Polizeieinsätze auf der Wiesn
Teeglas-Angriff und falsche Hunderter auf dem Oktoberfest

21.09.2023 | Stand 21.09.2023, 16:00 Uhr |

Blick auf Fahrgeschäfte und das Riesenrad: Leichter Regen und dunkel Wolken bestimmen die Abendstimmung auf dem Oktoberfest.  − Foto: Felix Hörhager/dpa

Maßkrug-Schlägereien kennt man bei der Wiesn-Polizei. Allerdings ging am Mittwochabend ein Gast in einem Bierzelt mit einem Teeglas auf Ordner los. Auch Blüten und unerlaubte Drohnenflüge beschäftigten die Polizei auf dem Oktoberfest in München.



Ein 42-Jährige habe wegen des Schankschlusses nichts mehr zu trinken erhalten, wie die Polizei am Donnerstag berichtete. Darüber erzürnt bewarf er einen Ordner mit einem Teeglas. Der Ordner wurde leicht verletzt. Der 42-Jährige wurde wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt.

Ob der Mann den ganzen Abend nur Tee getrunken hatte und noch ein Glas des Heißgetränks oder eben doch eine Maß bestellen wollte, blieb offen. Angriffe mit Teegläsern seien bisher auf der Wiesn nicht aufgefallen, sagte eine Polizeisprecherin.

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Bereits am ersten Wiesn-Tag war eine Bedienung verletzt worden, als ihr ein Gast einen Maßkrug so massiv auf den Kopf geschlagen hatte, dass der Krug zerbrach. Die 46-Jährige erlitt eine stark blutende Platzwunde am Kopf und wurde ärztlich versorgt. Die Frau hatte eigentlich einen Streit zwischen Gästen schlichten wollen.

Popcorn mit falschem Hunderte bezahlt



Erstmals in diesem Jahr mussten die Beamten wegen Falschgelds eingreifen. Ein 23-jähriger Mann wollte an einem Verkaufsstand eine Packung Popcorn mit einem 100-Euro-Geldschein bezahlen. Der Verkäufer stellte schnell anhand fehlender Sicherheitsmerkmale fest, dass der Geldschein gefälscht war. Sicherheitsmitarbeiter hielten den 23-Jährigen bis zum Eintreffen der Wiesn-Polizei fest. Die Beamten fanden in der Tasche des Mannes weiteres Falschgeld im Wert von mehreren hundert Euro. Der 23-Jährige wurde festgenommen.

Drohnenflüge: Polizei kassiert Speicherkarten ein



Trotz des Flugverbots über dem Oktoberfest ließen Wiesngäste Drohnen fliegen - die Polizei stoppte am Mittwoch drei Flüge. Alle drei Piloten seien wegen Verstößen gegen das Luftsicherheitsgesetz angezeigt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Speicherkarten seien sichergestellt worden. Ihre Drohnen durften die Männer wieder mitnehmen. Die Flugbeschränkung gilt in einem Radius von 5,5 Kilometern um das Festgelände. Ein 33-Jähriger und ein 45-Jährige entrichteten jeweils eine Sicherheitsleistung von mehreren hundert Euro. Einem 41-Jährigen droht wegen des Verstoßes ein Strafbefehl.

− dpa/lby