170 Plätze sind nötig
Landratsamt in Kelheim sucht Notunterkünfte für Flüchtlinge

22.11.2023 | Stand 22.11.2023, 13:31 Uhr |

Auch ein Betreuungseinsatz von BRK und Co. dürfte diesen Winter wieder notwendig werden. Foto: L. Kerschl/Archiv

Das Kelheimer Landratsamt sucht Notunterkünfte, die als Notfallreserve im Winter dienen können, heißt es in einer Pressemitteilung, die die Behörde am Dienstagvormittag verschickte.

Die bereits bestehenden Unterkünfte seien komplett belegt. Seit August kommen laut Pressestelle monatlich „etwa 100 Flüchtlinge“ im Landkreis an. Gesucht werden beheizbare Objekte „in der Größenordnung von 500 bis 1000 Quadratmetern“, bestenfalls mit Sanitäreinrichtungen.

„Nicht nur Hallen, alle möglichen beheizbaren Objekte“



Wie in früheren Jahren rüstet sich der Landkreis mit einem Winternotfallplan für die kommenden Monate. Auf Nachfrage unserer Zeitung heißt es, dass der Landkreis Kelheim „für die Winternotfallreserve 170 Plätze zu schaffen“ habe. Gesucht würden „nicht nur Hallen“, sondern alle möglichen Objekte in der angegebenen Größe. Wichtig sei, dass sie beheizbar seien und über Sanitäreinrichtungen verfügten und dass es sich um Immobilien handle, „die nicht lange renoviert werden“ müssten. Der Aufruf richte sich an private Immobilienbesitzer wie Kommunen.

Auch Retter dürften bald wieder gefragt sein



Je nach Ausstattung und Größe der Notunterkunft werde es auch erforderlich sein, eine Betreuung vor Ort zu organisieren, heißt es auf Nachfrage weiter. Sprich Rettungsorganisationen wie BRK, THW etc. könnten bald wieder eingebunden werden. Zudem suche das Landratsamt weiterhin laufend Objekte für die dezentrale Unterbringung. Angebote: per E-Mail an: asylunterbringung@landkreis-kelheim.de (nach Möglichkeit mit Grundriss und Brutto-Mietzins- und Betriebskostenvorstellung).

re