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Kultur

„Maxim Kowalew Don Kosaken“ in Vilseck

Im Rahmen ihrer Europatournee „Ich bete an die Macht der Liebe“ gastiert die Gruppe zum festlichen Neujahrskonzert.

Auch das ist Russland: Maxim Kowalew sieht es als Aufgabe, Zeugnis abzulegen vom Geiste des alten, unvergänglichen Russlands, das oft über dem Tagesgeschehen in Vergessenheit gerät. Foto: Engels Konzertbüro GmbH
Auch das ist Russland: Maxim Kowalew sieht es als Aufgabe, Zeugnis abzulegen vom Geiste des alten, unvergänglichen Russlands, das oft über dem Tagesgeschehen in Vergessenheit gerät. Foto: Engels Konzertbüro GmbH

Vilseck.Im Rahmen ihrer Europatournee 2017/18 „Ich bete an die Macht der Liebe“ gastieren die „Maxim Kowalew Don Kosaken“ – laut Veranstalter „der Chor für alle Generationen – mit einem festlichen Neujahrskonzert am Montag, 1. Januar 2018, ab 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Ägidius in der Klostergasse in Vilseck.

Der Chor wird russisch-orthodoxe Kirchengesänge sowie Volksweisen und Balladen zu Gehör bringen. Anknüpfend an die Tradition der großen alten Kosaken-Chöre, zeichnet sich der Chor durch seine Disziplin aus, die er dem musikalischen Gesamtleiter Maxim Kowalew zu verdanken hat.

Singend beten, betend singen, Chorgesang und Soli in stetem Wechsel, Tiefe der Bässe, tragender Chor, über Bariton zu den Spitzen der Tenöre, „aus den Tiefen der russischen Seele“. Auch im neuen Konzertprogramm dürfen nicht besondere Wunschtitel wie „Abendglocken“, „Stenka Rasin“, „Suliko“ und „ Marusja“ fehlen.

Vater war russischer Abstammung

 Dieser Klangkörper lässt das musikalische Erbe der Kosaken in Westeuropa und Skandinavien auf technisch brillantem Niveau wieder aufleben. Foto: Engels Konzertbüro GmbH
Dieser Klangkörper lässt das musikalische Erbe der Kosaken in Westeuropa und Skandinavien auf technisch brillantem Niveau wieder aufleben. Foto: Engels Konzertbüro GmbH

Der in Danzig geborene Diplomsänger Maxim Kowalew konnte sich schon im Elternhaus der Musik kaum entziehen. Bereits ab dem frühen Alter von sechs Jahren nahm er an einer staatlichen Musikschule Geigenunterricht. Sein Vater war Pianist und Klavierlehrer, seine Mutter Gesangslehrerin. Dadurch, dass sein Vater russischer Abstammung ist, wurde sein Interesse an der Kultur jenes großen Landes im Osten früh geweckt. Maxim Kowalews Mutter ist gebürtige Deutsche. Sie gab ihm den Blick aus Westen mit auf den Weg.

Noch bevor Maxim Kowalew das professionelle Singen erlernte, bestaunte er als Kind die Erzählungen, Lieder und märchenhaften Geschichten der Völker des Ostens, besonders der Kosaken, welche ihn für sein weiteres Leben prägten. Damit stand für Maxim Kowalew schon früh fest, dass auch er Musik studieren und eine klassische Gesangsausbildung absolvieren würde. So begann er sein Gesangsstudium an einer der berühmtesten Musikhochschulen im Osten. Mit dem Magistertitel beendete er sein Studium an der Musikhochschule in Danzig. Dort erwarb er den akademischen Grad „Magister der Kunst“.

„Ich bete an die Macht der Liebe“

  • Ursprung

    „Ich bete an die Macht der Liebe“ ist die ursprünglich vierte Strophe des geistlichen Liedes „Für dich sei ganz mein Herz und Leben“. Dessen Text schrieb laut Wikipedia der pietistische Prediger Gerhard Tersteegen im Jahr 1750. Im Erstdruck sind dem Lied der Titel „Die in Jesu eröffnete Liebe Gottes“ und die Melodieangabe „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ beigegeben.

  • Bearbeitung

    Die Melodie stammt von dem ukrainischen Komponisten Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski. Er komponierte sie 1822 zu dem von Michail Matwejewitsch Cheraskow verfassten, später als Freimaurerlied bekannt gewordenen Text Kol’ slaven naš Gospod’ v Sione („Wie gepriesen ist unser Herr in Zion“). Diese Liedstrophe wurde dann am Zarenhof von Alexander I. eingeführt.

Bei Georg Szurbak in Warschau

Der in Danzig geborene Diplomsänger Maxim Kowalew Foto: Engels Konzertbüro GmbH
Der in Danzig geborene Diplomsänger Maxim Kowalew Foto: Engels Konzertbüro GmbH

Es dauerte nicht lange, bis Maxim Kowalew eine Vielzahl von Opernengagements erhielt, seine Popularität steil anstieg. Seine Laufbahn setzte er kurz danach in verschiedenen Chören und Volksmusikensembles fort. Ab 1983, nach dem Diplom und diversen Opernengagements, sang er in West-Europa, den USA und Israel. Er sang unter anderem im Ural-und-Wolga-Kosaken-Chor. Er bereiste russisch-orthodoxe Klöster, um seine Kenntnisse im Bereich der östlichen Chormusik zu perfektionieren, und vertiefte sein Wissen im Unterricht des berühmten Dirigenten und Theologen Georg Szurbak in Warschau. Als großes Vorbild fungierte immer der berühmte Dirigent des Don Kosaken Chores Sergej Jaroff. Erst nach seinen vielen internationalen Erfahrungen tat Maxim Kowalew 1994 den wohl entscheidendsten Schritt seines künstlerischen Lebens und sang in einem Chor, aus welchem sich später die Maxim Kowalew Don Kosaken herauskristallisierten. Dieser Klangkörper lässt das musikalische Erbe der Kosaken in Westeuropa und Skandinavien auf technisch brillantem Niveau wieder aufleben. Maxim Kowalew sieht es bis heute als seine Aufgabe, die schönen russischen Melodien zur Freude des Hörers erklingen zu lassen und dadurch ein Zeugnis abzulegen vom Geiste jenes alten, unvergänglichen Russlands, das oft über dem Tagesgeschehen in Vergessenheit gerät. Dabei ist es ihm auch wichtig, begabten Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihr großes Talent an die Öffentlichkeit zu bringen.

Und hier kommt man an Karten:

Karten für das festliche Neujahrskonzert am Montag, 1. Januar 2018, ab 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Ägidius in der Klostergasse in Vilseck gibt es zum Beispiel hier: Katholisches Pfarramt, Klostergasse 9, Tel. (0 96 62) 225; Schreibwaren Göppner, Bahnhofstr. 3, Tel. (0 96 62) 79 10, Katholisches Pfarramt, Pfarrgasse 4, Tel. (0 96 62) 218, Tourist-Info Vilseck, Marktplatz 13, Tel. (0 96 62) 99 16; Sulzbach-Rosenberg: Tourismusbüro, Luitpoldplatz 25, Tel. (0 96 61) 51 01 10; Buchhandlung Volkert, Neustadt 6, und Buchhandlung Dorner, Luitpoldplatz 4; Hirschau: Reisebüro am Markt, Hauptstraße 50; Auerbach: Schreibwaren Kleefeldt, Unterer Markt 2; in allen okticket-Vorverkaufsstellen, www.okticket.de. Tageskasse, Einlass 16.00 Uhr. Karten im Vorverkauf 19 Euro, an der Tageskasse 22 Euro.

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