Neue Abwasserrohre
Bauarbeiter kollabiert in Nürnberg in Tunnelröhre zehn Meter unter der Erde

28.05.2023 | Stand 14.09.2023, 23:52 Uhr |
Rund 45 Feuerwehrkräfte waren bei dem Einsatz in Nürnberg. −Foto: Stefan Janda, Themenfoto

Am Pfingstsamstag hat sich in Nürnberg ein Unfall in einer zehn Meter tiefen Tunnelröhre ereignet. Ein Bauarbeiter war bei Arbeiten für das neue Abwassersystem in einer Tunnelröhre verunglückt. Ein Großaufgebot der Feuerwehr war im Einsatz.

Nach Angaben der Berufsfeuerwehr war die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg gegen 18.30 Uhr alarmiert worden und sie schickte Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr zu der Baustelle in die Gartenstadt.

Ein 42 Jahre alter Bauarbeiter war auf dem Rückweg von der Dekompressionskammer des Tunnelvortriebes kollabiert und befand sich rund 300 bis 350 Meter weit vom Tunnelausgang entfernt. An dieser Stelle wird derzeit das Abwassersystem erneuert. Mit zwei Trupps gingen die Feuerwehrleute mit Atemschutzausrüstung in die Baugrube zum Tunneleingang und erkundeten die Lage.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war noch nicht klar, ob sich der Arbeiter im Normal- oder Überdruckbereich der Baustelle befand. Deshalb wurden Mitglieder der Tauchergruppe mit Langzeit-Atemschutzgeräten ausgerüstet, um eventuell im Überdruckbereich arbeiten zu können.

Wie sich herausstellte, befand sich der Verletzte außerhalb dieses Bereichs und die Rettungskräfte konnten ihn mithilfe einer Schleifkorbtrage bergen. An der Einstiegsgrube am Tunnelausgang hatten Mitglieder der Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr bereits eine Drehleiter samt Flaschenzug vorbereitet.

Nach einer ersten Untersuchung vor Ort wurde der verletzte Bauarbeiter mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Regensburg geflogen, die über eine Druckkammer verfügt. Von der Feuerwehr waren rund 45 Kräfte im Einsatz, die Polizei sicherte die Einsatzstelle ab.