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Glaube

Neuapostolische Kirche Cham ist 50 Jahre

Die NAK feierte gemeinsam mit ihren evangelischen und katholischen Besuchern und überreichte 500 Euro für die Tafel.

500 Euro überreichte Priester Walter Sebald für die Tafel an Kaplan Pater Johannes Bosco und Dekan Walter Kotschenreuther. Foto: Schmelber
500 Euro überreichte Priester Walter Sebald für die Tafel an Kaplan Pater Johannes Bosco und Dekan Walter Kotschenreuther. Foto: Schmelber

Cham. CHAM. Die Gemeinde der Neuapostolische Kirche Cham blickt auf ihren Ursprung in unserer Region zurück. „50 Jahre Gemeinschaft im Glauben, 50 Jahre Aufbau, Gnade, Segen und Dankbarkeit“, betonte Priester Walter Sebald bei der Begrüßung. Zu ihrem Jubiläum waren die Gemeindemitglieder genauso eingeladen wie Freunde, Nachbarn und Interessierte. Der Samstag stand ab zehn Uhr ganz im Zeichen der Begegnung und der Information über die Gemeinde und ganz allgemein über die Neuapostolische Kirche.

Ein Höhepunkt war eine Spendenübergabe in Höhe von 500 € von Priester Walter an die örtliche Tafel. „500 Euro sind jetzt nicht gerade die Welt, aber wir sind ja auch keine so furchtbar große Kirche, freuen uns aber, dass wir im Landkreis als Christen nicht allein sind und unseren Glauben leben können.

„Macht die Freude vollkommen“

„Liebe Gemeindemitglieder“, begann Kaplan Pater Johannes Bosco sein Grußwort und überbrachte die Grüße vom Stadtpfarrer Zinecker und der Pfarrgemeinde St. Jakob: „Auch wir feiern an diesem Wochenende ein Fest, das Namensfest des Hl. Jakobus, der ja oft als Pilger dargestellt ist. Der Heilige möge auf ihre Gemeinde schauen“, sagte der Geistliche und wünschte der NAK alles Gute und Gottes Segen.

Die Neuapostolische Kirche

  • Das Selbstverständnis:

    Die NAK ist eine weltweit tätige christliche Kirche. Sie hat knapp neun Millionen Mitglieder. Ihren primären Auftrag sieht sie in der Verkündigung des Evangeliums und der Seelsorge. Die Lehre gründet auf der Heiligen Schrift. In den Gottesdiensten werden allgemein gebräuchliche Bibelübersetzungen verwendet, im deutschen Sprachraum die Übersetzung nach Martin Luther.

  • Der Kern:

    Glaubensziel ist es, mit Jesus Christus bei seiner Wiederkunft vereint zu werden. Apostel leiten sogenannte Apostelbereiche, auch Bischöfe sind überregional tätig. Amtsinhaber sind keine studierten Theologen, sie arbeiten ehrenamtlich. Bei der Gründung im Jahre 1968 gab es 24 Mitglieder, keinen Priester und keinen Diakon. 2018 sind es 102 Mitglieder, fünf Priester und einen Diakon.

Mit einem Pauluszitat begann Dekan Walter Kotschenreuther. „Dann macht doch meine Freude vollkommen, indem ihr in derselben Einstellung und Liebe von ganzem Herzen zusammensteht und nichts aus Streitsucht oder Ehrgeiz tut. Denkt nicht nur an euer eigenes Wohl, sondern auch an das der anderen!“ Kotschenreuther wies daraufhin, dass die Tafel ein ökumenisches Projekt ist.

„Hunger ist Hunger“

„Wir schauen nicht auf die jeweiligen Religionen. Hunger ist Hunger“, fügte er an und stellte dabei die Gemeinschaft und die Barmherzigkeit in den Vordergrund. „Wir stehen dort und helfen, wo Menschen im Abseits stehen“, legte er noch nach und weiter: „Wir kaufen Lebensmittel zum Nulltarif. Wir haben auch Nulltarif bei unseren Mitarbeitern und wir machen keinen Unterschied ob ein Moslem, ein Orthodoxer, ein Christ oder ein Einheimischer vor uns steht.“

„Wer zu uns kommt, der kommt als Mensch, dem wir helfen“, sagte der Dekan abschließend und bekam für seine Rede viel Beifall. Nach der Scheckübergabe waren alles noch zum Reden, Diskutieren und zu einem Getränk eingeladen.

Am Sonntag begannen die Feierlichkeiten um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst zum Jubiläum, zu dem ebenfalls alle eingeladen waren. (fsh)

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