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Wohnungsbau

Kasernenareal: Regensburg hat Zugriff

Lange war unklar, ob Stadt und Bund sich bei der Prinz-Leopold-Kaserne in die Quere kommen. Nun zieht Berlin zurück.
Von Jana Wolf

Die ehemalige Prinz-Leopold-Kaserne im Regensburger Stadtosten: Hier sollen neue Sozialwohnungen und ein grüner Stadtteil entstehen. Foto: Lex
Die ehemalige Prinz-Leopold-Kaserne im Regensburger Stadtosten: Hier sollen neue Sozialwohnungen und ein grüner Stadtteil entstehen. Foto: Lex

Berlin.Seit Donnerstag steht fest: Die Stadt Regensburg und das Bundesfinanzministerium (BMF) kommen sich bei der Nutzung der Prinz-Leopold-Kaserne nicht in die Quere. Das BMF zog nach Informationen der Mittelbayerischen einen Erkundungstermin auf dem Areal, der für 23. Mai vorgesehen war, zurück. Bei diesem Termin sollte das Kasernengelände als möglicher Zukunftsstandort der Aus- und Fortbildung in der Zollverwaltung, die dem BMF unterstellt ist, ausgelotet werden. Zugleich aber plant die Stadt seit Langem den Bau neuer Sozialwohnungen auf dem Gelände. Nach der Terminabsage steht diesen Plänen nun nichts mehr im Weg - zumindest nicht von BMF-Seite.

Neue Sozialwohnungen sollen entstehen

Die Stadt will auf dem Kasernenareal 600 neue Wohneinheiten bauen. Mindestens 60 Prozent der Fläche sollen für geförderten Wohnraum genutzt werden. Die Pläne, die der Stadtplanungsausschuss bereits Anfang April beschlossen hatte, sehen auch Gewerbe- und Mischgebiete sowie Platz für Grünflächen, Fußgänger und Radfahrer vor. Zum jetzigen Zeitpunkt gehört das Gelände der Stadt allerdings noch nicht – es ist noch Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Nach MZ-Informationen stehen die Kaufverhandlungen zwischen BImA und Stadt kurz vor dem Abschluss.

Bislang war unklar, ob es tatsächlich zu dem Kaufvertrag kommen wird. Der Erkundungstermin der Zollverwaltung auf dem Kasernengelände hatte für Unsicherheit gesorgt. Nach der Absage herrscht nun mehr Klarheit.

Ministerium über Regensburger Pläne nicht informiert

Das Finanzministerium teilt auf Nachfrage mit, bisher nicht über den geplanten Wohnraum und die Kaufverhandlungen zwischen Stadt Regensburg und BImA Bescheid gewusst zu haben. Nachdem man über die „konkrete Nachnutzung für Sozialwohnungen, was ein hehres Ziel ist“, informiert worden sei, sei der Besichtigungstermin auf dem Regensburger Gelände abgesagt worden, heißt es aus dem BMF. Die Liegenschaft sei nun nicht mehr Teil des Erkundungsverfahren der Zollverwaltung. Die Pläne der Stadt sind seit Langem bekannt, die Mittelbayerische hatte bereits im vergangenen Jahr darüber berichtet.

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