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Region Schwandorf
Montag, 23. Juli 2018 26° 2

Investition

Standort wird noch attraktiver

Für rund zwei Millionen Euro startet die BayWa eine neue Service-Offensive für die Landwirte in und um Neunburg.
Von Ralf Gohlke

  • Auf dieser Fläche werden die neue Werkstatt und eine überdachte Ausstellungsfläche für Neu- und Gebrauchtfahrzeuge entstehen. Fotos: R. Gohlke
  • Bauamtsleiter Georg Keil, Bürgermeister Martin Birner, Spartengeschäftsführer Heribert Schulte, Regionalleiter Bernhard Beer und Verkaufsberater Franz Breu (v.li.) begutachteten die Pläne für das Vorhaben an der Amberger Straße. Foto: ggo

Neunburg.Die Termine lagen dicht beieinander. Während der Bauausschuss bereits in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung dem Vorhaben der BayWa für den Neubau eines Service- und Werkstattgebäudes an der Amberger Straße einstimmig sein „gemeindliches Einvernehmen“ erteilt hatte, nahmen Bürgermeister Martin Birner und Bauamtsleiter Georg Keil nur einen Tag später an einem Pressetermin mit dem Spartengeschäftsführer für Ostbayern, Heribert Schulte, und Regionalleiter Bernhard Beer teil, bei dem das Vorhaben noch einmal öffentlich vorgestellt wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass die BayWa die Weichen für ihren Standort in Neunburg vorm Wald neu stellt. Bereits 2008, also vor genau zehn Jahren, wurden der Baustofffachmarkt und die Agrarlagerhaltung neu gebaut. Im gleichen Jahr erfolgte der Umzug der Abteilung „Innenwirtschaft“ von Wackersdorf nach Neunburg, ebenfalls verbunden mit erheblichen Baumaßnahmen. Sie bildet zum Beispiel das Zentrum für den gesamten Service-Bereich für Melkanlagen.

Bau ist von 1968

„Wir decken in Neunburg das gesamte Geschäftsfeld der BayWa AG ab, von der Technik über Baustoffe, Agrar und Energie“, betonte Heribert Schulte. Besonders erwähnte er dazu die zentrale Lage sowohl innerhalb der Region, als auch in der Stadt selbst. Von der Nähe zum neuen Pfalzgrafencenters erhofft er sich viele gegenseitige Synergieeffekte.

„Mit der Investition in Höhe von rund zwei Millionen Euro wollen wir das Angebot wieder auf den neuesten Stand bringen“, informierte Schulte. Schließlich sei das jetzt bestehende Gebäude der Werkstatt und des Kundenbüros „Baujahr 1968“. Unabhängig davon, dass die Bausubstanz in die Jahre gekommen sei, habe auch die rasante Entwicklung in der gesamten Agrartechnik ihre Spuren hinterlassen. So seien zum Beispiel die Tore für die Traktoren und Anbaumaschinen fast zu eng. Auch deren Höhe bereite Probleme, weil die Raumhöhe einfach zu knapp bemessen sei.

Werkstattmeister Martin Scheuerer ist schon gespannt auf den Neubau. Foto: ggo
Werkstattmeister Martin Scheuerer ist schon gespannt auf den Neubau. Foto: ggo

So werde die neue Werkstatt mit neuen Spezialtoren ausgestattet. Im Inneren des künftig zweistöckigen Gebäudes werde ein sogenannter Portalkran dafür Sorge tragen, dass auch schwerere Bauteile millimetergenau und mühelos an ihren Bestimmungsort transportiert werden können.

Ein moderner Shop soll den Einkauf an Zubehör und Verbrauchsstoffen erleichtern. Neu- und Gebrauchtfahrzeuge erhielten zusätzlich einen überdachten Stellplatz für eine kundengerechte Präsentation.

Der Neubau wird eine Aufwertung für das gesamte Stadtbild, rund um das Areal beim neuen Pfalzgrafencenter. Grafik: BayWa
Der Neubau wird eine Aufwertung für das gesamte Stadtbild, rund um das Areal beim neuen Pfalzgrafencenter. Grafik: BayWa

Der Spartengeschäftsführer war zuversichtlich, dass mit dem Neubau die Zahl der Mitarbeiter von derzeit zehn auf bis zu 15 ansteigen werde. Ebenso zuversichtlich zeigte er sich hinsichtlich der Umsetzung des Vorhabens. „Auch wenn derzeit die Baubranche boomt und die Preise entsprechend hoch sind, rechne ich damit, dass wir bis spätestens Ende 2019 den Umzug geschafft haben werden.“

Tankstelle bleibt bestehen

Vom Ablauf her sei vorgesehen, den Neubau auf der jetzigen Ausstellungsfläche zu errichten und fertigzustellen und erst dann den Altbau abzubrechen. Der Tankstellenbereich werde von den Neu- und Umbauten nicht betroffen sein. Heribert Schulte kündigte an, dass in einem weiteren Schritt auch der Agrarbereich noch eine Umgestaltung erhalten solle, er konnte aber Details noch nicht nennen.

Während die Technik der Landmaschinenfahrzeuge rasant voranschreitet, ist die alte Landmaschinenwerkstatt bautechnisch noch auf ihrem Urzustand. Foto: ggo
Während die Technik der Landmaschinenfahrzeuge rasant voranschreitet, ist die alte Landmaschinenwerkstatt bautechnisch noch auf ihrem Urzustand. Foto: ggo

Als zuständiger Regionalleiter begrüßte Bernhard Beer die Entscheidung für die Zukunft des Standortes Neunburg. „Neunburg und seine Umgebung sind nach wie vor sehr landwirtschaftlich geprägt und daher ist es uns wichtig, im gesamten Einzugsgebiet präsent zu sein, um den Service für die Betriebe sicherzustellen.“

Bürgermeister Martin Birner unterstrich als „positive Nachricht“ an die beiden Verantwortlichen die Bewilligung des Bauantrages durch den Stadtrat. Damit ginge ein langgehegter Wunsch für die Stadtplanung in Erfüllung, wobei viele Gespräche vorausgegangen seien. „Wir sind froh, dass die BayWa nicht nur am Standort festhält, sondern sich modern und zukunftsweisend aufstellt“, betonte er.

Die BayWa setzt auf den Standort Neunburg:

Die BayWa investiert

  • Ansicht:

    Der Neubau wird eine Aufwertung für das gesamte Stadtbild, rund um das Areal beim neuen Pfalzgrafencenter. Mit der Investition von rund zwei Millionen Euro bekennt sich die BayWa erneut zum Standort Neunburg. (Grafik: BayWa)

  • Veraltet:

    Während die Technik der Landmaschinenfahrzeuge rasant voranschreitet, ist die alte Landmaschinenwerkstatt bautechnisch noch auf ihrem Urzustand. Die Tore sind fast zu eng und auch im Inneren müssen die Monteure wegen der neuen Dimensionen häufig improvisieren.

  • Information:

    Bauamtsleiter Georg Keil, Bürgermeister Martin Birner, Spartengeschäftsführer Heribert Schulte, Regionalleiter Bernhard Beer und Verkaufsberater Franz Breu (v.li.) begutachteten die Pläne für das Vorhaben an der Amberger Straße.

  • Vorgehen:

    Zunächst soll der neue Komplex mit Werkstatt und Service-Bereichen auf der Fläche hinter dem bestehenden Gebäude gebaut werden. Erst danach erfolgt der Abriss des Altbestandes. Der Tankstellenbereich ist von der neuen Investition nicht betroffen.

Er erinnerte an die enge Zusammenarbeit mit der Berufsschule und die Bedeutung für die Landwirtschaft, die wiederum am heuer 50-jährigen Bestehen der Lorenz-Bahlsen-Chips-Herstellung ihren Anteil habe. Die Stadt werde die Maßnahme „positiv begleiten“.

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