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Gesundheit

Kappenberger ist der Neue bei INUS

Er hatte die Idee der Hochseilparks, nun führt Sporttherapeut Christian Kappenberger die Ambulante Reha von INUS in Cham.
Von Johannes Schiedermeier

Christian Kappenberger und seine neuen Kollegen vor dem Therapiezentrum im Gesundheitspark am Regenbogen.
Christian Kappenberger und seine neuen Kollegen vor dem Therapiezentrum im Gesundheitspark am Regenbogen. Foto: Schiedermeier

Cham.Gerüchte über INUS. Das gab es schon so oft, dass die Geschäftsführerin des Gesundheitsparks am Regenbogen nur noch ein müdes Lächeln für dieses Thema hat. Karin Bak und INUS sind ein gutes Beispiel, dass Totgesagte offensichtlich ein ewiges Leben haben.

Und kaum ist wieder ein Gerücht aufgetaucht, schon kehrt neues Leben bei INUS ein. Der Mann heißt Christian Kappenberger und ist Sporttherapeut und Sportpädagoge. Mancher kommt über dem Namen ins Grübeln. Woher kennen wir den? Genau! Das ist der, der die Idee hatte mit den Hochseilparks, auf denen er mit seiner Crew von der Erlebnis-Akademie so manchen von uns in 15 Metern Höhe das Fürchten lehrte. Mancher zerstrittene Firmenhaufen hat dort gelernt, dass es Orte und Situationen im Leben gibt, an denen man alleine nicht weiterkommt, gemeinsam aber stark ist. Diese Idee hat Christian Kappenberger ausgebrütet.

Die Idee nach dem Hochseilpark

Anschließend hat die Akademie noch den Bayerischen Wald mit einer modernen Version des Trimm-dich-Pfades bewegt. Nun baut sie Naturerlebnis-Zentren wie den 44 Meter hohen Baumwipfelweg in Neuschönau, das berühmte Ei. Und Kappenberger ist immer noch Aktionär bei der Erlebnis-Akademie. Aber für sich selbst hatte er nun eine neue Idee und hat sich dazu im Einvernehmen aus der Geschäftsführung verabschiedet.

Christian Kappenberger hat mit Karin Bak in einer eigenen GmbH die Ambulante Rehabilitation der INUS seit 1.12.2015 übernommen. Unser Bild zeigt beide mit der gerade abgeschlossenen großen Studie und der Ernennungsurkunde aus China, die Karin Bak als Vorsitzende der „Internationalen Gesellschaft für Prävention“ bestätigt.
Christian Kappenberger hat mit Karin Bak in einer eigenen GmbH die Ambulante Rehabilitation der INUS seit 1.12.2015 übernommen. Unser Bild zeigt beide mit der gerade abgeschlossenen großen Studie und der Ernennungsurkunde aus China, die Karin Bak als Vorsitzende der „Internationalen Gesellschaft für Prävention“ bestätigt. Foto: Schiedermeier

Seit Dienstag ist er wieder Geschäftsführer – bei der Ambulanten Reha der INUS. Natürlich hatten einige wieder die schlimmsten Gründe dafür im Kopf. Karin Bak und Christian Kappenberger grinsen. Sie haben auch schon gehört, dass schon wieder hinter vorgehaltener Hand fröhlich Befürchtungen gehandelt wurden.

„Dabei ist der Grund ganz einfach“, sagt Karin Bak. Kappenbergers Idee sei einfach zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort angekommen. „Nach langen Jahren bin ich jetzt fast am Ziel. In den USA, in China und in den Golfstaaten entstehen 2016 eigene INUS-Center. Und das kostet mich momentan mehr Kraft, als ich habe.“ Als Beispiel berichtet Bak von ihrer jüngsten China-Reise. Von dort hat sie auf feinstem chinesischem Papier aus Guangzhou die Ernennung zum Vorstand der „Internationalen Gesellschaft für Prävention“ mitgebracht. Und eine 228 Seiten starke Studie über die Präventionserfahrungen von INUS vorgestellt. Dann hätte sie in die USA weiterfliegen sollen. „Da konnte ich einfach nicht mehr. Jetzt kommen die nach Cham“, erzählt sie.

Die Frage nach dem Aufwachen

Es war ihr schon länger klar, dass die Belastung so nicht anhalten konnte. „Es gab Tage, da wusste ich nicht, wo ich gerade aufwache. In Deutschland, China oder den USA.“ Inzwischen sei INUS in Cham immer mehr eine Adresse für gut betuchte Patienten aus aller Welt geworden. Anfangs hat, so Bak, der Zufall geholfen, als ein Amerikaner, der in Cham behandelt worden war, in den USA ins Fernsehen ging. Heute hat sich die Idee der Drei-Stufen-Prävention (siehe Info) etabliert und die Zahl der Patienten aus dem Ausland hat sich in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt.

Die INUS

  • Die Inus

    INUS ist laut Geschäftsführerin Karin Bak ein Konzept der 3-Stufen Prävention. Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention. Im Gesundheitspark am Regenbogen sind Rehazentrum, Tagesklinik, Verwaltung, Arztpraxen und Café . Zusammen decken Sie diese drei Stufen ab und versorgen die Patienten bei ihrem Aufenthalt im Haus.

  • Das Zentrum

    Die Chamer kennen das INUS-Zentrum als Gesundheitspark am Regenbogen, das neben dem Volksfestplatz auf dem Gelände eines ehemaligen Ford-Autohauses eine Heimat gefunden hat.

  • Die Geschäftsführerin

    Geschäftsführerin Karin Bak hat es sich zur Aufgabe gemacht, INUS und seine Präventions-Ideen international zu etablieren.

  • Die Investorenl

    Derzeit werden mit internationalen Investoren Zentren auch mit stationärer Unterbringung in China, Kanada und in den Golfstaaten geplant.

  • Die Patienten

    Das hat sich abgezeichnet, weil INUS in den letzten Jahren in Cham immer öfter ausländische Patienten hatte. Ihre Zahl aus den USA, Kanada, Norwegen und Australien hat sich laut Karin Bak fast verdoppelt.

  • Die Studie

    Die medizinische Universität in Guangzhou (China) hat sich mit dem INUS-Präventionskonzept beschäftigt. Die Ergebnisse wurden in einer großen Studie mit zahlreichen Daten erfasst.

  • Die Gesellschaft

    Am 21. November wurde in China eine Internationale Gesellschaft für Prävention gegründet, deren Vorsitzende Karin Bak ist. Die Basisstudie mit 228 Seiten wurde am 22. November in einem internationalen Kongress in Guangzhou vorgestellt.

  • Die Grundlage

    Parallel erstellt INUS seit 2012 eine Studie auf der Grundlage von 285 000 Patientendaten.

  • Der Glücksfall

    So war es ein Glücksfall, sagt Karin Bak, als Christian Kappenberger anbot, die Geschäftsführung der Ambulanten Reha der INUS samt Personal und Räumen zu übernehmen.

  • Der Verbund

    Kappenberger übernimmt durch Abspaltung einer eigenen GmbH, in der Karin Bak als zweite Geschäftsführerin bleibt. Reha, als Sekundär-Stufe, wurde an Kappenberger abgegeben, der diese jedoch im INUS-3-Stufen Verbund belässt. Der Rest bleibt INUS. Die Therapie findet mit demselben Personal in der bisherigen Weise statt.

Chef der ambulanten Reha

„Vor diesem Hintergrund hat Christian Kappenberger bei mir offene Türen eingerannt, als er die Ambulante Reha übernehmen wollte“, sagt Bak. Kappenberger freut sich über die neue Aufgabe. Er hat mit INUS und speziell der Geschäftsführerin seit mehr als zehn Jahren gut zusammengearbeitet. Das kommt ihm jetzt zugute. Die beiden sind sich einig. Bak bleibt Mitgeschäftsführerin in der abgespaltenen Ambulanten Reha, die Kappenberger alleinverantwortlich leitet. Die Reha bleibt im dreistufigen Konzept von INUS die zweite Stufe.

INUS bleibt INUS

Es bleiben auch die Mitarbeiter und das Konzept. „Die Reha läuft gut und bei uns wird es weiter die 30-minütige Behandlung geben“, sagt Kappenberger. Und Bak fügt hinzu: „Es läuft. Und er wäre schlecht beraten, wenn er da was ändern würde.“ Was nicht heißt dass es irgendwann mal neue Ideen geben wird. Sonst wäre Kappenberger ja nicht mehr Kappenberger.

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