Bei Unwetter beschädigt
Nach Blitzeinschlag: Vom Maibaum in Abensberg steht nur noch der Rest

06.05.2023 | Stand 27.09.2023, 9:52 Uhr |

Wohl einzigartig: Der weiß-blaue Maibaumrest in Abensberg. Foto: Neumaier

Dass das kleine Stämmchen mal ein Maibaum war, lässt sich noch deutlich erkennen. Dass der weiß-blaue Holzrest, der am Samstag unweit des Hundertwassertrums in Abensberg (Landkreis Kelheim) in die „Höhe“ ragt, nach einem Blitzeinschlag deutlich Meter gelassen hat, wird beim Blick auf den verbliebenen Stumpen aber auch klar. 

 



Von einem lauten Donnerknall berichteten Ohrenzeugen am Freitagabend kurz nach 22 Uhr - so laut wie selten erlebt. Gegen 8 Uhr am Samstagmorgen war die Ursache des Knalls gefunden: Ein Blitz hatte den Maibaum auf der „Bloach“ getroffen – und einen Teil der Spitze abgesprengt. 

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Aus Sicherheitsgründen musste der Baum umgelegt werden, berichtete am Vormittag Lucas Rauscher, Vorsitzender der „Aventinus Buam“, die den Baum erst am Montag aufgestellt hatten. „Heuer haben wir den Baum länger bewacht, als er gestanden hat“, bedauert der Organisator des Maibaumaufstellens am Samstagmittag im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern. „Aber Hauptsache es ist nichts passiert.“

 

Rest des Abensberger Maibaums steht wieder



Zunächst hatte es am Morgen geheißen, dass dieses Jahr kein Ersatzbaum mehr aufgestellt wird. Kurz nach Mittag aber stand zumindest ein Rest des einst stattlichen 30-Meter-Stamms wieder. Nachdem der Maibaum am Vormittag mit Hilfe der Feuerwehr umgelegt und von oben in Stücke gesägt worden war, entschied man sich, den Rest wieder aufzustellen. Beim Wiederaufstellen macht sich auch Pfarrer Birner ein Bild vor Ort, der den Baum am 1. Mai gesegnet hatte. Beim zweiten Versuch verzichtete er auf die Bitte nach göttlichem Beistand - und stellte mit einem Augenzwinkern klar: „Ich bin nicht schuld.“

age