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Freude über Glücksfall Brunnenhof

Wir haben mit den Mietern des Chamer Geschäftshauses am Floßhafen gesprochen, wie sie ihre neuen Räume empfinden.
Von Steffi Bauer

Der Brunnenhof prägt die Stadtansicht am Regen. Er ist der neue Eingang zur Innenstadt.
Der Brunnenhof prägt die Stadtansicht am Regen. Er ist der neue Eingang zur Innenstadt. Foto: Hladik

Cham.Der Brunnenhof ist fertig. Der Neubau wurde am Samstag mit einer Einweihung gefeiert. Wir haben die Gelegenheit genutzt, mit denen zu sprechen, die künftig in diesem Haus leben und arbeiten.

Gebietsleiter Denn’s Bioladen : Josef Pilger

Herr Pilger, der „Naturgarten“ in der Ludwigstraße wurde zu „Denn’s“ im Brunnenhof. Was hat sich geändert?

Josef Pilger
Josef Pilger Foto: cba

Pilger: Es gab bereits vorher Verbindungen, was die Zulieferung betrifft, einiges bleibt also wie gehabt. Und auch die komplette Mannschaft, die mitgehen wollte, wurde übernommen. Die Vorteile des neuen Standorts liegen auf der Hand: Wir haben jetzt eine größere Fläche und dadurch die Möglichkeit, ein breiteres Sortiment anzubieten. Die Lage ist ideal, mit zahlreichen Parkplätzen und einem Busbahnhof in direkter Nähe.

Haben Sie das Gefühl, es kommen noch die gleichen Menschen zu Ihnen, die auch in der Ludwigstraße eingekauft haben?

Pilger: Die Mitarbeiter kennen ihre Stammkunden von früher, und die sind praktisch „mitgekommen“ an den Brunnenhof. Gleichzeitig gibt es durch das breitere Angebot aber auch viele neue Kunden.

Zahnarztpraxis Dr. Andrea Jung und Dr. Andreas Habash

Herr Dr. Habash, was bieten die neuen Praxisräume für Vorteile gegenüber den bisherigen in der Waldschmidtstraße?

Dr. Andrea Jung und Dr. Andreas Habash
Dr. Andrea Jung und Dr. Andreas Habash Foto: cba

Dr. Habash: Der Hauptgrund ist die größere Fläche, und wir haben auch die Technik aufgerüstet. Da wären wir in den alten Räumen an die Grenzen gestoßen. Und auch die Parkplatzsituation ist hier natürlich ideal.

Gibt es noch weitere potenzielle „Schmerzpflaster“ für die Patienten?

Dr. Jung: Sie schauen jetzt auf die Dächer der Stadt, und die Praxis ist sehr hell und freundlich eingerichtet - also würde ich sagen: ja.

Commerzbank Leiter Filiale Cham: Christoph Wölfl

Der Brunnenhof ist der dritte Commerzbank-Standort in Cham innerhalb weniger Jahre. Durch die Übernahme der Schmidt-Bank war sie an die Fuhrmannstraße gekommen und hatte durch die Fusion mit der Dresdnerbank eine zweite Filiale an der Hafnerstraße geerbt, die mittlerweile geschlossen ist.

Herr Wölfl, von der Fuhrmannstraße in den Brunnenhof ist es kein allzu weiter Weg. Warum trotzdem der Umzug?

Christoph Wölfl
Christoph Wölfl Foto: cba

Wölfl: Ja, eigentlich sind wir in der „Nachbarschaft“ geblieben. Aber wir wollten ein neues, modernes, behindertengerechtes Gebäude, und das wäre in der Fuhrmannstraße nicht möglich gewesen. Möbel, PCs, die Alarmanlagen - alles ist komplett neu.

Ändert sich bei der Belegschaft etwas durch den Umzug?

Wölfl: Insgesamt sind es jetzt mehr Mitarbeiter als vorher, das hat aber mit dem Umzug an sich nichts zu tun, das ist durch eine Umstrukturierung bei der Commerzbank bedingt.

Barmer-Regionalgeschäftsführer Christian Eiglmeier

Herr Eiglmeier, ist der Abschied von der Ludwigstraße, wo die Barmer sich vorher befunden hat, mit Wehmut verbunden?

Christian Eiglmeier
Christian Eiglmeier Foto: cba

Eiglmeier: Für einige Kollegen und Kolleginnen sicher, denn es waren immerhin 35 Jahre in der Ludwigstraße, und manche von ihnen waren eine lange Zeit dort. Aber ich glaube, ich kann für alle sprechen, wenn ich sage, dass die Mitarbeiter mit dem neuen Standort sehr glücklich sind. Und nachdem Anfang des Jahres die Geschäftsstellen Cham und Bad Kötzting zusammengeführt worden sind, waren wir zum Schluss zu siebt auf engem Raum in der Ludwigstraße - es wurden größere Räumlichkeiten benötigt.

Was spricht noch für den Brunnenhof?

Eiglmeier: Die Räume hier waren unser Wunschobjekt. Vor allem für uns als Krankenkasse ist es sehr wichtig, dass der Zugang zur Geschäftsstelle behindertengerecht und zum Beispiel auch für Eltern mit Kinderwägen leicht zu erreichen ist. Das ist hier gegeben. Dazu kommen die guten Parkmöglichkeiten, und das gesamte Ambiente spricht für sich. Wir hatten außerordentliches Glück, dass ein anderer Mieter abgesprungen ist und wir so die Gelegenheit zum Einzug bekommen haben. Außerdem haben wir bereits in der Bauphase gemerkt, dass Herr Altmann als Vermieter unheimlich zuverlässig ist und alle Zusagen einhält.

Steuerkanzlei Claudia und Ferdinand Altmann

Ferdinand Altmann der Onkel des Investors Matthias Altmann

Herr Altmann, was war der Hauptgrund für den Umzug in den Brunnenhof?

Claudia und Ferdinand Altmann
Claudia und Ferdinand Altmann Foto: cba

Ferdinand Altmann: Wir waren zuvor zehn Jahre im Janahof, aber die Räumlichkeiten waren irgendwann einfach nicht mehr ausreichend, und es hätte auch keine Erweiterungsmöglichkeiten gegeben. Anfangs waren wir zu dritt, inzwischen sind wir 15!

War auch ausschlaggebend, dass Ihr Neffe der Erbauer des Gebäudes ist?

Ferdinand Altmann: Ja, da hatten wir natürlich Glück. Wir waren auch von Anfang an in Kontakt deswegen.

Claudia Altmann: Es war alles sehr unkompliziert mit Matthias. Auch wenn der Gebäudegrundriss sich im Lauf der Zeit immer wieder geändert hat, was bei einem solchen Projekt vorkommt. Und bei der Raumaufteilung hat er uns vollkommen freie Hand gelassen.

Was sagen die Mitarbeiter zum Umzug?

Ferdinand Altmann: Für die Mitarbeiter ist die Lage in der Innenstadt ein Mehrwert. Gute Parkmöglichkeiten sind gegeben, und daneben haben wir eine herrliche Aussicht hier.

Claudia Altmann: Dazu möchte ich noch sagen, dass unsere Mitarbeiter auch super mitgeholfen haben beim Umzug. Geplant wurde das Ganze von mir, damit das Tagesgeschäft weiterlaufen kann, und dann war alles auf zweieinhalb Tage geschehen.

Asklepios: Dr. Tobias Nemmer,

Herr Dr. Nemmer, Asklepios wechselt vom Janahof in die Stadtmitte. Was ist der Grund dafür?

Dr. Nemmer: Im April 2015 hatten wir die Praxis von Dr. Lemberger im Janahof übernommen. Um unseren Patienten den bestmöglichen Komfort bieten zu können, hätten wir entweder die bestehenden Räumlichkeiten modernisieren können, oder, und dafür haben wir uns entschieden, wir ziehen in eine neue Immobilie um. Die Option Brunnenhof in der erweiterten Altstadt passt einfach ideal für uns. Die Lage ist hervorragend, das Parkhaus liegt gleich gegenüber. Wie im Janahof schon sind natürlich auch unsere neuen Räume barrierefrei.

Klappt der Umzug?

Dr. Nemmer: Momentan sind wir mittendrin, aber ich bin sehr optimistisch, dass alles fertig ist bis zur Eröffnung am 4. Oktober!

Umzüge

  • Mieter:

    Der Betrieb läuft mittlerweile bei fast allen Mietern. Fast alle haben den Umzug geschafft und leben sich gerade in den neuen Räumen ein.

  • Ausblick:

    Die Orthopädie-Praxis Asklepios eröffnet laut Bauherr Matthias Altmann am 4. Oktober. Die Steuerkanzlei Ertl & Zollner biete ihre Leistungen ab 1. Dezember an. (ik/bf)

Lesen Sie hier: Matthias Altmann will sich nach zwei Jahren Stress mehr Freizeit gönnen. „Das war unser bisher größtes Projekt“, sagt er.

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