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Kurs

Hawaiianisches Lebensgefühl mit Ukulele

Kurt Meimer hat lange auf Hawaii gelebt. Er machte eine große Teilnehmerrunde mit der Ukulele und ihren Stimmungen bekannt.
Von Gabi Hueber-Lutz

Ob Groß oder Klein – der Ukulelekurs mit Kurt Meimer machte allen Teilnehmern großen Spaß.  Foto: Gabi Hueber-Lutz
Ob Groß oder Klein – der Ukulelekurs mit Kurt Meimer machte allen Teilnehmern großen Spaß. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.„Eine Insel mit zwei Bergen …“ – aus 20 Kehlen tönt das bekannte Lied, und auf 20 Ukulelen wird es begleitet. Das klingt imposant, und doch sind viele der eifrigen Ukulele-Spieler blutige Anfänger auf dem Instrument. Der Bad Abbacher Frauenbund hatte zum Ukulele-Workshop eingeladen und mit Kurt Meimer einen Fachmann an der Seite.

Der machte erst mal deutlich, dass Musik und Lebensgefühl zusammengehören. Mehr als 20 Jahre hat er auf Hawaii gelebt. Dort begleitet die Ukulele die Menschen quasi von der Wiege bis zur Bahre. In den ersten drei Schuljahren ist das Spiel auf der kleinen Schwester der Gitarre ein Unterrichtsfach. Bei den Mädchen kommt als weiteres Fach der Hula Tanz dazu. Die erste Lektion, die Kurt Meimer für seine Schützlinge dabei hat, lautet: „Immer lächeln, der Fuß muss mitgehen, den Körper einsetzen, Emotionen.“ Die zweite Lektion widmet sich dann dem Instrument selbst und den ersten Akkorden. Den Bauch der Ukulele in den inneren rechten Schenkel drücken, den Hals auf elf Uhr, die linke Hand nimmt Haltung wie für einen Handkantenschlag an. Elf Uhr? Ein Blick auf das Gegenüber zeigt den Hals eher bei ein Uhr. „In Hawaii gehen die Uhren anders“, mutmaßt eine Teilnehmerin. Sie hat die Lacher auf ihrer Seite.

Die Perspektive zählt

Der Ukulele-Lehrer klärt aber schnell auf, dass es auf den Bezugspunkt ankommt. Und der ist nicht das Gegenüber, sondern der eigene Blickwinkel auf die Ukulele. Ach ja, jetzt steht der Hals auf elf. Nachdem das geklärt ist, widmet sich Kurt Meimer den vier Saiten. Sie werden gestreichelt, gezupft und geschlagen und dann wird ihnen der erste Akkord entlockt. C7, ganz einfach, Zeigefinger erster Bund, erste Saite.

„Bruder Jakob“, fängt Meimer zu singen und zu spielen an, sein Laienorchester macht es ihm nach. Nun kommt noch der Rhythmus dazu. Denn das bekannte Lied kann man auch im Walzertakt spielen. Die Griffe seien einfach zu lernen, prophezeit der ehemalige Domspatz, aber die Rhythmen, die muss man üben, egal wie musikalisch man ist. Nun der zweite Akkord, F. Zeigefinger auf den ersten Bund, zweite Saite, Mittelfinger auf den zweiten Bund, vierte Saite. Jetzt dreht Meimer eine Runde um den Tisch, korrigiert die Haltung des Instruments und die Handhaltung und verkündet dann: „Jetzt singen wir fünf Lieder“. Jeder bekommt die Liederblätter, die anzeigen, wann der Akkord gewechselt werden muss.

Ukulele

  • Vorteile:

    Das Instrument ist klein, leicht transportierbar und vielseitig verwendbar, leicht erlernbar und relativ preiswert.

  • Stammtisch:

    Freunde der Ukulele, auch Anfänger, treffen sich jeden ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr zum gemeinsamen Musizieren. Derzeit findet das Treffen in der Cafeteria des Seniorenwohnens am Lugerweg statt. Info bei Rita Flierl, Tel. (01 73) 4 74 61 99. (lhl)

Los geht`s, und der Klang zeigt zum einen, dass an dem Tisch viele Chorsänger Platz genommen haben, zum andern, dass das gemeinsame Spiel funktioniert. „Das macht gleich was her“, stellt Andrea Halbauer vom Frauenbund fest. Und dass die Stimmung so gut ist, freut sie ganz besonders. Apropos Stimmung: Da kann man auch mit der Ukulele ganz wunderbar modulieren.

Wie einst bei Marilyn Monroe

Kurt Meimer gibt eine Kostprobe, intoniert ein „Happy birthday“, wie es im Freundeskreis erklingen könnte, und eines, wie es seine Frau zu hören bekommt. Und das erinnert fast schon an die berühmte Version von Marilyn Monroe. Neidisch stellen einige Damen fest, dass da bei ihnen zu Hause durchaus noch Luft nach oben sei.

Nach einer Stunde tun die Fingerkuppen weh, und Meimer gibt einen Geheimtipp seiner Mutter weiter: „Wenn die Finger wehtun, ans Ohrläppchen halten, dann geht der Schmerz ins Ohrläppchen.“ Solchermaßen geschützt und gestärkt mit einem hawaiianischen Fruchtdrink und Ananasstückchen beginnt die zweite Runde. Wer jetzt Blut geleckt hat, kann im März weitermachen. Rita Flierl bietet über die Vhs ab 6. März einen Kurs für Anfänger an.

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