Landkreiskulturfahrten
Die Heimat neu entdecken

24.05.2023 | Stand 14.09.2023, 23:55 Uhr |
Zeitgenössische Architektur in Wenzenbach: die Dietrich- Bonhoeffer-Kirche −Foto: Ingo Kübler

Am Samstag geht es wieder los mit den Landkreiskulturfahrten. Das Kulturreferat des Landkreises bietet das Format bereits zum dritten Mal an. Die erste Tagesfahrt führt die Teilnehmener mit dem Bus nach Norden. Von Juni bis August stehen die weiteren Himmelsrichtungen auf dem Programm. Das berichtet das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Organisiert werden die Exkursionen von Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler. Die beiden wählen für die Fahrten spannende Stationen aus und vermitteln dabei Begegnungen mit Akteuren aller Kulturgattungen, darunter zeitgenössische bildende Kunst, Literatur und Architektur. Abfahrt ist jeweils um 9 Uhr am Landratsamt Regensburg, wo die Ausflüge gegen 18.30 Uhr wieder enden. Zum Mittagessen kehrt die Reisegesellschaft in ein regionales Gasthaus ein. Eine Fahrt kostet 45 Euro. Anmelden kann man sich unter vhs-regensburger-land.de, per Mail an info@vhs-regensburg-land.de oder Tel. (09401)52550

Die erste Fahrt am Samstag startet mit zeitgenössischer Architektur, dem Aurelium und dem Landkreisgymnasium in Lappersdorf. Danach machen die Teilnehmer der Schutzmantelmadonna in Adlersberg ihre Aufwartung und erfahren den kaum bekannten Hintergrund dieses einzigartigen Freskos. Außerdem gibt es Einblicke in die rege Künstler- und Galerienszene in Kallmünz sowie eine persönliche Führung auf der Burg Wolfsegg.

Die zweite Exkursion startet am 24. Juni mit der neu gebauten evangelischen und der erweiterten katholischen Kirche in Wenzenbach. Ungewöhnlich zelebrierte Naturklänge könnten die Teilnehmer verzaubern. Einblicke in Künstlerleben und -schaffen erwarten sie im Kunstpartner Schaulager in Adlmannstein.

Die Kulturausflügler erforschen im Süden am 15. Juli Bauten, Kunstschaffen und Naturdenkmäler in der flächenmäßig größten Region des Regensburger Landkreises. Sie breitet sich bis Rain kurz vor Straubing aus. Auch kulturell kann man dem Regensburger Süden die verschwenderischen Möglichkeiten großzügiger Flächen- und Grundstücksplanung ablesen. Noch offen ist, ob die Exkursion in einem ehemaligen Pfarrhof einen Konzertsaal erleben, einen Künstler in seinem Garten besuchen darf oder eine Performance in einer ehemaligen Arzt-, jetzt ART-Praxis, geboten bekommt.

Die Teilnehmer der letzten Kulturfahrt in den Westen erleben am 5. August alte Gemäuer im neuen Erscheinungsbild und für neue Aufgaben ertüchtigt. Sie besuchen bildende Künstler in ihren Ateliers und Musikerinnen und Musiker, die ihnen per Stimme oder Instrument unerhörte Klangerlebnisse bescheren. Europäische Ideen finden ihren Niederschlag in einem Skulpturenpark. Den Schlussakkord setzt ein spektakulärer Abstieg, bei dem es unter die Erde geht zu einem architektonischen Relikt aus dem „Kalten Krieg“.