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SPD: Sticheleien, aber kein Putsch

Margit Wild stellt sich der Wiederwahl als Stadtverbands-Chefin. Sie hat keinen Gegenkandidaten zu fürchten.

Das Bild trügt: Margit Wild und Joachim Wolbergs gehen in der Öffentlichkeit freundlich miteinander um, beäugen sich aber mit Misstrauen.

Regensburg. Margit Wild wird auch in den kommenden zwei Jahren Stadtverbandsvorsitzende der SPD sein. Die Landtagsabgeordnete hat bei der Delegiertenversammlung am Montag um 19 Uhr im Spitalkeller keinen Gegenkandidaten. Was aber nicht bedeutet, dass sie unumstritten ist. Bürgermeister Joachim Wolbergs verzichtete, obwohl ihn viele gerne auf dieser Position gesehen hätten.

SPD-Insider berichten von heftigen Wortgefechten im Vorfeld der Delegiertenkonferenz. Vor allem zwischen Stadtrats-Fraktionschef Hartl und Wild. Hauptvorwurf: zu wenig Programm-Arbeit im Stadtverband. Hartl will offiziell dazu nichts sagen. Er räumt aber ein, dass er Wild schon vor Wochen eine Rochade vorgeschlagen habe: Sie solle den Unterbezirksvorsitz der SPD (Stadt und Landkreis Regensburg) von Joachim Wolbergs übernehmen, der dafür die Führung im Stadtverband. Die SPD-Frau wies das Ansinnen Hartls brüsk zurück. Ihre Begründung: „Ich mache meine Arbeit sehr gut. Ich bin auch im Landkreis sehr oft präsent. Das wird gelobt. Dieses Wechselspiel will ich nicht.“

Unterdessen formulierte Joachim Wolbergs seine Erwartungen an die Partei: „Die müssen sich in Zukunft auch einmal schützend vor ihren OB-Kandidaten stellen, wenn andere Parteien schießen. Und ich erwarte vom Stadtverband vor allem eine inhaltliche Unterstützung.“

Wild will im Stadtverband eine Mannschaft aufbauen, die sich bis zur Stadtratswahl 2014 profilieren könne. Dabei setze sie auf die Hauptthemen Bildung, Verkehr und Umgang mit älteren Menschen in der Gesellschaft. „Die Koalition mit der CSU ist eine Zusammenarbeit auf Zeit. Wir müssen unser Profil schärfen.“

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