Hegefischen
Fischereiverein Schmidmühlen will Artenvielfalt in Gewässern erhalten

13.06.2023 | Stand 14.09.2023, 23:25 Uhr |
Josef Popp
v. l.: Toni Menzel, Jona Briody, Vinzent Meixner, Roland Meixner Josef Deml, Michael Rabenhofer, Jonas Kohl −Foto: Josef Popp

Ein breites Arbeitsprogramm haben die Mitglieder des Fischereivereins Schmidmühlen jedes Jahr zu bewältigen. Dazu gehören auch die Pflege und der bauliche Unterhalt der Gewässer, die sich teilweise als durchaus arbeitsintensiv gestalten.

Ein besonderes Augenmerk richten die Mitglieder des Fischereivereins immer auch auf den Erhalt der Artenvielfalt, wobei man diese seit vielen Jahren mit verschiedenen Projekten und Maßnahmen fördert.

Viele dieser Maßnahmen bleiben dem Betrachter verborgen, weil sich die Erfolge – quasi unsichtbar – unter Wasser einstellen. Dazu gehören die jährlichen Besatzmaßnahmen mit den fischereilich weniger bekannten Arten, wie der Barbe oder Nase oder mit dem Besatz von Rutten, um diesen bedrohten Fischarten in unserer Region ein Überleben zu ermöglichen. Zu der Arbeit am Gewässer gehört jedes Jahr auch eine Bestandsaufnahme mittels eines Hegefischens.

Beim diesjährigen Hegefischen beteiligten sich über 30 Mitglieder. Allerdings hat es beim Fischereiverein keinen Wettbewerbscharakter, sondern dient mit der Erfassung des Fangs zugleich der Analyse des Fischbestandes und der Erkennung von Krankheiten. Es soll einmal im Jahr eine Antwort auf die Frage gefunden werden: Welchen Erfolg hat unsere Arbeit am Gewässer?

Königstitel für dicksten Fang

Einer Tradition bleibt man aber treu: Derjenige Angler, der den größten Fisch angelt, erhält die Königswürde. Beim diesjährigen Gemeinschaftsfischen wurde der schwerste Fisch erfasst, zudem auch die Gesamtmenge. Fazit: Mit dem Fischbestand kann der Verein durchaus zufrieden sein. Aller gefangenen Fische in der Vils und in den Weihern und Seen des Vereins waren gesund.

Fischerkönig wurde in der Jugend Jona Briody mit einem Spiegelkarpfen (4,18 kg). Bei den Erwachsenen errang die Würde des Fischerkönigs Roland Meixner, ebenfalls mit einem Spiegelkarpfen (7,94 kg). Gesamtsieger wurde Andreas Rabenhofer, der 15,7 kg Fische fing, bei der Jugend war dies Toni Menzel mit 10,28 kg. Gefangen wurden Karpfen, Bachforellen, Hechte und Aale.

Überaus zufrieden zeigte sich Vorsitzender Josef Deml mit dem Besuch des Fischerfestes, zum zweiten Mal am neuen Fischerheim im Zieglerweg. Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Verein am Marktfest, das am ersten Augustwochenende stattfinden wird. Der Stand wird wieder vor der Pfarrkirche sein. Neben gegrillten Forellen gibt es auch andere Fischspezialitäten. Außerdem wird man über die Arbeit des Vereins informieren.

Tierschutz im Vordergrund

Wie beim Einzelfischen sind die Vorgaben beim Gemeinschaftsfischen mit Blick auf den Tierschutz hoch. Schon im Vorfeld wies die Vorstandschaft des Fischereivereins darauf hin, dass die Belange der Pflanzen und Tiere im und am Gewässer zu beachten sind.

Verschiedene Fischereiverbände halten das Gemeinschaftsfischen auch in Zukunft für sinnvoll. Das gilt vor allem für solche Veranstaltungen, deren Hintergrund gemeinschaftliches Fischen im traditionellen Rahmen ist. Es dient auch der sozialen Bindung im Verein.

− ajp