Kommune
Randsbergerhof in Cham wird erweitert

Der Bauausschuss besichtigte das geplante Projekt von Michael Wittmann. Denn teilweise wird dadurch die Stadtmauer verbaut.

25.06.2021 | Stand 16.09.2023, 2:11 Uhr |
Claudia Peinelt
Michael Wittmann errichtet einen Anbau an den Randsbergerhof – und somit auch an die historische Stadtmauer. −Foto: Claudia Peinelt

Die historische Stadtmauer in der Randsbergerhofstraße bekommt einen Neubau vorgesetzt. Das Projekt von Michael Wittmann, das an das bestehende Randsbergerhof-Gebäude kommt, beinhaltet die Erweiterung von zwei Wohnungen und Gästezimmer. Das Grundstück liegt innerhalb des Sanierungsgebiets Altstadt und ist im wirksamen Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan als gemischte Baufläche dargestellt.

Der Bauausschuss besichtigte am Mittwochnachmittag den Platz. Die geplante Erweiterung des Hotelkomplexes fügt sich nach der Art und dem Maß der baulichen Nutzung in die umgebende Bebauung ein. Die direkt angrenzende und unter Denkmalschutz stehende innere Stadtmauer wird durch die geplante Bebauung teilweise wieder verbaut.

Durchgang bleibt erhalten

Wie Stadtbaumeister Franz Pamler erwähnte, sei dieser Teil der Stadtmauer schon immer verbaut gewesen und er sei bei der Erbauung nicht als Sichtstadtmauer errichtet worden. Der Durchgang durch die Stadtmauer in den Spitalgarten bleibe nach wie vor erhalten und könne genutzt werden. Somit stimmte der Bauausschuss dem Bauvorhaben zu. Der Denkmalschutz wird in den Genehmigungsprozess mit einbezogen.

Anschließend ging es zur Sitzung, die seit langem wieder im Kleinen Sitzungssaal im Rathaus stattfand. Und zum ersten Mal musste Bürgermeister Martin Stoiber seine Glocke benutzen und damit für Ruhe sorgen. Eine bereits angebrachte Werbetafel in der Darsteinstraße muss aufgrund des Bauordnungsrechts wieder entfernt werden. In diesem Recht heißt es, dass bauliche Anlagen keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen dürfen. 14 Zentimeter steht die aufgestellte Werbetafel auf dem schmalen Gehweg entlang der Straße. Durch diesen Umstand wird der vorhandene Gehweg, der grundsätzlich eine Mindestbreite von 117 Zentimetern aufweist, auf eine tatsächlich vorhandene Breite von 103 Zentimetern verkleinert. „Das Ordnungsamt als örtliche Straßenverkehrsbehörde betrachtet die Erteilung einer Sondernutzungserlaubnis kritisch und lehnt diese unter Berücksichtigung der Sicherheit und Leichtigkeit des Straßenverkehrs ab, zumal der Mindestplatzbedarf für Menschen mit Rollstühlen 90 Zentimeter betragen muss“, hieß es. Hinzu komme die Tatsache, dass das Ordnungsamt bei der Erteilung einer Sondernutzungserlaubnis eine Durchgangsbreite von mindesten 120 Zentimetern auf Gehwegen einfordert.

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des Kinderspielplatzes in Haderstadl: Firma Wengler, Roding, zum Angebotspreis von 17 957,58 Euroeines geschotterten Geh- und Radwegs in Kammerdorf: Firma Herbert Dankerl, Selling, Angebotspreis 27 000 Eurofür Spitalgarten, Badstraße, eine Böschung bei der Grundschule in Windischbergerdorf und einen Parkplatz Cham: Firma Garten Green, Cham, zum Angebotspreis von 42 529,41 Euroam Freibadgebäude in Cham: Malerbetrieb Buschek zum Preis von 11 770,35 Euro (cci)

Ja zu Bauanträgen

Genehmigt wurden u.a. folgende Anträge: BHZ Wohnungsbau GbR auf Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Nebengebäuden in Vilzing; Neubau eines Heizhauses für die Biomasseheizung von Christian Raab in Schachendorf-Oberhaid; Antrag von Antonia Ellmann auf Nutzungsänderung des Einfamilienhauses zum Mehrfamilienhauses mit zwei Wohneinheiten in Hof; Antrag von Sonja Schierer auf Neubau einer Voliere über dem Bestandshühnerstall in Schachendorf; Antrag der Deutschen Funkturm GmbH auf Neubau eines Schleuderbetonmastes mit Stahlaufsatzmast und Outdoortechnik in Selling; Antrag von Thomas Dietl auf Anbau eines Wohnmobilunterstellplatzes an das Wohnhaus in Thierlstein-Laichstätt.