Von Salat bis Cola
Fast jede Woche eine Spende für die Rengschburger Herzen

16.01.2023 | Stand 15.09.2023, 2:05 Uhr
Dieses Duo harmoniert: Metin Öner (rechts), Chef des Fruchthofs ist die erste Adresse, wenn Arno Birkenfelder Lebensmittel für die Rengschburger Herzen benötigt. −Foto: Tino Lex

„Ohne Metin gäbe es die Lebensmittelverteilung bei den Rengschburger Herzen nicht in diesen Dimensionen“. Zu dieser Feststellung kommt der Gründer des Regensburger Hilfsvereins, Arno Birkenfelder, angesichts der vielen Spenden in Form von Lebensmittel, die der Inhaber des Regensburger Fruchthofs, Metin Öner, der in der Äußeren Wiener Straße angesiedelt ist, quasi wöchentlich leistet.

Vor gut drei Jahren haben sich die beiden Männer kennen und schätzen gelernt. „Ich finde die Idee, die hinter dem ganzen Projekt der Rengschburger Herzen steckt, mehr als unterstützenswert und wollte mithelfen“, erklärt Öner sein Engagement.

Seit gut 15 Jahren führt er den Regensburger Fruchthof, der zwar auch Früchte und Gemüse im riesigen Portfolio hat, aber ebenso vom klassischen Wein über Tomaten, Suppen, Mehl und Zucker, wie auch Kaltgetränke in seinen Hallen für Großabnehmer parat hält. „Für unsere Kunden müssen wir alles zeitnah und am besten sofort parat halten, da kommt es durchaus vor, dass manche größere Einheiten – zum Beispiel vom Eisbergsalat oder Coca Cola – übrig bleiben“, erklärt Omer und fügt hinzu: „Da rufe ich den Arno an. Er kommt mit seinen Helfern und lädt meine überschüssige Ware auf und verteilt sie an die Bedürftige – eine Win-Win Situation.“

Zuletzt blieben 1500 Köpfen Eisbergsalat übrig, die konnte Birkenfelder nach vorheriger Absprache über seine Social-Media-Kanäle bereits am nächsten Tag schnell weitergeben. Sind es größere Posten, zuletzt unzählige Smoothies, können die Rengschburger Herzen im Fruchthof diese Menge – es waren immerhin 18 Paletten – zwischenlagern. „Es geht es ja nicht nur um den Raum, der uns zur Verfügung gestellt wird, sondern auch die Manpower, die Metin uns anbietet. Dafür hat er noch nie irgendetwas in Rechnung gestellt“, lobt Birkenfelder.Betrachtet man die Menge, die in den vergangenen drei Jahren aus dem Regensburger Fruchthof in Richtung Rengschburger Herzen gegangen sind, so könne man den Gegenwert der Waren auf rund 1,5 Millionen Euro beziffern, schildert das Duo Birkenfelder-Öner. Traurig stimmt Metin Öner die Tatsache, dass nicht gerade viele Regensburger Unternehmen zu seinen Kunden zählen. „Wir werden nicht einmal gefragt, ob wir mit unseren teilweise konkurrenzlos günstigen Preisen bei Kitas oder Schulen für den Mittagstisch mitbieten dürfen“, schildert der Geschäftsmann.

So kommen die meisten seiner Kunden aus den Großraum München oder Nürnberg. Öner möchte aber auch nicht falsch verstanden werden: „Natürlich können die Menschen kaufen, wo sie wollen, aber es wäre schön, wenn wir Rengschburger zusammen halten würden.“ „Ich hoffe auch weiterhin darauf, dass Metin uns unterstützt, denn ohne ihn gingen bei uns bei der Lebensmittelverteilung die Lichter aus“, erklärt Arno Birkenfelder die Situation.