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Einsatz

Regensburg: Boot kentert in Schleuse

Der Bootsführer hatte im Bereich des Pfaffensteiner Wehrs eine Markierung ignoriert. Die Insassen konnten sich retten.
Von Magdalena Hechtel

Die Bergungsmaßnahmen gestalteten sich schwierig. Foto: Alexander Auer
Die Bergungsmaßnahmen gestalteten sich schwierig. Foto: Alexander Auer

Regensburg.Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurden am Sonntag, 4. August, gegen 13.30 Uhr Wasserschutzpolizei, Berufsfeuerwehr und DLRG gerufen.

Ein kleineres Sportboot war innerhalb der Schleuse am Pfaffensteiner Wehr zunächst nach vorne gekippt und schließlich gekentert. Wie die Wasserschutzpolizei erklärt, sei der Führer des Bootes, ein 44-jähriger Mann mit vier Mitfahrern an Bord, als Dritter in die Schleuse in Richtung Steinerne Brücke eingefahren und habe dabei eine Markierung nicht beachtet.

Boot blieb an Betonpfeiler hängen

Vorgeschrieben sei, dass Boote, die in die Schleuse fahren, komplett an dieser Markierung vorbei fahren müssen, um sicher geschleust werden zu können. Dies war offensichtlich nicht der Fall. Das Bootsheck blieb beim Befüllen der Schleusenkammer mit Wasser an einem sogenannten Trempel, einem Betonpfeiler innerhalb der Schleuse, hängen, wodurch es sich nach vorne neigte.

Bilder von den Bergungsarbeiten sehen Sie in unserer Bildergalerie:

Regensburg: Boot kentert in Schleuse

Anderes Boot nahm Insassen auf

Als das Wasser abzulaufen begann, geriet das Boot in Schieflage. Die Insassen retteten sich daraufhin auf ein anderes in der Schleuse befindliches Boot. Das nun unbesetzte Sportboot kenterte schließlich. Dabei liefen geringe Mengen Benzin aus, die laut Angaben der Polizei allerdings keine Beeinträchtigung für die Umwelt darstellen dürften.

Die Bergung des Bootes gestaltete sich schwierig. Taucher der DLRG stabilisierten das havarierte Boot, bevor es ein vom Eigentümer angeforderter Kran schließlich aus dem Wasser zog.

Verletzt wurde niemand. Am Boot entstand nach Schätzungen der Wasserschutzpolizei jedoch ein Totalschaden in Höhe von rund 25 000 Euro. Zahlreiche Schaulustige verfolgten die Bergung. Die Schleuse blieb unbeschädigt.

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