Trendsport
Ninja Warriors kämpfen in Regensburg

Bei der European Ninja League kamen die Teilnehmer an ihre Grenzen. Die TV-Show „Ninja Warrior“ macht den Sport populär.

17.11.2019 | Stand 16.09.2023, 5:17 Uhr |
Daniel Steffen

Am Samstag spielten sich beim „European Ninja League“-Wettbewerb turbulente Szenen ab. Fotos: Steffen

Die Anweisungen gibt es vom Vollprofi höchstpersönlich: Max Sprenger, seines Zeichens vierfacher Ninja-Warrior-Finalist, führt die Teilnehmer in den Regensburger Hindernis-Parcours ein. 60 Augenpaare sind im „Clever Fit“-Fitnessstudio auf ihn gerichtet, denn ein jeder will wissen, wie der Parcours zu absolvieren ist. Von Kletterelementen wie die „Devil Steps“ über einen Sitzball, auf den stehend die Balance gehalten werden muss, bis zur „Himmelsleiter“ gibt es allerhand Aufgaben zu bewältigen.

Klar wird: Die Sportler,die beim Wettbewerb European Ninja League mitmachen, müssen ausdauernd und geschickt sein und über ein gutes Maß an Körperbeherrschung verfügen. Und idealerweise haben sie auch ein wenig „Muckies“ in den Armen, denn ohne genügend Kraft wird es bei dieser Trendsportart schwer.

Von der Fernsehshow inspiriert

Für den europaweiten Wettbewerb nehmen viele Teilnehmer größere Entfernungen auf sich: Aus verschiedenen Teilen Deutschlands, aus der Schweiz und aus Tschechien – und sogar aus dem weit entfernten Moskau sind sie angereist, um dabei zu sein. Die 24-jährige Stefanie Drach hat sich von Ebersbach bei Göppingen auf den Weg nach Regensburg gemacht: „Ich bin erst seit kurzem beim Ninja Sport dabei und habe auch bei der Show im Fernsehen mitgemacht“, berichtet sie.

Dadurch, dass der Sport über die TV-Sendung Ninja Warrior Germany deutschlandweit bekannt wurde, sei sie überhaupt erst auf den Geschmack gekommen. Und da die junge Frau vernarrt in das Klettern ist und sich beim Ninja--Sport viele Elemente davon wiederfinden, ist es für sie genau die richtige Herausforderung.

An der Himmelsleiter gescheitert

Mit dem Franzosen Berenger Florence fällt ein Teilnehmer optisch aus der Reihe: Er windet sich im Hasenkostüm durch den Parcours, macht seinen Job großartig und scheitert am Ende doch. „Die Himmelsleiter hat ganz andere Durchmesser, als ich sie kenne“, stellt der 34-Jährige fest. Und die hat es in sich: Sie fordert den Teilnehmern nicht nur Klimmzüge ab, sondern auch, dass zwischen den Übungen die Stangen weiter nach oben bewegt werden. Wenn man dabei bedenkt, dass während der Aufgabe der gesamte Körper an der Stange hängt, dann lässt sich nachvollziehen, wie schwer dieser Teil des Parcours ist.

Die Anerkennungen von Zuschauern, die sich rund um die Brüstung gesellen, ist den Sportlern gewiss. Mit einem besonders kräftigen Applaus feiern sie den erst zwölfjährigen Frederik Huber: Der bewegt sich auf dem Parcours unheimlich schnell voran, windet sich durch das hängende Seilnetz wie ein Aal und meistert auch den Balance-Akt ohne Probleme. Als alle schon gedacht haben, dass der Bub mit seinem Auftritt die gesamte erwachsene Konkurrenz in den Schatten stellt, ist auch bei ihm an der Himmelseiter Endstation.

Nach Regensburg geholt hat den Wettbewerb die 24-jährige Lisa Wagner. Ebenfalls von der Fernsehshow inspiriert, hat sie sich fest vorgenommen, den Sport in der Region voran zu bringen und ist nun glücklich, die „European Ninja League“ in ihrer Wahlheimat durchgeführt zu haben.

International: Der internationale Charakter der Veranstaltung kam dank zahlreicher Teilnehmer aus anderen europäischen Ländern zum Tragen. Auch Sergey aus Moskau meisterte den Parcours im Fitnessstudio „Clever Fit“ mit Bravour.Jugend: Auch die Jugend stellte sich am Samstag der Herausforderung. Für Furore sorgte unter anderem der erst zwölfjährige Frederik Huber aus Stuttgart. Auf dem Parcours in Königswiesen war der Blondschopf blitzschnell unterwegs.

Im späteren Verlauf des Tages wird es richtig spannend: Für die Finalrunde qualifizieren sich jeweils die 25 besten Damen und Herren. Sie mussten „einen Zahn drauflegen“, da sich die Veranstalter für den Parcours zusätzliche Raffinessen ausgedacht hatten. Am Ende jubeln auf dem Siegerpodest Pavel Krejci, Ole Janek und Tobias Eberle bei den Herren – und bei den Damen haben Leonie Huber, Stefanie Drach und Caroline Brunner die Nase vorn.

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