Landesliga
Der ASV unterliegt im Derby klar

Burglengenfeld verliert zu Hause gegen Ettmannsdorf mit 1:3. Die Gäste zeigten bei einer Elfmeterentscheidung Fairplay.

27.04.2022 | Stand 15.09.2023, 5:35 Uhr
Spielerisch überlegen und auch physisch präsenter: Ettmannsdorf (in Blau) sicherte sich in Burglengenfeld einen verdienten Sieg −Foto: Alex Huber

Am Ende blieb die Überraschung aus: Im Landesliga-Derby gegen den SC Ettmannsdorf setzte es für den ASV Burglengenfeld eine 1:3-Pleite. Die auf dem dritten Tabellenplatz befindlichen Gäste waren der Heim-Elf von Trainer Timo

Studtrucker spielerisch klar überlegen, wenngleich der ASV bei einer besseren Chancenverwertung in der zweiten Hälfte durchaus die Nachlässigkeiten der Ettmannsdorfer bestrafen hätte können.

Das Gästeteam von Mario Albert legte von Beginn an ein hohes Tempo vor. Bereits nach fünf Minuten hatte Jeremy Schmidt die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber am Pfosten. Der ASV war zwar bemüht, hatte aber phasenweise sichtlich Probleme, Zugriff zu bekommen – insbesondere bei langen Bällen in die Tiefe. Dass Studtrucker verletzungsbedingt schon früh in der Partie gleich zweimal wechseln musste (9. Seido für Dineiger, 15. Föll für Reinwald), machte es den Burglengenfeldern nicht einfacher. Nach 16 Minuten belohnte sich der SCE, der bis dahin klar die bessere Mannschaft war: Nach einer flachen Hereingabe vom linken Flügel schob Andre Klahn aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Gäste ein.

Trotz der spielerischen Überlegenheit der Ettmannsdorfer zeigten die Hausherren aber Moral – und nutzten ihre erste Chance zum direkten Ausgleich. Patrick Käufer setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und zog aus spitzem Winkel mit einem satten Schuss ab. Der Ball landete über die Unterkante der Latte zum 1:1 im Netz (20.), SCE-Keeper Wolfgang Hesl sah beim Abschluss auf das kurze Eck unglücklich aus.

Die Freude der Burglengenfelder war allerdings nicht von langer Dauer, denn wiederum im direkten Gegenzug stellte Leon Brandl mit dem Treffer zum 2:1 für Ettmannsdorf den alten Abstand wieder her. Der 21-Jährige hatte aufgrund der Unordnung in der ASV-Abwehr sogar noch die Zeit, den Ball im Strafraum anzunehmen und dann überlegt abzuschließen (22.).

Noch vor der Pause erhöhte der SCE auf 3:1, nachdem Lukas Rothut den Ball im Zentrum eroberte, nach vorne eilte und aus rund 20 Metern abzog. Burglengenfelds Keeper Thomas Besenhard parierte zwar, ließ den Ball aber direkt nach vorne abprallen, wo Jeremy Schmidt richtig stand und mühelos einschob. In der Schlussphase der ersten Hälfte zeigte sich er ASV dann etwas stärker im Gegenpressing, nennenswerte Chancen gab es allerdings auf beiden Seiten nicht mehr.

In der zweiten Halbzeit schaltete Ettmannsdorf einen Gang zurück, bekam kurz nach dem Wiederanpfiff aber einen Elfmeter nach einem vermeintlichen Handspiel von Tim Ruß zugesprochen. Der SCE zeigte sich aber fair und stellte die Situation – der Ball sprang Ruß ins Gesicht, nicht an den Arm – gegenüber dem Unparteiischen klar.

Im Anschluss flachte die Partie ab, erst in der Schlussphase gewann dann der ASV die Überhand, auch weil die Gäste zu nachlässig wurden. Nach einem Foul von Hesl an Burglengenfelds Andre Adkins gab es Elfmeter für die Hausherren, Hesl machte seinen Fehler aber wieder gut und parierte stark gegen Niklas Scheuerer. In den letzten Minuten setzte der eingewechselte Patrick Eberl den Ball hauchdünn neben den Pfosten, wodurch es beim 3:1-Sieg für den Favoriten blieb.