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Verkehr

Elektrifizierung soll früher kommen

Auf der Bahnstrecke Regensburg-Hof könnten Elektrozüge früher fahren, als gedacht. Grund dafür ist ein neues Bundesgesetz.

Auf der Bahnstrecke zwischen Regensburg und Hof sollen mit Diesel betrieben Züge bald der Vergangenheit angehören. Foto: Norgall
Auf der Bahnstrecke zwischen Regensburg und Hof sollen mit Diesel betrieben Züge bald der Vergangenheit angehören. Foto: Norgall

Regensburg.Es ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region: Die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Regensburg und Hof. Ein neues Bundesgesetz soll das Großprojekt nun um Jahre beschleunigen.

Die Regensburger CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Freudenstein hatte sich dafür gemeinsam mit dem bayerischen Verkehrsminister, dem Bundesverkehrsminister und weiteren Abgeordneten eingesetzt. „Die Strecke Regensburg-Hof steht als Pilotprojekt im neuen Beschleunigungsgesetz. Je schneller die Elektrifizierung kommt, umso besser für Bahnfahrer, Wirtschaft und Umwelt rund um Regensburg.“, sagte Freudenstein. Auf dem Lärmschutz werde ein besonderer Schwerpunkt liegen. Für Regensburg sei vor allem der Ausbau der Gleise nach Obertraubling wichtig, so Freudenstein.

Wirtschaft zeigt sich erleichtert

Die IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim drückt bei der Elektrifizierung der Strecke nach Hof schon aufs Tempo. „Die bisher genannten Realisierungszeiträume von zwanzig oder mehr Jahren sind nicht akzeptabel“ sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes. Bereits seit rund einem Jahrzehnt fordere Ostbayerns Wirtschaft die Elektrifizierung der Strecke. Helmes sagt: „Die Aufnahme der Elektrifizierung als Pilotprojekt in das Planungsbeschleunigungsgesetz ist der richtige Schritt.“

Für die IHK hat das Projekt nationale Bedeutung, weil es die letzte Lücke für den nahtlosen Einsatz von Elektroloks zwischen Regensburg, Hof und weiter über Ostdeutschland bis an die deutschen Seehäfen schließe. „Die Elektrifizierung der Schienenstrecke zwischen Regensburg und Hof ist für unseren stark exportorientierten Wirtschaftsraum eine der wichtigsten Maßnahmen im Bundesverkehrswegeplan“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Helmes.

Scheuer: Schnellere Fertigstellung ist Gewinn für Ostbayern

Auch der bayerische Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart freut sich über diesen Meilenstein für das Schienengroßprojekt: „Die Zusammenarbeit zwischen München, Berlin und Regensburg hat hier perfekt funktioniert.“ Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht nach dem Kabinettsbeschluss ganz Ostbayern gestärkt: „Wir zeigen, dass wir die Gelder für Infrastruktur auch tatsächlich auf die Schiene bekommen. Es ist für ganz Ostbayern ein Gewinn, wenn das Projekt schneller fertig gestellt werden kann.“ Nun müsse das Paket noch im Parlament beschlossen werden.

Verkehr

Zäher Schienenausbau für Güterverkehr

Regensburg ist eine wichtige Drehscheibe für den Güterverkehr. Doch der Ausbau der Schienen hinkt stark hinterher.

Durch die Elektrifizierung der 185 Kilometer zwischen Regensburg und Hof können auf der Strecke schnelle und umweltfreundliche Elektrozüge eingesetzt werden. Das bedeutet ein verbessertes Zugangebot für Reisende. Außerdem soll die Strecke zwischen Regensburg und Obertraubling dreigleisig ausgebaut werden, um den Schienenverkehr rund um Regensburg zu entlasten und weniger fehleranfällig zu machen. Das Projekt wird mindestens 700 Millionen Euro kosten.

Bundestag soll Projekte genehmigen

Vom Genehmigungsbeschleunigungsgesetz sollen bundesweit zunächst zwölf Verkehrsprojekte profitieren. Statt durch ein langwieriges Planfeststellungsverfahren sollen die Pilotprojekte probeweise durch den Bundestag per Gesetz genehmigt werden. Dadurch können, abhängig vom jeweiligen Projekt, Jahre eingespart werden.

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