über die Knie tragen. Verheiratete Frauen tragen ein Tuch über die Haare oder eine Perücke.

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