Kommentar
Roger Stilz ist nie beim Jahn angekommen

23.09.2022 | Stand 15.09.2023, 3:32 Uhr |

Roger Stilz hat keine großen Fußstapfen hinterlassen beim Fußball-Zweitligisten SSV Jahn Regensburg. Ein Kommentar von Jahn-Reporter Felix Kronawitter zum überraschenden Abschied des Sport-Geschäftsführers.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Christian Keller wird Roger Stilz kaum einer hinterhertrauern. Im Gegensatz zu Keller hat der Schweizer keine großen Fußstapfen hinterlassen in Regensburg. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat er keine Erfolgsbilanz vorzuweisen. Nach zehn Monaten ist bereits wieder Schluss für den Mann, der eigentlich nie richtig angekommen ist in Regensburg.

Als Keller ging, ging es abwärts beim Jahn. Dafür konnte Stilz auf den ersten Blick wenig, weil er in die Zusammenstellung des Kaders gar nicht involviert war. Aber irgendwie gewann man den Eindruck, dass da was ohnehin einfach nicht zusammenpasst. Keller war mehr als ein Geschäftsführer. Die Spieler schauten zu ihm auf. Stilz fehlte dieser besondere Draht zum Team – und allen voran auch zum Trainer, der einen Sparringspartner braucht.

Sein Vorgänger war zudem deutlich geschickter in Sachen Außendarstellung, gab im Gegensatz zu Stilz Substanzielles von sich und traf auch im Umgang mit der Öffentlichkeit immer den richtigen Ton. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Stilz, der als Keller-Nachfolger sicher auch keine dankbare Aufgabe hatte, ist den Verantwortlichen nun ein glücklicheres Händchen zu wünschen.