Ungewöhnliche Aktion für Hausbesitzer
Photovoltaik: Lohnt sich das? – Das ZEN wettet sogar darauf

03.04.2024 | Stand 03.04.2024, 16:49 Uhr |

Der Klimaschutzmanager des Landkreises will Hausbesitzern beweisen, dass sich eine PV-Anlage für sie lohnt. Irrt er sich, gibt es ein Weißwurst-Frühstück. Foto: Martina Beierl

Das Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf wartet mit einer witzigen Initiative auf, um noch mehr Hausbesitzer im Landkreis für Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach zu motivieren. „Wir möchten die Menschen davon überzeugen, dass sich selbst erzeugter Strom rentiert“, erklärt der Klimaschutzmanager des Landkreises Martin Kopp .

In der Pressemitteilung des Landratsamtes wird die Idee erklärt. Das ZEN nimmt ab sofort von jedem Eigenheimbesitzer im Amberg-Sulzbacher Land folgende Wette an: Der Geschäftsführer des ZEN und Klimaschutzmanager Martin Kopp wettet, dass sich eine PV-Anlage auf dem Dach wirtschaftlich rechnet. Einzige Bedingung: Die nutzbare Dachfläche ist größer als 50 Quadratmeter, das entspricht in etwa einer Hauslänge von zehn Metern und einer Dachsparrenlänge von sechs Metern, und ist nach Osten, Süden oder Westen ausgerichtet.

Die ersten zehn Einreicher und alle, die ihre Wette gewinnen, sind zum Weißwurstfrühstück eingeladen



Kopps Wetteinsatz: Sollte es sich herausstellen, dass im konkreten Fall keine Wirtschaftlichkeit erreichbar ist, lädt er den Dachbesitzer, also den Gewinner, mit einer Begleitperson zu einem Weißwurst-Frühstück nach Ensdorf ein. Wer schnell ist, wird obendrein belohnt. „Die ersten 10Wett-Einreicher lade ich auf jeden Fall zu einem Frühstück ein, egal ob ich die Wette gewinne oder verliere“, kündigt Kopp laut Mitteilung an.

Der Klimaschutzmanager ist davon überzeugt, dass PV-Anlagen zwischenzeitlich bewiesen haben, dass sie 30 Jahre und länger funktionieren. Daher betrachte er eine entsprechende Anlage als wirtschaftlich, wenn sie sich innerhalb von 15 Jahren selbst bezahlt habe. „Es gibt aber durchaus Konstellationen, bei denen sich die Investition bereits nach fünf Jahren amortisiert“, beteuert Kopp.

Gelegenheit, die Eignung des eigenen Hauses für Photovoltaik bewerten zu lassen



Wer die Wette annimmt, muss lediglich eine E-Mail mit der Adresse des betroffenen Gebäudes und den Jahresstromverbrauch an wetten-dass@zen-ensdorf.de schicken. Der Klimaschutzmanager und sein Team bewerten dann die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten des Daches und melden das Ergebnis zurück.

Kopp weist in der Mitteilung darauf hin, dass es vom ZEN keine Empfehlungen für konkrete Anlagen oder Installationsbetriebe gebe. „Wir ermitteln lediglich die möglichen wirtschaftlichen Kennzahlen, um den Mythos, bei mir lohnt sich das nicht, transparent zu widerlegen und für eine eigene grüne Stromproduktion zu begeistern.“ Die Wette startet ab sofort und läuft bis einschließlich 30. April.