Kirche
Pfarrei hat neuen Mittelpunkt

Nach 13-monatiger Bauzeit wurde am Samstag das Pfarrheim in Klardorf eingeweiht. Das gesamte Gebäude ist barrierefrei.

10.12.2019 | Stand 16.09.2023, 5:21 Uhr

Die Architekten Alfred Popp und Jakob Neidl übergaben nicht den obligatorischen Schlüssel an Pfarrer Peter Wolz, sondern Brot und Salz und einen Baum für die Außenanlage. Im Bild von rechts Kirchenpfleger Johann Sieß, Architekt Alfred Popp, Architekt Jakob Neidl und Pfarrer Peter Wolz Foto: Josef Grabinger

Das neue Pfarrheim ist ein neuer Mittelpunkt in der Pfarrei St. Georg Klardorf-Büchelkühn. Das betonte Kirchenpfleger Johann Sieß bei der Begrüßung der Ehrengäste zur Segnung der neuen Räume. Oberbürgermeister Andreas Feller wünschte, dass das neue Pfarrheim zweckgenutzt werde und hier immer friedliche Sitzung stattfänden. Pfarrer Peter Wolz segnete das Pfarrheim am Samstag nach der Vorabendmesse.

Kirchenpfleger Johann Sieß hieß die Ehrengäste, unter ihnen Oberbürgermeister Andreas Feller, das Architekturbüro Alfred Popp, die Vertreter der ausführenden Firmen, Abordnungen der Ortsvereine und die kirchlichen Vereine von Klardorf und Büchelkühn zur Segnung willkommen. In seinen Ausführungen gab er einen Abriss von der Zustimmung zum Neubau am 19. Januar 2012 bis zur Einweihung. Am 27. Januar 2012 stelle die Kirchenverwaltung einen Antrag auf Erstbesuch des Bischöflichen Bauamtes. Am 18. Juli 2014 beschloss die Kirchenverwaltung den Abriss und Neubau und am 1. Dezember 2014 stimmten der Diözesan-Bauausschuss und die Finanzkammer dem Vorhaben zu. Die Realisierung der Baumaßnahme wurde bei einem Treffen am 18. Juni 2015 festgelegt. Am 28. Oktober 2015 und am 20. Januar 2016 erfolgte die Festlegung der bebauten Fläche.

Viele Sitzungen waren nötig

Den ersten Bauplanvorentwurf legte das Architekturbüro am 31. Mai 2017 vor. Nach einer Planungsphase von rund einem Jahr erfolgte am 16. Mai 2018 die Anmeldung des Neubaus beim Katholischen Wohnungsbau und Siedlungswerk. Am 1. Oktober 2018 rückte der Abrissbagger an und nach rund 13-monatiger Bauzeit wurde der Neubau einschließlich der Außenanlage fertiggestellt.

Größe: Investition:Zuschuss:
Die Kirchenverwaltung plante den Bau kleiner, als von der Diözese vorgegeben. Nach der Größe der Diözese hätte das Pfarrheim rund 1,3 Millionen Euro gekostet.Nun kostet das neue Pfarrheim mit Außenanlagen rund eine Million Euro.Die Bischöfliche Finanzkammer übernimmt 50 Prozent. Den Rest stemmt die Pfarrei.

Abschließend dankte Sieß dem Architekturbüro und den Firmen für die zügige Realisierung. Sein Dank galt auch den Kirchenverwaltungsmitgliedern und Pfarrer Wolz für die vielen Sitzungen, die oft kurzfristig anberaumt wurden. Oberbürgermeister Andreas Feller gratulierte der Pfarrei zu dem soliden, aber doch funktionalen Bauwerk. Eine Pfarrei ohne Pfarrheim sei heute nicht mehr denkbar, so Feller. Das in die Jahre gekommene Gebäude aus dem Jahr 1972 sei nicht mehr zeitgemäß und eine Sanierung wäre viel teurer gewesen, als ein Neubau, stellte Architekt Alfred Popp bei der ersten Besichtigung im März 2015 fest.

Das Projekt wurde in der vorgegebenen Zeit verwirklicht. Der Eingangsbereich ist ansprechend und der gesamte Bau ist barrierefrei. Der Saal hat eine Fläche von 80 Quadratmeter und kann auf 120 Quadratmeter erweitert werden. Da der Saal eine bestimmte Höhe braucht, wurde ein Satteldach festgelegt. Die Eindeckung erfolgte mit den gleichen Dachziegeln wie bei der Kirche und auch die Dachrinnen sind aus dem gleichen Material. „Damit ist eine Einheit zwischen Kirche und Pfarrheim hergestellt worden“, erklärte Popp. Die Glaswand an der Ostseite des Gebäudes stellt eine Sichtverbindung zur Kirche her. Damit der Saal eine gute Akustik hat, wurde eine Holzdecke eingebaut. Die Fenster sind aus Holz-Alu und die Außenanlage wurde etwas teurer als veranschlagt.

Eine Spende erhalten

Pfarrer Wolz betonte, dass die Senioren nun bei Veranstaltungen im Pfarrheim nicht mehr ausgeschlossen seien. Das Pfarrheim wird vom Frauenbund und Frauentreff genutzt sowie für die Vorbereitung der Kinder auf Erstkommunion und Firmung. Die Pfarrgemeindereferentin hat ein Büro im Pfarrheim. Eine Spende in Höhe von 500 Euro erhielt die Pfarrgemeinde vom Katholischen Wohnbau und Siedlungswerk und vom Kaffeestüberl der Senioren.

Pfarrgemeinderatssprecher Robert Koller hob die finanzielle Leistung der Pfarrgemeinde heraus und die tatkräftige Unterstützung des Frauenbundes und der Kirchenverwaltung beim Ausräumen des alten Pfarrheims und Reinigen und Einräumen des neuen Pfarrheims heraus. Der Kirchenchor umrahmt gesangliche die Einweihung.