Breitbandausbau
Neunburg bekommt ein schnelles Internet

Die Stadtbewohner können in Zukunft rascher surfen. Am Donnerstag erfolgte der symbolische Spatenstich für das Projekt.

29.07.2021 | Stand 16.09.2023, 1:38 Uhr
Mit zahlreichen Ehrengästen wurde der symbolische Startschuss für die Arbeiten gegeben. −Foto: Max Schmid

Im Bereich der Stadt Neunburg, zu dem auch viele kleinere Ortsteile gehören, wird ein ultraschnelles Breitbandnetz der Zukunft errichtet. In Lengfeld wurde dazu in Anwesenheit zahlreicher Gäste der symbolische erste Spatenstich vollzogen.

Bürgermeister Martin Birner konnte zum Start der Arbeiten den stellvertretenden Landrat Richard Tischler, die Kreisrätinnen Martina Engelhardt-Kopf und Marion Junic-Möller, die Fraktionssprecher des Stadtrates, Mitarbeiter der Telekom und der bauausführenden Firma RKE begrüßen.

Birner bezeichnete den ersten Spatenstich als bedeutenden Schritt für Neunburg, denn alle bisherigen „weißen Flecken“ würden nun einen Glasfaserausbau erhalten. Der Ausbau, der in der 34. Kalenderwoche beginnen soll, werde in Kooperation mit dem Landkreis Schwandorf und der Telekom Deutschland GmbH sowie mit Unterstützung durch Fördermittel des Bundes, des Freistaats und der 18 beteiligten Kommunen durchgeführt.

Mehr als 400 Adressen profitieren

Im Einzugsbereich der Stadt werden künftig über 400 Adressen im Rahmen des Bundesprogramms mit schnellem Internet (FTTH) versorgt. Birner erinnerte an die Riesendatenmengen, die während der Pandemie durch Homeoffice und Homeschooling benötigt wurden.

Mit dem Ausbau sei die 110 Quadratkilometer umfassende Stadt bestens für die Zukunft gerüstet. Aus eigenen Mitteln trage man mit einer halben Million Euro zur Umsetzung bei, dazu gebe es rund 2,5 Millionen Euro vom Bund und rund zwei Millionen Euro vom Freistaat als Fördermittel. Schwerpunkt der Versorgung seien am Anfang die Schulen.

Internetausbau kostet im Landkreis 54 Millionen

Stellvertretender Landrat Richard Tischler bezifferte die Gesamtkosten für den schnellen Internetausbau im Landkreis auf rund 54 Millionen Euro. Dies sei viel Geld, das aber gut angelegt werde, weil die Menschen in der Region diese Infrastruktur dringend benötigten.

MdB Marianne Schieder merkte an, dass es lange gedauert habe, bis ein umsetzbares Förderprogramm des Bundes aufgelegt wurde. Eine vernünftige Breitbandversorgung sei ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge. Durch die Förderung könnten Gemeinden in ländlichen Regionen mit den Großstädten mithalten. Mit vier Spaten schritt man dann zur Tat.