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Abschluss

Zeugnisse für 67 BSG-Abiturienten

Acht Absolventen des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in Bad Kötzting hatten heuer eine 1 vor dem Komma stehen.
Von Fred Wutz

67 junge Damen und Herren wurden am Freitag im Rahmen der Abitur-Feier am Benedikt-Stattler-Gymnasium entlassen. Foto: BSG/Verena Gust
67 junge Damen und Herren wurden am Freitag im Rahmen der Abitur-Feier am Benedikt-Stattler-Gymnasium entlassen. Foto: BSG/Verena Gust

Bad Kötzting.67 Absolventen erhielten am Freitag am Benedikt-Stattler-Gymnasium ihre Abitur-Zeugnisse. Der Entlassfeier in der Aula war ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche vorangestellt, den die evangelische Pfarrerin Kathrin Nagel und der katholische Stadtpfarrer Herbert Mader zelebriert hatten.

Von einem „denkwürdigen Freitag„ und „kurzweiligen Vormittag“ sprach Oberstudiendirektorin Birgit Maier bei der Begrüßung der Gäste. Der Abiturjahrgang 2018 habe viel Freude bereitet, merkte sie an, erinnert an die letzten Schulwochen, Abiturzeitung, Abi-Streich und das Abiturkonzert. Tatkraft und absolute Zuverlässigkeit seien kennzeichnend gewesen.

„Rückgrat für Wichtiges haben“

Begrüßt wurden die Eltern und früheren Schulleitern, Maiers Dank galt dem Landkreis, der Stadt, der Geistlichen und Repräsentanten des öffentlichen Lebens, die das BSG unterstützen, sowie dem Personal der Schule.

Schulträger: Für den Landkreis Cham versprach Landratsstellvertreter Sandro Bauer für das nächste Jahr „große Maßnahmen“ zur Verbesserung der Schulausstattung im Sektor Digitales. Foto: Fred Wutz
Schulträger: Für den Landkreis Cham versprach Landratsstellvertreter Sandro Bauer für das nächste Jahr „große Maßnahmen“ zur Verbesserung der Schulausstattung im Sektor Digitales. Foto: Fred Wutz

Landratsstellvertreter Sandro Bauer verglich die Schule und das Abitur mit einem Vogelleben – Aufwachsen im Nest, behütet und vorbereitet für das Leben, nun der Abflug von der Kante des Nestes – und äußerte die Hoffnung, dass die Abiturienten „auch irgendwann zurückkommen, wie manche Vögel“. Sie sollten mit ihrer hervorragenden Basis des Abschlusses ihr Chancen nutzen, aber den Landkreis Cham nicht vergessen: „Hier gibt es hervorragende Arbeitsplätze, die Unternehmen und die Gesellschaft brauchen sie!“ Dem BSG versprach er, dass im neuen Jahr erhebliche Verbesserungen in der digitalen Ausstattung seitens des Sachaufwandsträgers realisiert werden.

Kommune: Gute Noten sind laut Bad Kötzting Bürgermeister Markus Hofmann wichtig, aber nicht allein maßgeblich: „Charakterliche Eigenschaften lassen sich nicht in Punkten ausdrücken!“ Foto: Fred Wutz
Kommune: Gute Noten sind laut Bad Kötzting Bürgermeister Markus Hofmann wichtig, aber nicht allein maßgeblich: „Charakterliche Eigenschaften lassen sich nicht in Punkten ausdrücken!“ Foto: Fred Wutz

Bad Kötztings Bürgermeister Markus Hofmann riet den Abiturienten, „mit Mut und Plan nach vorne zu schauen“. Sie hätten harte und wichtige schulische Hürden genommen, Noten würden schulische Leistungen beschreiben, sie seien wichtig, aber nicht ausschließlich für den Lebensweg maßgeblich. Hofmann empfahl, mutig den Weg als Original zu gehen, Rückgrat für Wichtiges zu haben und den Blick für die anderen.

Eltern: Elternbeiratsvorsitzende Johanna Hirsch (r.) und Fördervereinsvorsitzende Daniela Oblak forderten die Absolventen auf, Mut zu haben, gesunden Menschenverstand und Charakter zu beweisen. Foto: Fred Wutz
Eltern: Elternbeiratsvorsitzende Johanna Hirsch (r.) und Fördervereinsvorsitzende Daniela Oblak forderten die Absolventen auf, Mut zu haben, gesunden Menschenverstand und Charakter zu beweisen. Foto: Fred Wutz

Elternbeiratsvorsitzende Johanna Hirsch, bat die die Abiturienten, Mut zu haben, gesunden Menschenverstand und Charakter zu beweisen. Humorvoll setzte sich mit den Gedanken „Das geht nicht!“ sowie „Man kann alles erreichen!“ und „Ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muss!“ auseinander. Die Vorsitzende im BSG-Förderverein, Daniela Oblak, bat die Absolventen, sie sollten auf Heimat, Familien und Herkunft stolz sein, die Werte der Eltern und der Schule nicht ablegen, besonders Toleranz, Akzeptanz und Respekt üben.

Absolventen: Humorvoll blickten die Schülersprecher Alexandra Buchinger und Gerrit Caspari auf die Gymnasialzeit zurück. Sie dankten ausdrücklich und umfassend den Eltern, Lehrkräften und dem Schulpersonal.  Foto: Fred Wutz
Absolventen: Humorvoll blickten die Schülersprecher Alexandra Buchinger und Gerrit Caspari auf die Gymnasialzeit zurück. Sie dankten ausdrücklich und umfassend den Eltern, Lehrkräften und dem Schulpersonal. Foto: Fred Wutz

Von Humor und Dankbarkeit war der Beitrag der Schülersprecher Alexandra Buchinger und Gerrit Caspari geprägt, der mit „Wichtig ist, zu wissen, was man braucht!“ betitelt war. Sie zeigten auf, dass aus den 97 Schülern beim Start vor knapp acht Jahren nunmehr 67 Absolventen wurden. Für ihren Kollegstufenbetreuer hatten die Schülersprecher einen „Literarischen Beitrag“ von Christoph Nachreiner eingebaut, dachten über den Einsatz von Schokolade, Kaffee und Kuchen „bei Bestechung“ nach, dankten schließlich namentlich allen Lehrkräften und dem Schulpersonal. Anstatt eines besonderen Geschenks gaben die Abiturienten eine Spende an das Kinderhilfswerk - ganz im Sinne ihres Kollegenstufenbetreuers.

Auftrag der Schule war Bildung

Oberstudiendirektorin Birgit Maier dankte eingangs der Abiturrede den Eltern, dass sie ihre Kinder an das BSG geschickt hatten. Eltern und Schule hätten Vertrauen und gutes Zusammenarbeit gepflegt. Neben Allgemeinbildung hätten die Absolventen Selbst- und Sozialkompetenz entwickelt. Jeder einzelne werde zum Abschied die Figur einer Eule erhalten – als Beschützerin, als Symbol der Klugheit und Besonnenheit, Weisheit und Wissenschaft – zur Erinnerung an die Schule.

Maier betonte, die Abiturienten seien auf die Herausforderungen der sich rasant verändernden Welt vorbereitet. Gegen Computer verliere man beim abfragbaren Wissen, die Chance der Zukunft sei –im Unterschied zu Maschinen – Herz und Charakter. Diese Art Bildung sei Auftrag der Schule gewesen, gemeinsam mit den Eltern habe man die Absolventen zu Persönlichkeiten erzogen. Mit der Gratulation zur bestandenen Abiturprüfung beendete die Schulleiterin ihre Rede.

Auszeichnungen für Spitzen-Abiturienten am BSG

Acht Absolventen des Benedikt-Stattler-Gymnasiums erreichten bei den Abiturprüfungen des Schuljahres 2017/18 exzellente Leistungen und einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma.  Foto: Fred Wutz
Acht Absolventen des Benedikt-Stattler-Gymnasiums erreichten bei den Abiturprüfungen des Schuljahres 2017/18 exzellente Leistungen und einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Foto: Fred Wutz

Acht Absolventen des Benedikt-Stattler-Gymnasiums erreichten bei den Abiturprüfungen des Schuljahres 2017/18 exzellente Leistungen und einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Oberstudiendirektorin Birgit Maier, ihre Studiendirektorin Sabine Bergbauer (r.) und Oberstudienrat Klaus Bergbauer (l.) überreichten neben den Reifezeugnissen auch Online-Stipendien (e-fellows.net) an Katrin Geiger (2. v. r) aus Bad Kötzting und Samuel Urban (3. v. r.) aus Miltach (Notenschnitt 1,5), Korbinian Wellisch (4. v. r.) aus Arrach (1,4), Verena Köppl (5. v. r) aus Eschlkam (1,3), Julia Müller (M.) aus Arnbruck (1,2), Michael Aschenbrenner (5. v. l.) aus Arrach (1,1) sowie die Schulbesten Lisa Loderbauer (4. v. l.) aus Lam (1,0) und Gerrit Caspari (3. v. l.) aus Runding (1,0).

Musikalische Beiträge prägten zwischen den Reden die Abiturfeier am BSG, eingebracht von der Big Band der Schule, ihrem Orchester und dem Chor. Das Lied der Abiturienten mit dem Titel „Mama“, in dem Dank an die Eltern vorgebracht wurde, quittierten die Erziehungsberechtigten mit der Überraschung des Tages: Mütter und Väter besetzten die Bühne und trugen in einem Lied ihre Gedanken unter dem Titel und zur Musik von „I have a dream“ vor. Mit der Aushändigung der Reifezeugnisse, wobei jeder Absolvent mit einigen Bildern vorgestellt wurde, ende die Abschlussfeier.

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