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Panorama
Samstag, 23. September 2017 21° 1

Essen

Größter Hamburger kommt aus Niederbayern

Der Pilstinger Rudi Dietl hat mit seinen Helfern den „Riesen“ gebraten und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt.
Von Melanie Bäumel-Schachtner

1,80 Meter Durchmesser und 1162,4 Kilo schwer: So sieht der größte Burger der Welt aus. Foto: Melis

Pilsting.Ausgerechnet eine kleine Marktgemeinde in Niederbayern hat Amerika den Rekord abgejagt: Der größte Burger der Welt stammt seit Sonntagabend aus dem Freistaat. Der auf Weltrekorde gepolte Rudi Dietl aus der Nähe von Straubing hat mit seinen Helfern in Pilsting (Landkreis Dingolfing-Landau) einen riesigen Hamburger gebraten, um ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen. Das hat geklappt: 1162,4 Kilogramm war der riesige Fast-Food-Happen schwer und hat somit den US-Rekord um mehr als 100 Kilo überrundet – der lautete 924 Kilo. Allein das Brötchen hatte einen Durchmesser von 1,80 Metern. Für das Brutzeln war eigens aufgebaute Spezialausrüstung nötig.

Vorbereitungen liefen seit Wochen

Die Vorbereitungen liefen seit Wochen – und dann machte ausgerechnet Petrus den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Es goss mittags in der Marktgemeinde, und der Zeitplan kam ins Schlingern. Nicht aber das Team. Rudi Dietl und seine Mitstreiter bewahrten Ruhe und fingen an, als es sich ausgeregnet hatte. Aufgebaut waren ein riesiger Backofen für das Hamburgerbrötchen, ein überdimensionaler Grill für die drei Hackfleisch-Pattys und ein Autokran, um die fertig gegrillten Fleischscheiben auf die Unterseite der Semmel, garniert mit Bergen von Salat und Gemüse, zu heben. Der Durchmesser des Brötchens betrug 1,80 Meter.

Sechs Meter langer Grill

  • Technik:

    Um den Burger zu brutzeln, wurde ein sechs Meter langer Grill, auf der die drei Riesenfleischpflanzerl stundenlang bräunen konnten, aufgebaut. Mit einer überdimensionalen Gasanlage wird der Grill befeuert. Gewendet werden die Pattys mit einem 40-Tonner Autokran. Außerdem baute ein Holzkohleofenbauer vor Ort einen Ofen mit einer Schneise für das Mega-Brötchen.

  • Jubel:

    Die Hunderte von Helfern und das Kern-Team jubelten nach dem geglückten Rekord. Rudi Dietl: „Es ist so toll, dass wir es geschafft haben.“

Stundenlang wurde bei großer Zuschauerkulisse gegrillt, bevor das erste Patty geprüft wurde, und das Urteil konnte lauten: Es ist durch. Die beiden weiteren Fleischscheiben mussten noch weiter brutzeln – so wurde es Abend, bevor der Autokran alle drei durchgebratenen Pattys in den Burger heben konnte, darauf noch Berge von Käse verteilt wurden und sich das Brötchen schließlich unter dem Jubel der Zuschauer und dem Blitzlichtgewitter der Medien schloss. Mit dabei war auch die gestrenge Guinness-Richterin Lena Kuhlmann, die alles genau beobachtete und notierte, sowie Vertreter der Lebensmittelkontrolle, denn der Riesenburger sollte anschließend gefahrlos aufgegessen werden.

1000 Kilo Hackfleisch verarbeitet

Die Daten des Rekordburgers: 1000 Kilo Rinderhackfleisch, 350 Kilo Salat, literweise Soße, bergeweise Zwiebeln, über zwei Millionen Kalorien und eine verschwitzte, aber glückliche 400 Köpfe starke Helfertruppe. Für „Rekord-Rudi“ Dietl bedeutet dies ein erneuter Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde, unter anderem hat er bereits die größte Pizza und die größte Zuckerwatte der Welt fabrikziert. Alle waren glücklich nach getaner Arbeit, doch die war nach dem Rekord nicht abgeschlossen: Nun musste das Fleisch zerlegt und in kleine Brötchen gegeben werden, denn zum Rekord gehörte auch: Der Burger musste aufgegessen werden. Die Kosten für das Event trugen die Partner und Sponsoren, der Erlös für die verkauften Hamburger ging an die Kindergärten. Jeder, der ins stundenlang gegrillte Fleisch biss, bekam eine Urkunde, vom größten Burger der Welt gegessen zu haben. Melanie Bäumel-Schachtner

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  • RA
    Rudolf Anders
    11.07.2017 10:28

    Ich bin weder Vegetarierer noch Veganer und ich weiß sehr wohl einen "guten" Burger zu schätzen. Allerdings find ich solche Aktionen unmöglich. Mit Lebensmittel "spielt" man einfach nicht. Das es immer noch Menschen gibt, die hungern muß nicht extra erwähnt werden, dies ist ja doch (zumindest den meisten Leuten) bekannt. Möchte gar nicht wissen, wie viel in dem Fall nach diesem "achsowichtigen" Rekord von dem Burger einfach weggeschmissen worden ist. Wenn man den ganzen Aktionismus in Euro umrechnet und die Sponsorengelder dazu, dann wäre sicherlich auch so viel an Unterstützung für die Kindergärten zusammengekommen - vielleicht oder vermutlich sogar mehr.

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