Stadtamhof
Verkehr in Regensburg: Andreasstraße wird zur Fahrradstraße

22.10.2022 | Stand 15.09.2023, 3:13 Uhr |
Der Eingang zur Andreasstraße in Stadtamhof −Foto: Hanke-Zilles

Im Rahmen der Umsetzung des Regensburger Hauptradroutennetzes beginnen am Montag die Beschilderungs- und Markierungsarbeiten, die die Andreasstraße in Stadtamhof als neue Fahrradstraße kennzeichnen.



Die Andreasstraße ist Teil der Route, die von Lappersdorf und vom Stadtnorden über die Innenstadt und den Hauptbahnhof bis zu den Hochschulen, den Tech-Campus und weiter bis zum Jahnstadion und nach Burgweinting führt. Da die Andreasstraße eine Sackgasse ist und somit hier kein Durchgangsverkehr stattfindet, ist sie aus Sicht der Stadt für die Ausweisung als Fahrradstraße geradezu prädestiniert.

„Ich freue mich sehr, dass wir nach Abschluss der notwendigen Leitungsarbeiten mit der Einrichtung der Fahrradstraße beginnen können, dies ist ein weiterer Meilenstein in der Förderung des Radverkehrs“, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Parkplätze fallen weg

Natürlich seien mit dieser Beschilderung der Andreasstraße als Fahrradstraße, wie Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann weiter ausführt, auch gewisse Veränderungen für Anwohner verbunden.

Die Bewohnerparkplätze, die mit Einrichtung der Fahrradstraße wegfallen, würden jedoch eins zu eins in der Gräßlschleife ersetzt. Dies bedeute zwar, so Schimpfermann weiter, dass die Anwohner gewisse Fußwege in Kauf nehmen müssten, allerdings sei aufgrund der Vielzahl an parkenden Autos in der Andreasstraße aktuell kaum ein Durchkommen möglich.

Abgesehen von der Verlegung der Stellplätze wird es für den Kfz-Verkehr keine weiteren grundlegenden Änderungen geben: So ist die Zufahrt zum Andreasstadel oder zu den anschließenden Straßen Am Gries, Salzgasse und Seifensiederstraße weiterhin uneingeschränkt möglich. Wie bisher gilt außerdem Tempo 30 und es wird auch künftig – insbesondere beim Getränkemarkt – Kurzzeitparkplätze zum Be- und Entladen geben. Alle Anwohner sowie angrenzende Einrichtungen werden in Form einer Postwurfsendung über die anstehende Maßnahme in Kenntnis gesetzt.

Um den Radverkehr in Regensburg weiter zu fördern, soll in den kommenden Jahren ein zusammenhängendes und engmaschiges Hauptradroutennetz entstehen, das alle wichtigen Wohn- und Gewerbegebiete, Schulen und Hochschulen, Freizeit- und Einkaufsziele sowie Kultur- und Sportstätten miteinander verknüpft. Dieses Netz wird aus Wegen und Straßen bestehen, auf denen Fahrradfahrer Vorrang haben oder die speziell für sie vorgesehen sind.

Das Hauptroutenkonzept sieht dabei die Einrichtung mehrerer Fahrradstraßen vor. In einer solchen dürfen Radler nebeneinander fahren. Außerdem geben sie das Tempo für die Autofahrer vor.

Umsetzung wurde vertagt

Die Andreasstraße hätte ursprünglich schon vor einem halben Jahr als Fahrradstraße ausgewiesen werden sollen. Aus Rücksicht auf die angespannte Park-Situation bei der erstmals seit drei Jahren wieder durchgeführten Maidult wurde die Maßnahme aber in den Herbst verschoben.