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Was tun bei einer Allergie?

Im schlimmsten Fall kann Insektengift zu einem allergischen Schock führen – eine lebensbedrohliche Situation.
Von Nicole Selendt

Ein Schock kann lebensbedrohlich sein. Die Schocklage sollte eingenommen werden, bis der Notarzt kommt. Quelle: © Henrie / Fotolia

Neumarkt.Die meisten Menschen können Bienen-, Wespen-, oder Hornissenstiche vertragen – auch Kinder. Die Einstichstelle ist gerötet, schmerzt, bildet sich aber schnell wieder zurück. Allerdings gibt es Menschen, die gegen Proteine im Gift der Insekten allergisch sind. Ihr Körper reagiert mit der Bildung von Antikörpern, die wiederum die Produktion einer übermäßigen Anzahl von Mittlersubstanzen auslösen. Sie heißen Histamine.

Bei Kindern hat sich oft noch nicht herausgestellt, ob sie gegen das Gift von Wespen, Bienen oder Hornissen allergisch sind. Und beim ersten Stich werde in der Regel auch kein Kind eine allergische Reaktion aufweisen, wie Erste-Hilfe-Ausbilderin Elke Spruck betont. Das folge dann erst beim zweiten, dritten oder vierten Stich – auch noch Monate oder Jahre nach dem ersten Kontakt mit dem Gift. Deswegen gelte es, gerade Kinder nach einem Stich ganz genau zu beobachten.

Allergiebeschwerden treten in der Regel schnell auf: Juckreiz, Rötung oder Quaddeln am Körper, manchmal schwellen Gesicht oder Hals an. In diesem Fall muss der Notarzt verständigt werden. Die Symptome könnten sich verschlimmern – im schlechtesten Fall in einen anaphylaktischen Schock übergehen. Wie Spruck erklärt, ist ein Schock eine Störung des Herz-Kreislauf-Systems, bei der die Blutmenge nicht ausreicht, um Körper und Organe mit Blut und Sauerstoff zu versorgen: eine lebensbedrohliche Situation.

Erkennen kann man einen Schock daran, dass der kleine Patient blasse, kalte Haut mit klebrigem Schweiß hat. Er zittert, friert, sein Puls wird schwächer, der Blutdruck fällt. Auch eine Steigerung der Atemfrequenz oder Atemnot mit einer Blaufärbung der Lippen kann auftreten. Das Kind wird unruhig, hat Angst, ihm wird übel und es erbricht. Eine Bewusstlosigkeit ist möglich. Bei einem allergischen Schock ist auch in kurzer Zeit ein Herz-Kreislauf-Stillstand möglich.

So wendet man die Schocklage an

Erleidet ein Kind einen Schock, muss es die Schocklage einnehmen. Praktisch üben kann man diese in einem Erste-Hilfe-Kurs für Kindernotfälle. Der Ersthelfer sollte den Patienten beruhigen. Darüber hinaus kann man etwas zu trinken anbieten. Schockzustände können nicht nur nach einer allergischen Reaktion auftreten. Ein Volumenmangelschock nach Flüssigkeits- oder Blutverlust ist ebenso möglich wie ein septischer Schock nach einer Infektion des Körpers durch Organismen, die wie Giftstoffe wirken.

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