Judo-Bundesliga
In Offenbach war es für den TSV Abensberg wieder eng

27.04.2024 | Stand 27.04.2024, 19:54 Uhr |

Nikolas Menzl (weiß) hatte in Offenbach seinen großen Auftritt. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Schon im Vorjahr war es eine enge Kiste für den TSV Abensberg in der Judobundesliga bei Samurai Offenbach. Diesmal sah es sogar lange so aus, als könnten die Hessen den Rekordmeister düpieren.

Am Ende stand es 8:6 (Unterbewertung 77:57) für den Gast. Unter dem Strich war es der große Auftritt von Nikolas Menzl, der dem TSV den Sieg bescherte. Beim Stand von 7:5 stieg Menzl bis 73 Kilo gegen den Routinier Leon Ehmig auf die Matte. Der Abensberger war wegen einer schweren Verletzung die gesamte vergangene Saison ausgefallen.

Seine Rückkehr in die Mannschaft war eindrucksvoll. Er versuchte, den Gegner ständig unter Druck zu setzen. Die Führung des TSV Mannes war dann nur folgerichtig – und die zweite Wertung für ihn, die zum Sieg führte, ebenso. Er erhielt großes Lob von Trainer Radu Ivan: „Er war von Anfang an im Kampf.“

Klare Kritik vom Trainer

Ansonsten war der Coach nicht so gut auf seine Mannschaft zu sprechen. Eigentlich habe er mindestens mit zehn Punkten für sein Team gerechnet. Vor allem einige Leistungsträger hätten nicht das gezeigt, was er sich von ihnen erwartet hatte.

Abensberg geriet schon zu Beginn der Begegnung unter Druck. Bis 60 Kilo hatte es Ben Howard mit Hratschik Latschinian zu tun. Der erfahrende Offenbacher machte es dem jungen Abensberger nicht einfach und ging Mitte der Kampfzeit in Führung. Immerhin wurden die Bemühungen des TSV-Akteurs belohnt, der kurz vor Ende der regulären Kampfzeit ausglich. Allerdings ließ Latschinian im Golden Score nicht nach und holte sich die entscheidende Wertung.

Kämpfer aus dem Ausland überzeugen



Anschließend versuchte Kilian Kappelmeier bis 100 Kilo gegen den Georgier Mikheil Japaridze in den Kampf zu kommen. Doch sein Gegner erwies sich als zu stark und hatte nach rund zwei Minuten den zweiten Punkt für die Gastgeber eingesackt.

Japaridzes Landsmann Nika Kharazishvili machte es bis 90 Kilo für Abensberg gegen Markus Seifert genau so – und verkürzte für Abensberg. Danach war Severin Edmeier für die Abensberger bis 66 Kilo an der Reihe. Erst lief er gegen Adrian David Keller in einen Konter. Er bäumte sich aber auf und schaffte in der zweiten Kampfhälfte noch den Sieg.

Es ging hin und her

Falk Petersilka rückte in die Gewichtsklasse bis 100 Kilo auf und hatte es dort mit Felix Herbst zu tun. Von Beginn an machte der Abensberger Druck – schaffte so einen Wurf und konnte seinen Gegner gleich danach auf den Boden festnageln. Der TSV war 3:2 in Führung gegangen.

Bis 73 Kilo hatte es Kevin Abeltshauser dann gegen Daniel Gleim nicht leicht. In einem ausgeglichenen Kampf ging es ohne Wertung ebenso in den Golden Score. Allerdings hatte der Offenbacher zwei Verwarnungen bekommen – bei der Dritten wäre es für ihn zu Ende gewesen. Aber er zeigte sich davon nicht beeindruckt und machte bereits 20 Sekunden nach Wiederbeginn die entscheidende Wertung. Keine Chance hatte Peter Thomas bis 81 Kilo gegen den Griechen Athanasios Mylonelis.

Im zweiten Durchgang zeigte Howard laut Ivan mehr Selbstbewusstsein. Er kämpfte Latschinian nieder und brachte eine Führung ins Ziel. Ein Fehler von Petersilka, diesmal bis 100 Kilo eingesetzt, sorgte dann für den fünften Punkt der Gastgeber. Nika Kharazishvili, Patrick Weisser (bis 66 Kilo) und Kappelmeier, der in die Gewichtsklasse über 100 Kilo aufrückte, holten wichtige Punkte, bevor Menzl den Sack zumachte.