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Erziehung

Waldkindergarten ist eröffnet

Der Tag der offenen Tür lockte bei bestem Spätsommerwetter mehrere hundert Besucher in den Wald bei Beratzhausen.
Von Daniela Lang

Gemeinsames Musizieren im Sitzkreis Foto: Daniela Lang
Gemeinsames Musizieren im Sitzkreis Foto: Daniela Lang

Beratzhausen.Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres war der Waldkindergarten Beratzhausen fertiggestellt. Am 2. September durften die ersten Kinder den Wald der Familie Pretzl in Vorderkreith stürmen und zusammen mit ihren vier Erzieherinnen die Natur erkunden. Am Sonntag fand nun ein Tag der offenen Tür mit offizieller Einweihung statt. Das Interesse in der Bevölkerung war groß, die Gemeinde und das BRK als Träger des Kindergartens rechneten schon im Vorfeld mit großem Andrang und wurden nicht enttäuscht.

Schon vor dem offiziellen Beginn um 14 Uhr füllte sich der Parkplatz zügig und man hörte bereits von dort die Kinder im Wald toben. Es hat sich noch Einiges getan, seit die MZ im August zum ersten Mal einen Blick auf das Gelände werfen durfte: Ein langer, massiver Holztisch, an dem die Kinder gemeinsam Brotzeit machen können, wurde im Wald aufgestellt und an den Bäumen wurden Spielgeräte und eine Hängematte montiert. An dem zentralen Platz, an dem die Erzieherinnen mit den Kindern den Morgenkreis abhalten, wurden als Sitzgelegenheiten kleine Baumstümpfe aufgestellt. Dort eröffnete schließlich Renate Heinzelmann, die Leiterin des Waldkindergartens, die Feier.

Baureferenten selbst gedichtetes Lied gewidmet

„Wir sind die Waldkinder“ und „Was der Herbst so macht“ sangen die Kinder mit Unterstützung einiger Eltern und wurden dabei von Heinzelmann auf dem Akkordeon begleitet. Carina Köttner bedankte sich stellvertretend für alle Eltern bei der Bevölkerung für die Resonanz. Eine besondere Überraschung war für Baureferent Georg Fromm vorbereitet. Begleitet von einem selbst gedichteten Lied wurde ihm ein gerahmtes Bild aller Kinder überreicht. „Er war die treibende Kraft innerhalb der Gemeindeverwaltung und steckte viel Herzblut in Planung und Ausführung.“, lobten Eltern und Erzieherinnen gleichermaßen. „Ohne ihn wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Pflanzaktion: Georg Dunst, Max Lehnert, Renate Heinzelmann, Konrad Meier, Georg Fromm, Björn Heinrich, Janina Weißenseel, Kathrin Braun, Annika Eichenseer und Steffi Richter (v. l.)Foto: Daniela Lang
Pflanzaktion: Georg Dunst, Max Lehnert, Renate Heinzelmann, Konrad Meier, Georg Fromm, Björn Heinrich, Janina Weißenseel, Kathrin Braun, Annika Eichenseer und Steffi Richter (v. l.)Foto: Daniela Lang

Vor dem Eintreffen der beiden Geistlichen für die Segnung war nun für die Kinder Zeit, das Bastelangebot der Erzieherinnen wahrzunehmen oder im Wald zu toben. Die Erwachsenen inspizierten einstweilen die Schutzhütte, das Klohäuschen und die verschiedenen Spielbereiche. Alle Besucher hatten außerdem die Möglichkeit, sich am abwechslungsreichen Kuchenbuffet zu bedienen und sich an einem der gedeckten Tische bei einer Tasse Kaffee oder einem Kaltgetränk auszutauschen. Bürgermeister Konrad Meier zeigte sich zufrieden: „Es sind bestimmt über 300 Leute hergekommen, das ist toll. Und ich wurde auch schon gefragt, ob wir als Nächstes ein Waldseniorenheim bauen“ lacht er.

Segnung und Übergabe

Um 15 Uhr erklang dann die kleine Glocke am Waldhaus. Max Lehnert und sein katholischer Kollege Georg Dunst beteten gemeinsam mit allen Anwesenden. Die Fürbitten waren passend zum Thema gewählt und erbaten unter anderem Mut zur Erhaltung der Natur, insbesondere des Waldes. Die beiden Geistlichen segneten im Anschluss den Waldkindergarten, seine Erzieherinnen und die Kinder.

Björn Heinrich, Kreisgeschäftsführer des BRK, lobte das gelungene Projekt Waldkindergarten und übergab ein symbolisches Geschenk. „So wie dieser Apfelbaum mit der Zeit im Wald wachsen soll, werden es auch die Kinder tun“, freute er sich und überreichte das Bäumchen. Einige der Waldkinder durften zusammen mit Georg Fromm das Bäumchen neben dem Waldhaus einpflanzen. Sie waren voller Begeisterung bei der Sache.

Die übrigen Kinder nahmen schon am Lagerfeuer Platz. Sie wurden mit Holzspießen versorgt und durften Knacker grillen. Zu guter Letzt stand eine Märchenstunde auf dem Programm. Als Renate Heinzelmann um 16 Uhr zur Leseecke rief, rannten die Kinder direkt los und sicherten sich die besten Plätze. Dicht gedrängt standen Erwachsene und Kinder um den Märchenkreis und lauschten den Geschichten „Bremer Stadtmusikanten“ und „Warum die Eiche gezackte Blätter hat“. Märchen wird man im Wald wohl noch öfter hören – Heinzelmann ist ausgebildete Märchenerzählerin und freut sich sehr darauf, den Kindern die Natur anhand der Märchen näherzubringen.

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