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Entwicklung

Neutraubling wächst weiter

Die Stadt möchte ein neues Wohngebiet schaffen. Die Planungen für das Areal wurden im Stadtrat vorgestellt.
Von Petra Schmid

Für das Gebiet zwischen Europastraße und Barbinger Straße soll der Bebauungsplan geändert werden. Foto: Petra Schmid
Für das Gebiet zwischen Europastraße und Barbinger Straße soll der Bebauungsplan geändert werden. Foto: Petra Schmid

Neutraubling.Viele Kommunen beschäftigen sich mit der Schaffung von Wohnraum. Auch in der Stadt Neutraubling melden sich immer wieder Bürger die nach einer Wohnung fragen, hebt Bürgermeister Heinz Kiechle öfters hervor. Er werde angesprochen und auch viele Anrufe gingen dazu in der Stadtverwaltung ein, hebt er hervor.

Um den nördlichen Bereich der Stadt städtebaulich neu zu konzipieren, berät der Neutraublinger Stadtrat über eine Änderung des Bebauungsplans „Heising II“ aus dem Jahr 1999. Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung am 22. März vorigen Jahres den Bebauungsplan zu ändern und hat gleichzeitig eine Veränderungssperre erlassen. Zum einen hat das Immobilien Zentrum Regensburg bereits in der Julisitzung dazu Pläne vorgestellt (die MZ berichtete).

Das Areal entlang der Barbinger Straße soll bebaut werden, die Pläne dazu wurden nun vorgestellt. Grafik: EBB
Das Areal entlang der Barbinger Straße soll bebaut werden, die Pläne dazu wurden nun vorgestellt. Grafik: EBB

Ein Einheimischen-Modell

Nördlich des Fürst-Johannes-Rings in Verlängerung an die bestehenden Punkthäuser sollen neue Gebäude mit jeweils drei Vollgeschossen und zwei zurückversetzten vierten Etagen mit rund 35 Wohneinheiten entstehen. Geplant sind ein Teil dieser Wohnungen im sogenannten Einheimischen-Modell an förderfähige Familien zu vergeben. Kriterien wie etwa soziales Engagement, Kinder müssen erst festgelegt werden. Weiter sollen nördlich der Europastraße in fünf Häuser mit je vier Geschossen weitere 80 Wohneinheiten, davon 48 geförderte Wohnungen für Erwerbstätige mit niedrigen und mittleren Einkommen im sog. „Fair Wohnen Worx-Modell“ und 32 öffentlich geförderte Wohnungen für Senioren im „Fair Wohnen Care-Modell“ gebaut werden.

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Nun stellte das Planungsbüro EBB aus Regensburg für den daran nördlich angrenzenden Bereich ein städtebauliches Konzept dem Stadtrat vor. Der Entwurf sieht auf sieben Parzellen mit einer Größe von ca. 900 bis 1.800 Quadratmeter vor Mehrfamilienhäuser mit bis zu acht Wohneinheiten zu errichten. Mit drei Vollgeschossen soll ein Übergang zur gegenüberliegenden Bebauung westlich der Barbinger Straße geschaffen werden. Im Plan ist ein rund 1.200 Quadratmeter großer öffentlicher Spielplatz konzipiert. Die Autos sollen oberirdisch untergebracht werden.

Um sowohl für die vom Imobilienzentrum als auch von EBB vorgestellten städtebaulichen Konzepte die notwenigen Voraussetzungen schaffen zu können, muss der alt-Bebauungsplan „Heising II“ aus dem Jahr 1999 geändert werden. Der Geltungsbereich beträgt rund 2,70 Hektar.

Die Vorstellung des Planentwurfs von EBB sorgte bei der jüngsten Sitzung im Stadtrat für Irritationen. Bürgermeister Heinz Kiechle hatte eingangs erklärt, dass nur ein Teil der Flächen des von EBB vorgestellten Gebiets als ersten Schritt verwirklichen wolle und man zunächst abwarte, was vom Imobilienzentrum tatsächlich umgesetzt werde. Jedoch solle man festlegen, welche Art von Bebauung gewünscht sei und deshalb dem Bebauungsplan in der vorgestellten Form zustimmen, warb der Rathauschef.

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„Ich verstehe das nicht“

Dr. Edwin Schicker stellte dazu fest, dass ein Bebauungsplan existiere, auch wenn dieser aus dem letzten Jahrhundert sei, er sei nun irritiert, warum nun diese Pläne vorgestellt würden, kritisierte er. Es würde Areal überplant, für den es noch keinen konkreten interessierten Investor gebe und wenn dieser dann komme, werde wieder geändert, erklärte er und fügte an: „Ich verstehe nicht, warum wir diesen Zwischenschritt machen, ich sehe die Notwendigkeit nicht. Auch Harald Stadler zeigte sich überrascht von der Situation und den Wortmeldungen. Er habe dies beim Fraktionsvorgespräch nicht so gesehen.

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Bürgermeister Kiechle entgegnete, dass es neben zwei konkreten Interessenten einen ganzen Pool von Leuten gebe, die Interessen bekunden würden zu investieren und Wohnraum zu schaffen. Richard Irro sprach sich dafür aus, die Gelegenheit zu nutzen und zusammen mit dem Immobilienzentrum etwas Vernünftiges auf dem gesamten Areal zu planen. Dr. Schicker schlug als Kompromiss vor, das Thema zu vertagen und zunächst in nichtöffentlicher Sitzung zu beraten. Der Vorschlag wurde nicht angenommen.

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