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Tourismus

Ein „See-Resort“ ergänzt die Kugel

Ein Ferienpark mit 30 Häusern lässt die Investition der „Inmotion Park GmbH“ in Steinberg auf zehn Millionen Euro anwachsen.
Von Reinhold Willfurth und Johann Ippisch

So stellen sich die Investoren des „Inmotion Park“ die Feriensiedlung im Schatten der Holzkugel vor. Visualisierung: bildstaerke.de/franz ausserstorfer
So stellen sich die Investoren des „Inmotion Park“ die Feriensiedlung im Schatten der Holzkugel vor. Visualisierung: bildstaerke.de/franz ausserstorfer

Steinberg am See.Eigentlich war die Holzkugel am Steinberger See vor allem auf Tagesgäste zugeschnitten. War: Denn jetzt will die „Inmotion Park GmbH“ die Attraktivität der größten begehbaren Holzkugel der Welt auch für Touristen nutzen, die länger bleiben wollen. Gleich neben dem 40 Meter hohen Bauwerk planen Tim Kappenberger und Tom Zeller einen Ferienpark mit 30 Häusern „in moderner Architektur“. Baustoff soll – natürlich – Holz sein.

Das gaben die Unternehmer am Donnerstag bei einer Feier zur „Halbzeit“ der Bauarbeiten im Steinberger Ortsteil Oder bekannt. Mit geschätzten 4,5 Millionen Euro Baukosten steigt damit die Gesamtinvestition des Lappersdorfer Unternehmens am See auf zehn Millionen.

„Wir wollen nicht stehenbleiben“

Im Juni soll der Erlebnispark eröffnet werden. Visualisierung: inMotion Park GmbH
Im Juni soll der Erlebnispark eröffnet werden. Visualisierung: inMotion Park GmbH

„Wir wollen nicht stehenbleiben!“, begründete Tom Zeller bei der Feier im neuen Gastronomiegebäude die Erweiterung des Geschäftsmodells am Steinberger See. „Es ist eine logische Ergänzung“, sagt Kollege Kim Kappenberger. Die Häuserkette direkt am Seeufer, ergänzt durch Doppelhäuser auf dem Gelände dahinter, soll eine gehobene Ausstattung erhalten. Fitnessraum und kleine Sauna sollen für eine Portion Wellness sorgen, ein Steg für den Zugang zum See, so Kappenberger im Gespräch mit der Mittelbayerischen.

Auch an ein nachhaltiges Energiekonzept zur Versorgung der Einrichtungen sei gedacht. Der Ferienpark solle gemeinsam mit der Gemeinde Steinberg am See entwickelt werden. Einen genauen Zeitplan gebe es noch nicht. Baubeginn für die Feriensiedlung solle aber im nächsten Jahr sein. Ob die Ferienhäuser vermietet oder verkauft werden, ob der Grund gekauft oder im Erbbaurecht genutzt werde, stehe noch nicht fest. Ein einheitliches Erscheinungsbild ist den Investoren wichtig. „Die Häuser werden auch von uns touristisch vermarktet“, so Kappenberger. Einen Wildwuchs werde es nicht geben im Umfeld der Kugel.

Noch ist nur das Fundament für das 500 Tonnen schwere Bauwerk zu sehen. Foto: Ippisch
Noch ist nur das Fundament für das 500 Tonnen schwere Bauwerk zu sehen. Foto: Ippisch

Die Eröffnung des neuen Touristenmagneten im Oberpfälzer Seenland muss unterdessen erneut verschoben werden. Eigentlich hatten die Investoren die Pfingstferien angepeilt, nachdem der ursprünglich Termin an Ostern nicht zu halten war. Jetzt geht man von Mitte bis Ende Juli aus, also zum Start der Sommersaison.

In der Steiermark und im unterfränkischen Miltenberg laufen die Arbeiten an den riesigen Leimbindern aus Lärchen- und Fichtenholz bereits auf Hochtouren.

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30 Ferienhäuser sollen die Erlebnisholzkugel am Steinberger See ergänzen.

„Gerade die Statik war sehr komplex, da ein Kuppelbau aus Holz in dieser Dimension bisher noch nie realisiert wurde“, sagt Kim Kappenberger. Für Ende April rechnet er mit der Ankunft der ersten Bauteile. Rechtzeitig zur Eröffnung sollen auch die Außenanlagen mit viel Grün und Spazierwegen fertig sein. Auch auf die Gemeinde Steinberg am See wartet mit der Entwicklung eines Verkehrskonzeptes, der Fertigstellung von Parkplätzen und der touristischen Beschilderung noch viel Arbeit.

Gefeiert wurde unterm Dach

Weit gediehen ist der Bau des Gastrogebäudes. Foto: Ippisch
Weit gediehen ist der Bau des Gastrogebäudes. Foto: Ippisch

Die rund 100 Gäste bei der „Halbzeitfeier“ am Donnerstag, darunter auch Heimat-Staatssekretär Albert Füracker, mussten nicht im eiskalten Freien verharren. Den Anstich des ersten Fässchens „Kugelhalbe“ vollzog Bürgermeister Harald Bemmerl im neuen Gastrogebäude, das in den letzten Tagen fertiggestellt wurde. Die Brauerei Fuchsberger hat den Gerstensaft extra für die Kugel-Gastronomie komponiert.

Bürgermeister Bemmerl ist davon überzeugt, dass Kugel und Ferienhäuser erst der Anfang einer dynamischen Entwicklung am Steinberger See sind. „Dieses Freizeitprojekt wird noch weitere Attraktionen nach sich ziehen“, wird Bemmerl zitiert. Dieser Meinung war auch Albert Füracker: „Dies wird den Tourismus in der Region weiter ankurbeln“, meinte der Heimat-Staatssekretär bei seinem kurzen Abstecher auf die Kugel-Baustelle.

Bürgermeister Harald Bemmerl zapfte das Fass mit der „Kugel-Halben“ an, assistiert von Landrat Thomas Ebeling. Foto: Ippisch
Bürgermeister Harald Bemmerl zapfte das Fass mit der „Kugel-Halben“ an, assistiert von Landrat Thomas Ebeling. Foto: Ippisch

Geradezu euphorisch äußerte sich auch Bezirkstagspräsident Franz Löffler, der mit seinen Stellvertretern Volker Liedtke und Lothar Höher an den See gekommen war. Die Menschen in der Oberpfalz seien nicht nur fleißig und gut beschäftigt, sondern würden sich neuerdings auch um die Vermarktung ihrer Errungenschaften kümmern. Die Holzkugel könnte hierzu nicht besser passen. „Diese bringt uns einen wesentlichen Schritt weiter!“, so der Bezirkstagspräsident hocherfreut.

Dass das Thema unsere Leser beschäftigt, sehen Sie auch an den Kommentaren unter unserem Facebook-Post:

Erlebnisholzkugel Steinberg am See

  • Die Kugel:

    Höhe: ca. 40 Meter, Durchmesser: 49 Meter; Gesamtgewicht: ca. 500 Tonnen; Kosten: 5,5 Millionen Euro; Holzart: steirisches Lärchenholz, Leimbinder mit europäischem Fichtenholz und Lärchenholz; Eröffnung: Juni 2018

  • Erlebnisgastronomie:

    Grundfläche 753,33 Quadratmeter, 110 Sitzplätze, Eröffnung Juni 2018

  • Ferienpark:

    30 Holzhäuser mit gehobenem Standard (Drei Sterne plus) mit Fitnessraum und Sauna

  • Kosten:

    4,5 Millionen Euro

  • Baubeginn:

    2019 (fu)

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