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Region Schwandorf
Samstag, 22. September 2018 16° 4

Kultur

Zum Jubiläum gibt es Schmankerl

Die Theaterfreunde Schwarzhofen feiern ihr 25-jähriges Bestehen mit der Aufführung von humoristischen Stücken.
Von Helga Probst

Annette Boßle und Martin Ruider proben die Szene „Das Ei“. Foto: Helga Probst
Annette Boßle und Martin Ruider proben die Szene „Das Ei“. Foto: Helga Probst

SCHWARZHOFEN.„Vorhang auf und Bühne frei!“, heißt es am Samstagabend wieder im Pfarrheim. Die Theaterfreunde Schwarzhofen stehen hier seit 25 Jahren mit den unterschiedlichsten Darbietungen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Das Jubiläum feiert die Truppe mit den seit Jahren treuen Zuschauern und serviert wieder etwas ganz Besonderes. Zum Geburtstag gibt es Theater-Schmankerln vom Feinsten.

Gute Unterhaltung ist vorprogrammiert, wenn Amüsantes von Loriot in Szene gesetzt wird und Martin Ruider mit den Worten „Berta, das Ei ist hart“, auf sein Frühstücksei klopft. Annette Boßle trinkt dann ungerührt ihren Kaffee weiter und tritt mit ihrem Partner in zwei weiteren Stücken von Loriot auf. Schon hundert Mal gesehen und immer wieder lustig sind die Spaßetteln von Karl Valentin. Die Theaterfreunde interpretieren sie auf ihre Art und freuen sich schon auf die Lacher des Publikums bei der Premiere, für die sich um 19.30 Uhr der Vorhang hebt.

Die Regisseurin tritt auch auf

Regisseurin Melanie Heinrich
Regisseurin Melanie Heinrich

In „Der kaputte Scheinwerfer“ hat auch Spielleiterin Melanie Heinrich einen Auftritt. Sie spielt gerne auf der Bühne, genauso gerne hält sie aber die Fäden im Hintergrund in der Hand und führt Regie. „Das ist vielfältiger und ich kann mich in alle Charaktere der Stücke hineindenken“, denn sie findet es interessant zu sehen, wie sich die Figuren mit ihren Anweisungen entwickeln.

Der Opa erzählt eine „Gruselgeschichte“. Foto: Helga Probst
Der Opa erzählt eine „Gruselgeschichte“. Foto: Helga Probst

Der dritte Autor mit Humor für den Jubiläumsabend ist natürlich Toni Lauerer. Seine Geschichten sind mitten aus dem Alltagsleben gegriffen und mit dem heimischen Dialekt ganz nah am täglichen Geschehen angesiedelt. Wenn „Opa“ Thomas Roiger seinen Enkeln eine Gruselgeschichte erzählen soll, dann haben die Zuschauer das Gefühl, dass das genau so passiert ist. Auch die Begebenheit am „Drive-in Schalter“ könnte sich schon einmal zugetragen haben. Da stellt Tamara Schindler dem hungrigen Armin Roiger so lange nervige Fragen zu seiner ersten Fast Food-Bestellung, dass ihm am Schluss der Appetit vergeht.

„Wir wollten mit dem Publikum feiern, aber das Theaterspielen sollte nicht zu kurz kommen“, erklärte Melanie Heinrich bei der letzten Probe. Deshalb habe sich der Verein für die kurzen lustigen Stücke entschieden. Da konnten auch einige eine Rolle übernehmen, die schon lange nicht mehr gespielt haben.

Kartenverkauf und Ensemble

  • Aufführungen:

    Premiere (ausverkauft): 17. Februar, Beginn 19.30 Uhr im Pfarrheim; sowie 23. und 24. Februar und 3. März

  • Eintritt:

    Erwachsene sechs Euro, Kinder drei Euro

  • Kartenvorverkauf:

    Angelika Weiß-Beier und Martina Ruhland

  • Regie:

    Melanie Heinrich

  • Maske:

    Monika Ruider

  • Technik:

    Reinhard Ruider, Christopher Heinrich

  • Musik:

    Christian Bäumler (Trompete), Ralph Frank (Klarinette), Michael Heinrich (Akkordeon), Michael Schmid (Bariton), Florian Weingärtner (Gitarre)

  • Darsteller:

    Melanie Heinrich, Günther Ruhland, Reinhard Ruider, Konrad Zimmermann, Magdalena Fröhlich, Martin Brandstätter, Julia Grund, Jonas Ruider, Sabine Zimmermann, Armin Roiger, Thomas Roiger, Daniel Roiger und Alexander Roiger, Mathias Süß, Hannah Maderer, Franz Süß, Tamara Schindler, Annette Boßle, Martin Ruider, Thomas Hartmann, Johann Maderer (ghp)

Viele Kinder und Jugendliche, die bei der Märchenwanderung bereits schauspielerische Erfahrungen gesammelt haben, dürfen jetzt zum ersten Mal auf die Bühne im Pfarrheim und ihr Talent beweisen. „Die ausgesuchten Szenen sind zeitlos und lassen bei der Interpretation nicht viel Spielraum“, erklärte die Regisseurin. Man kann aber gespannt sein, mit welchen Nuancen die Theaterfreunde Schwarzhofen das Material zu einem ganz besonderen Erlebnis machen.

Guten Namen erworben

Die Proben dazu seien leichter zu koordinieren gewesen, da pro Szene oft nur zwei Darsteller anwesend sein mussten, anders als bei den zahlreichen großen Aufführungen, die in 25 Jahren bereits dargeboten wurden. Damit haben sich die Laienschauspieler des Marktes einen guten Namen erworben, der für ausgefallene, aufwendige Stücke mit hervorragender Umsetzung steht.

Monika Ruider schminkt die Darsteller. Foto: Helga Probst
Monika Ruider schminkt die Darsteller. Foto: Helga Probst

Die Jubiläumsspielsaison wird von den fünf Musikern Christian Bäumler, Ralph Frank, Michael Heinrich, Michael Schmid und Florian Weingärtner mit zünftiger Oberkrainermusik begleitet und viele fleißige Helfer verwöhnen das Publikum mit Getränken und Brotzeiten. Heinrich ist dankbar für die tatkräftige Unterstützung beim Kartenvorverkauf und bei der Bewirtung. Zum guten Gelingen trägt auch Monika Ruider in der Maske bei. Sie verwandelt die Darsteller von jung in alt, oder wie es die Rolle gerade erfordert.

Um die Technik kümmern sich Christopher Heinrich und Reinhard Ruider (v.l.). Foto: Helga Probst
Um die Technik kümmern sich Christopher Heinrich und Reinhard Ruider (v.l.). Foto: Helga Probst

Ganz wichtig auch das Duo Reinhard Ruider und Christopher Heinrich, die am Technikerpult für die passenden Geräusche sorgen und die Szenen ins richtige Licht setzen. Mit Spannung kann jetzt der Auftritt von Thomas Hartmann und Johann Maderer erwartet werden, die „Zwei Herren in der Badewanne“ von Loriot spielen werden. Und die sind bekanntlich nackt! (ghp)

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