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Sonntag, 22. Juli 2018 28° 8

Bildung

„Wir zeigen alternative Wege“

Die Schulberatungsstelle Oberpfalz berät bei der Wahl der richtigen Schule. Nicht alle Kinder sind gestresst vom Übertritt.
Andrea Kummer, stv. Leiterin der Schulberatungsstelle Oberpfalz

Nach 22 Proben erhalten die Viertklässler ihr Übertrittszeugnis mit der Schulempfehlung. Foto: dpa
Nach 22 Proben erhalten die Viertklässler ihr Übertrittszeugnis mit der Schulempfehlung. Foto: dpa

Regensburg.Wie groß ist die Nachfrage von Eltern nach Beratungsangeboten zum Schulübertritt in der vierten Klasse?

Schullaufbahnberatung als eine wichtige Aufgabe der Staatlichen Schulberatungsstelle umfasst auch Beratung zum Übertritt an weiterführende Schulen. Darüber hinaus wird eine solche Beratung auch von den für die einzelnen Schulen zuständigen Beratungslehrkräften und SchulpsychologInnen vor Ort durchgeführt. Diese stehen – neben der Mitwirkung an entsprechenden Elternabenden zur Wahl des schulischen Bildungswegs und zum Übertrittsverfahren – auch für individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung. An die Staatliche Schulberatungsstelle für die Oberpfalz werden zwar regelmäßig Beratungsanfragen zum Übertritt nach der vierten Jahrgangsstufe gerichtet, diese nehmen aber keinen auffallend höheren Prozentsatz ein als andere Fragestellungen zur Schullaufbahn.

Mit welchen Fragen wenden sich Eltern besonders häufig an die Schulberatung?

Bei den an die Staatliche Schulberatungsstelle gerichteten Beratungsanfragen im Zusammenhang mit dem Übertritt handelt es sich z. B. um Fragen, die die Eignung für einen bestimmten Bildungsgang betreffen oder um Fragen zu den Möglichkeiten eines späteren Übertritts bzw. zu alternativen Wegen – bei nicht erfolgtem Übertritt an eine Realschule oder ann ein Gymnasium nach der vierten Jahrgangsstufe – um zu einem mittleren Schulabschluss oder der Hochschulreife zu gelangen. Auch Eltern von Kindern mit besonderen Begabungen werden nicht selten mit Fragen zur weiteren Schullaufbahn nach der Grundschule in der Beratung vorstellig sowie Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wie etwa mit Hör- oder Sehschädigung, Einschränkungen im körperlich-motorischen Bereich oder einer Autismus-Spektrum-Störung, bei denen es den Übergang in die weiterführende Schule vorzubereiten und gut zu begleiten gilt. Gerade im letzten Fall kann die Schulberatungsstelle durch die Möglichkeit der Beratung im schulartübergreifenden, multiprofessionellen Team besondere Unterstützung leisten.

Ist der Druck auf die Kinder in der vierten Klasse tatsächlich so hoch wie Eltern berichten?

Das Thema Druck ist im Zusammenhang mit Beratungsgesprächen zum Übertritt nicht zwangsläufig ein Thema, wird es aber thematisiert, so gilt es herauszufinden, wodurch bzw. durch wen dieser Druck ausgelöst wird und auf systemisch-lösungsorientierte Weise gemeinsam mit den Ratsuchenden Wege der Veränderung zu finden. Ob tatsächlich Kinder bereits für den Übertritt Nachhilfe erhalten, dazu lässt sich aus unserer Beratungserfahrung keine Aussage treffen.

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