Gemeinderat Seubersdorf
Bürger in Wissing beantragen Sanierung von zwei örtlichen Brücken

26.05.2023 | Stand 14.09.2023, 23:56 Uhr
Diese Brücke in Unterdorf soll saniert werden. −Foto: Vera Gabler

Zum Bürgermeister gewählt ist Andreas Steiner (SPD) zwar. Sein Amt tritt er aber erst im Juli an. Trotzdem hatte er bei der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend schon erste Entscheidungen mitgeprägt.

Diskutiert wurde dabei über den Antrag von Gemeinderat Albert Hengl auf Erneuerung von zwei Brücken im Unterdorf (Ortsteil Wissing). Dabei berief sich Hengl auf eine Sitzung im Jahr 2015, wo der gesamte Gemeinderat einschließlich Bürgermeister dafür stimmten, die Pfarrbrücke im Unterdorf mit fünf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zu erneuern.

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Nach acht Jahren sei noch nichts geschehen, so dass der Wissinger den Antrag wiederholte und auch forderte die zweite Brücke (Foto) im Ortsteil zu ertüchtigen. Bürgermeister Eduard Meier stellte fest, dass es keinen Beschluss gegeben habe. Zudem sei er der Meinung, dass beide Brücken (die zweite Brücke trägt drei Tonnen) den Verkehr tragen.

Mit dem Hinweis Steiner, dass er alle gemeindeeigenen Brücken in einem Maßnahmekatalog auflisten wolle, um sie dementsprechend auf Sicherheit prüfen zu lassen, zog Hengl seinen den Antrag zurück.

Nahverdichtung ist das Ziel in Seubersdorf

Eine knappe Abstimmung mit zehn Ja- und neun Neinstimmen gab es zu einem Vorbescheid zur Grundstücksbebauung im Triftweg. Bei dem Bauvorhaben soll ein bereits bestehendes Zweifamilienhaus zu einem Mehrfamilienhaus mit rund acht bis zehn Wohneinheiten gebaut werden.

In der Diskussion wurde die Nahverdichtung zwar begrüßt, man sprach aber auch die Problematik der vielen Parkplätze an, weil mehr Leute naturgemäß mehr Autos bedeuten.

Auch gemäß Bebauungsplan sei die geplante Größenordnung nicht zulässig. Andererseits wurde in unmittelbarer Nähe schon ein Mehrfamilienhaus gebaut. Letztlich stimmte der Gemeinderat dem Antrag auf Vorbescheid zur Grundstücksbebauung mit Mehrfamilienhaus durch Anbau an ein bestehendem Haus mit Abweichungen zu und erteilt das gemeindliche Einvernehmen.

Mit drei Gegenstimmen wurde der Antrag der Verwaltung auf Vergabe einer Software zum Austausch der Wasserzähler für die gemeindeeigene Wasserversorgung zurückgestellt. „Die Software unterstützt den Zählertausch durch Tourenplanung, papierloses Arbeiten des Wasserwartes sowie Rückmeldung und Abgleich mit übermittelten Daten“, sagte Geschäftsleiter Thomas Fuchsgruber.

Nachdem aber der Einwand aus dem Gremium kam, dass noch nicht abschließend geklärt ist, wie die eigenen Wasserversorgung künftig strukturiert wird, und dass die von 5573 Euro auch zu Lasten der Abnehmer gehen würden, wurde der Vergabe nicht zugestimmt.

Gemeinderat Seubersdorf: Flächen für Wind reichen

Ein weiteres Thema war Entwurf des Teilflächennutzungsplans „Windkraft“ zu dem Bernhard Bartsch referierte. Dabei ging er kurz auf die interkomunale Zusammenarbeit mit Parsberg und Breitenbrunn im Jahr 2011 ein, die aufgegeben wurde, bevor ein entsprechender Flächennutzungsplan rechtskräftig war. Im jetzt neu erstellten Flächennutzungsplan sind 2,18 Prozent der Gemeindefläche für Windkraftanlagen vorgesehen. Der Gemeinderat stimmte der Auslegung des Plans zu.