Stadtrat
Teublitz: Weiherbad wird zur Badestelle

Anlagen in den Freibädern Höllohe und Saltendorf müssen rückgebaut werden. Auch Thema: Der Bahnanschluss wird favorisiert.

22.02.2021 | Stand 16.09.2023, 4:09 Uhr |
Werner Artmann
Der Saltendorfer Weiher ist ein beliebtes Badeziel. −Foto: Rieke

Eine Mammutsitzung mit 20 Tagesordnungspunkten in über dreieinhalb Stunden hatte der Stadtrat in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstagabend in der Dreifachsporthalle zu bewältigen. Hauptthema dabei war derSatzungsbeschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans für das Industrie- und Gewerbegebiet an der A 93, der nach über zwei Stunden vollzogen wurde.

Bei den anderen Punkten ging es unter anderem um das Erstellen von Sicherheitskonzepten für die Freibäder in Teublitz und Saltendorf. Sicherheitskonzepte sehen vor, die Naturbäder als Badestellen umzunutzen. Bei Badestellen ist eine Badeaufsicht nicht erforderlich und der Charakter muss für Nutzer offenkundig sein. Sprunganlagen und Wasserrutschen müssen rückgebaut werden. Der Stadtrat stellte fest, dass die beiden Naturbäder den Rechtscharakter von Badestellen erfüllen und künftig als solche zu betrachten sind.

Neue Bahnstrecke ist gewünscht

Die Durchführung einer Untersuchung der Infrastruktur und der anfallenden Kosten für eine Ertüchtigung ist zu veranlassen. Die Kosten hierfür bewegen sich zwischen ca. 60.000 und 80.000 Euro netto. Diese Kosten teilen sich der Landkreis Schwandorf, die Stadt Burglengenfeld, die Stadt Maxhütte-Haidhof und die Stadt Teublitz zu je 25 Prozent. Der Stadtrat beschloss einstimmig die Weiterverfolgung der Reaktivierung der Bahnstrecke Burglengenfeld-Maxhütte-Haidhof.

Umrüstung auf LED-Leuchten

Da der turnusgemäße Austausch der Leuchtmittel im Stadtgebiet ansteht, hat das Bayernwerk der Stadt Teublitz ein Angebot über die Umrüstung eines Großteils der Brennstellen auf LED Technik bzw. auf sog. Retrofit-Module vorgelegt. Durch die Umrüstung könnten die 1.331 Brennstellen in Teublitz deutlich wirtschaftlicher betrieben und der Energieverbrauch verringert werden. Der Stadtrat beschloss ein Umrüstungskonzept mit Retrofit-Modulen. Dieses beinhaltet 683 Anlagen auf Retrofit- und 487 auf LED-Leuchten. Dabei entstehen Kosten in Höhe von netto 232.621 Euro brutto. Die Einsparungen bei den Stromkosten wären hier pro Jahr 39.238 Euro bzw. 79,9 Tonnen CO2 im Jahr.

Außerdem Thema im Stadtrat

Der Neuerlass der Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung von Gehwegen im Winter (Reinigungsverordnung) und die 2. Änderung der Gebührenordnung für die Benutzung des Mehrgenerationenhauses in Saltendorf wurde einstimmig angenommen. Die Jahresrechnung 2019 trug FW/UW-Stadtrat Markus Pretzl vor, die durch den Stadtrat festgestellt bzw. die Entlastung erteilt wurde. Die Jahresrechnung schließt in den Soll-Einnahmen und -ausgaben mit einem Betrag im Verwaltungshaushalt von 13.945.436,74 Euro, im Vermögenshaushalt von 4.365.848,12 Euro ab.

Der Stadtrat bestellte den städtischen Verwaltungsfachwirt Thomas Fyrguth schließlich noch zum Beauftragten für Korruptionsvorsorge.