Kunstraub in Millionenhöhe
Einbrecher stehlen keltischen Goldschatz aus Manchinger Museum

22.11.2022 | Stand 15.09.2023, 2:48 Uhr |
Die Polizei sichert Spuren am Kelten&Römer-Museum in Manching. Einbrecher haben ein wertvollen keltischen Goldschatz gestohlen. −Foto: Horst Richter

Der Wert geht in die Millionen: Einbrecher haben in der Nacht zum Dienstag den keltischen Goldschatz aus dem Kelten&Römer-Museum in Manching (Landkreis Pfaffenhofen) gestohlen.



Die Täter schlugen nach ersten Erkenntnissen der Polizei in der Nacht zu. Dienstagfrüh bemerkten Mitarbeiter des Museums den Einbruch und informierten die Polizei. Das Landeskriminalamt (LKA) hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Bei Kunstgegenständen, die einen Wert von mehr als 3000 Euro Wert haben, fällt das in den Aufgabenbereich des LKA. Diesen Wert übersteigt der keltische Goldschatz wohl bei Weitem. LKA-Sprecher Fabian Puchelt schätzt, dass der Schaden mehrere Millionen Euro beträgt.

Zusammenhang mit Glasfaser-Sabotage wird geprüft

Der keltische Goldschatz gilt aus ein herausragender Fund. Er wurde im Sommer 1999 auf dem Gelände des Manchinger Oppidums gefunden und besteht unter anderem aus 450 Goldmünzen und einem Goldklumpen, wie das Museum in seinem Internetauftritt informiert.

Noch am Dienstag begannen Beamte des LKA Spuren zu sichern. Vor allem ginge es darum, nachzuvollziehen, wie die Täter in das Museum gelangen konnten. Genauer Erkenntnisse gab es zunächst nicht. Zudem wolle man aus ermittlungstaktischen Gründen kein Täterwissen preisgeben.

Ob es einen Zusammenhang mit derSabotage an einem Glasfaserkabelin der selben Nacht in Manching und dem Kunstraub im Museum gibt, konnte Puchelt nicht bestätigen, aber auch nicht ausschließen: „Das ist schon ein ziemlicher Zufall.“ Doch bevor Rückschlüsse gezogen werden könnte, müssen die Ermittler noch weitere Spuren sichern.

Ausführlicher Bericht folgt