Städtebau
Eröffnung des Gebäudes auf Saaler Kirchplatz im Frühjahr geplant

28.12.2022 | Stand 15.09.2023, 2:20 Uhr
Das Gebäude auf dem Kirchplatz von Saal ist kurz vor der Fertigstellung. −Foto: Roland Kugler

Außen sieht es schon ziemlich fertig aus, innen sollen die Arbeiten an dem Gebäude im Zentrum von Saal auch bald abgeschlossen werden. „Spätestens Ende des ersten Quartals 2023 sollen die Räume eröffnet werden“, sagt Bürgermeister Christian Nerb.

Lange hat es gedauert, umstritten in der Bevölkerung und von einigen Gemeinderäten abgelehnt, verzögert wegen bau- und wasserrechtlicher Belange und durch die Corona-Pandemie, steht das große Gebäude auf dem Kirchplatz jetzt kurz vor der Fertigstellung. Es soll ein Multifunktionsgebäude mit verschiedenen Einrichtungen werden. Wie der Platz dahinter und die Umfahrung des Gebäudes gestaltet werden, ist noch nicht entschieden.

Vorarbeiten im Gange

Im Erdgeschoss soll die erste Gemeinde-Bücherei von Saal ihren Platz finden. Mit 210 Quadratmetern Fläche ist sie der größte Nutzer im Gebäude. Auch hier sind die Vorarbeiten in vollem Gang: Die Möbel und Regale für die Einrichtung wurden bereits ausgesucht, die IT-Technik und die Bücher sind bestellt. Auch zwei Teilzeitkräfte für den Betrieb der Bücherei sind bereits gefunden.

Für die Erstausstattung muss die Gemeinde rund 67 000 berappen, sie lässt sich also die Bildung und Unterhaltung ihrer Bürger einiges kosten. Der Staat ebenso, er gewährt bei der Einrichtung von öffentlichen Bücherein finanzielle Förderungen von bis zu 50 Prozent. So hat die Gemeinde 25000 Euro schon wieder erhalten. Neben der Bücherei will der Bauherr des Gebäudes, die B + Z Gruppe Kelheim, einen gastronomischen Betrieb einrichten. Dieser soll auch Plätze im Freien auf dem Kirchplatz bekommen. Öffentliche Toiletten sollen in dem Gebäude ebenfalls eingerichtet werden.

Die oberen beiden Stockwerke sollen ein Ärztehaus werden. Die HDZ-Hausärztepraxis in der Herrman-Löns-Straße will auf den Kirchplatz umziehen. Eine Zahnarztpraxis soll eröffnet werden, sowie eine podologische Praxis. Eine Physiotherapiepraxis soll ebenfalls einziehen. Noch nicht entschieden ist, wie der Platz südlich des Gebäudes gestaltet werden soll. Allein die Fertigstellung des Platzes soll über eine Million Euro kosten, so Nerb.

Gemeinde trägt Kosten

Die Kosten trägt die Gemeinde. Sie kann aber durch die staatliche Städtebauförderung mit einer Erstattung von bis zu 60 Prozent rechnen.

Im Gemeinderat wurde bisher kontrovers diskutiert, wie Platz aussehen soll. Ob nur Parkplätze für Besucher des Gebäudes entstehen sollen, oder auch Anlagen wie Ruhebänke für die Bevölkerung.

Die Umfahrung des Gebäudes soll mit einer Einbahnstraße erfolgen. In welcher Fahrtrichtung ist ebenfalls noch nicht entschieden, auch hier gingen die Meinungen im Gemeinderat auseinander.

Deshalb einigten sich die Räte darauf, erst einmal den Platz fertig pflastern zu lassen. Danach wollen sie ihn in Augenschein nehmen, und über die weitere Gestaltung sowie die Verkehrsführung entscheiden. Einig ist man sich darin, dass der Platz später auch für Veranstaltungen wird.