Amberg und Schwandorf

Kommunale Verkehrsüberwachung: Kontrollen zeigen Wirkung

27.10.2022 | Stand 15.09.2023, 3:08 Uhr
Um seine Aufgaben erfüllen zu können, kauft der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz weitere Geräte zur Geschwindigkeitsmessung. −Foto: Symbolbild: Sebastian Gollnow, dpa

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz ist nicht nur weiter gewachsen. Sie konnten in ihrer Versammlung auch bei einigen Kommunen weniger Verstöße feststellen.

In der Verbandsversammlung wurden laut Pressemitteilung die Anträge von fünf neuen Kommunen auf Mitgliedschaft beziehungsweise Zweckvereinbarung bestätigt. Außerdem sei die Beschaffung neuer Geschwindigkeitsmessanlagen beschlossen worden.

Zum 19. Mal sind die Mitglieder des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz (ZV KVS Oberpfalz) am Dienstagvormittag zu einer Verbandsversammlung zusammengekommen. Neu sei gewesen, dass die Versammlung erstmals hybrid stattfand, also wahlweise mittels digitaler Zuschaltung oder Anwesenheit vor Ort im Amberger Congress Centrum.

Neue Kommunen wurden bestätigt

Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Bestätigung des Anschlusses beziehungsweise der Mitgliedschaft neuer Kommunen: Die Stadt Neustadt a. d. Aisch, der Markt Schwanstetten und die Gemeinde Hagelstadt seien künftig über eine Zweckvereinbarung angeschlossen und die Stadt Oberasbach und die Stadt Neumarkt als Mitglieder. Letztere setze bereits seit Jahren auf die Geschwindigkeitsüberwachung des Zweckverbands und habe nun ihre Mitgliedschaft auf Parkraumüberwachung erweitert.

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Aktuell bestehe der Verband aus knapp 140 Kommunen. Die Versammlung bestätigte auch die Beschaffung weiterer Geschwindigkeitsmesstechnik für „wohl einen der größten Zweckverbände in Bayern“, so Verbandsvorsitzender und Oberbürgermeister der Stadt Amberg Michael Cerny.

Ein Einblick in die Zahlen des Zweckverbands

Zudem erteilte die kommissarische Zweckverbands-Geschäftsführerin Simone Reinhardt einen Einblick in die Zahlen des Zweckverbands. So seien vom Team des Zweckverbands bisher, mit Stand vom 30. September, im ruhenden Verkehr 19912 Überwachungsstunden geleistet und 43132 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden. Im fließenden Verkehr liegen die geleisteten Überwachungsstunden bei 10050 und die eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren bei 73053, heißt es in der Pressemitteilung.

Im Kommunalen Ordnungsdienst, der in Amberg, Bad Abbach, Steinberg am See, Wackersdorf und für den Zweckverband Brombachsee im Einsatz ist, seien bisher 1726 Überwachungsstunden geleistet und 582 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden.

Dass die Arbeit des Zweckverbands sinnvoll und wichtig ist, präsentierte Reinhardt anhand der Entwicklung von Verstoßquoten mehrerer Kommunen. Ein Beispiel: Lag die Quote bei der ersten Messung in der Bildstraße in Neustadt an der Waldnaab im November 2017 noch bei über 40 Prozent, konnte diese auf 13 Prozent reduziert werden.

Quote in Neukirchen-Balbini deutlich gesunken

In Neukirchen-Balbini im Ortsteil Alletsried, Staatsstraße 2150, lag die Verstoßquote bei der ersten Messung im September 2017 bei 40 Prozent, bei der jüngsten Messung am 31. August 2022 bei 14,20 Prozent.

„Diese Entwicklung zeigt, dass regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen wirken und unsere Straßen nachhaltig sicherer machen“, so Reinhardt.

Für den Verband sei das jedoch kein Grund sich auszuruhen. Trotzdem wurden 2022 bisher im Verbandsgebiet 362 Fahrverbote wegen Raserei verhängt und knapp 2000 Punkte in Flensburg vergeben worden – unter anderem an den bisherigen „unrühmlichen Spitzenreiter“ – ein Autofahrer, der in Neunburg vorm Wald bei erlaubten 50 km/h mit 119 km/h unterwegs war. Die Geschwindigkeitsüberschreitung habe für den Fahrer 1400 Euro Bußgeld, 2 Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot zur Folge gehabt.