Großer Andrang
Kinder feiern mit „Maxi Maus“ in Maxhütte-Haidhof einen wilden Fasching

13.02.2024 | Stand 13.02.2024, 18:01 Uhr |
Stefan Barte

Sie führte das Tanzvergnügen an: die Maxi Maus. Foto: Stefan Barte

Klein, aber oho: So könnte man den wohl eigentümlichsten und kleinsten Faschingszug in der Oberpfalz umschreiben. Musik, eine Maus, ein Bürgermeister und ein kleines Piratenschiff – das ist alles, was die Stadt Maxhütte-Haidhof braucht, um hunderte von Kindern zur jährlichen Faschingsgaudi anzulocken und in ihren Bann zu ziehen.

Veranstaltet wird diese Art von Kinderfasching bereits seit dem Jahr 1996. Zu Beginn wurde das Spektakel noch von den „Sozialen Bürgern“ und später vom FC Maxhütte-Haidhof gestemmt, wie Pressereferentin Anita Alt aus den Archiven in Erfahrung gebracht hat. An Attraktivität hat der Faschingszug nie eingebüßt. Ganz im Gegenteil.

DJ Wolle spielte auf in Maxhütte-Haidhof auf

Durch den Zuzug vieler junger Familien nach Maxhütte-Haidhof war der Andrang am Faschingsdienstag größer denn je. Das – im Gegensatz zu den vergangenen Tagen – schon traumhafte Wetter tat sein Übriges. Unzählige fröhliche Kinder reihten sich in den Zug vom Rathaus bis zur Stadthalle ein und genossen anschließend einen rasanten Faschingsnachmittag mit einem bunten Programm. Dafür zeichnete sich heuer das „ARA-Team“ verantwortlich, bestehend aus Andrea Ederer, Rebecca Federer und Anita Alt.

Den Kindermagneten, die Maxi-Maus, spielte heuer Luis Hermann. Er verfügte dabei sowohl über hochwertige Erfahrung, als auch die notwendige Kondition, die schweißtreibende Maskerade über den gesamten Nachmittag aufrechtzuerhalten.

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Musikalisch wurde der Gaudiwurm auf der gut 800 Meter langen Strecke entlang der Hauptstraße durch die Jugendblaskapelle der FF Leonberg unter der Leitung der Dirigentin Regina Sturm begleitet. Am Spaßpalast angekommen, wartete bereits DJ Wolle – alias Wolfgang Dantl – mit seiner Soundanlage auf die Mädchen und Buben. Da er weiß, wie die Kindermeute mit den richtigen Liedern und Ansprachen aus der Reserve gelockt werden kann, dauerte es nicht lange und durch den zum Bersten gefüllten Saal schlängelte sich die erste ausgelassene Polonaise.

Es folgten die Burglengenfelder Burgritter mit einem Walzer des Kinderprinzenpaars Sarah und Felix sowie der Kinder- und Jugendgarde mit ihren Gardetänzen. Danach traten die Rainbows auf und führten ihre Tänze unter Leitung von Anja Zenger vor. Die Kinder des Alena Nikitin’s Dance Studios zeigten als weitere Showeinlage ebenso ihr tänzerisches Können. Für das leibliche Wohl und die Bewirtung stellten sich wieder die Mitglieder des FC Maxhütte-Haidhof zur Verfügung. Die große Kuchenauswahl basierte auf Spenden.

Bürgermeister dankt für ehrenamtliche Unterstützung

Die ehrenamtlichen Unterstützungsleistungen würdigte Bürgermeister Rudolf Seidl – verkleidet als Sheriff – in seiner kurzen Ansprache. Vor allem dankte er dem FC Maxhütte-Haidhof mit Vorstand Markus Bösl, Bernd Vieweg und Ulrike Mutzbauer, allen fünf Umlandfeuerwehren unter der erstmaligen Einsatzleitung von Leon Balser und der örtlichen BRK-Bereitschaft mit Thomas Götz für die unkonventionelle Hilfe.

Ohne sie alle könnte die Stadt dieses Kindervergnügen niemals stemmen, betonte das Stadtoberhaupt. Der Erlös des Kinderfaschings wird übrigens vollständig zur Finanzierung für die kommende fünfte Jahreszeit eingesetzt, damit auch die nächsten Kinder wieder fröhlich den Jeckenruf „Maxi-Maxi“ erschallen lassen können.