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Nachruf

Trauer um den „Birkenhof“-Seniorchef

Wastl Obendorfer, Gastwirt und Hotelier aus Hofenstetten, ist gestorben. Er hatte den Grundstein für den „Birkenhof“ gelegt.
Von Ralf Gohlke

So kannte man Sebastian Obendorfer vom Birkenhof (hier mit Ehefrau Melanie und Tochter Christa): Herzlich, mit einem tiefgründigen Lächeln. Foto: ggo
So kannte man Sebastian Obendorfer vom Birkenhof (hier mit Ehefrau Melanie und Tochter Christa): Herzlich, mit einem tiefgründigen Lächeln. Foto: ggo

Hofenstetten.Seit Dienstag herrscht Trauer in Hofenstetten: Im Alter von 84 Jahren verstarb der Gastwirt Sebastian Obendorfer. Seine Aktivitäten machten den kleinen Ort vor den Toren Neunburgs weit über die Grenzen des Landkreises Schwandorf berühmt. Alles begann mit einem gutbürgerlichen Gasthaus in der Ortsmitte. Daraus machte „der Wastl“, wie ihn alle anerkennend und mit Respekt nannten, in den 1970er Jahren mit der „Tanz-Tenne“ einen Ort der Begegnung nicht nur für die Jugend, sondern alle, die Spaß am Tanzen hatten.

Bands aus der Region spielten hier zum Tanz in einem Ambiente, das Seinesgleichen suchte. Bis aus Regensburg kamen die Gäste. Mehrfach wurde die Tenne umgebaut und erweitert. Das Ganze funktionierte perfekt im Familienverband mit Ehefrau Melanie und den Kindern. Auch wenn die „Tenne“ später zur Disco umgebaut wurde und ihm nicht mehr gehörte, tat es ihm doch weh, mit ansehen zu müssen, wie sein Werk 2005 in Flammen aufging und lange als Brandruine ein trauriges Bild bot.

Vater Sebastian Obendorfer erwarb das Grundstück fürs Hotel

2017 feierte der Birkenhof sein 20-jähriges Bestehen. Seniorchef Sebastian Obendorfer war bei den Feierlichkeiten natürlich dabei. Foto: ggo
2017 feierte der Birkenhof sein 20-jähriges Bestehen. Seniorchef Sebastian Obendorfer war bei den Feierlichkeiten natürlich dabei. Foto: ggo

Schon früh erkannte Sebastian Obendorfer auch die Leidenschaft seines Sohnes Hubert für die Kochkunst und die Hotellerie: Er erwarb vorausschauend das Grundstück, hoch über dem Ortskern, auf dem heute das Landhotel Birkenhof steht und wo der Sohn den von ihm begonnenen erfolgreichen Weg weiter beschreitet. „So etwas hat mir schon als Bub immer vorgeschwebt“, bekannte Hubert Obendorfer einmal im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Erste konkrete Gespräche zum Bau des Hotels habe es schließlich Mitte der 80er Jahre gegeben. „Als die Nachricht vom Bau der WAA aufkam, haben wir die Pläne dann aber erst mal auf Eis gelegt und sie erst 1995 wieder hervorgeholt, nachdem das ,Aus‘ beschlossene Sache war“, schilderte Obendorfer. Ab 1995 liefen dann die konkreten Planungen, der Bau begann und 1997 konnte Einweihung gefeiert werden.

Der Seniorchef half lange im Hotel mit

Im Hotel machte sich Sebastian Obendorfer zuletzt immer noch auf dem weitflächigen Grün nach Kräften nützlich und pflegte sein Hobby, die Naturfotografie. Sein tiefgründiges Schmunzeln ist nun für immer erloschen.

Genuss

Hubert Obendorfer behält seinen Stern

Obendorfer hält seit 2008 einen Michelin Stern für das Restaurant Eisvogel im Landhotel Birkenhof in Hofenstetten.

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