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Im Podcast: Der Amoklauf von Saltendorf

Wie ein Außenseiter zum Mörder wird. Mit seiner Bluttat trifft Johann M. die Menschen am 30. Oktober 2005 tief ins Mark.
Von André Baumgarten

Saltendorf.Rache für jahrelange Demütigungen durch seine Familie, die Missachtung im Dorf und eine für den Täter offenbar ausweglose Situation – die Hintergründe der schrecklichen Bluttat vom 30. Oktober 2005 sind äußerst vielfältig. Als Johann M. an diesem Sonntagabend im Gasthaus Schloßer in Saltendorf bei Wernberg-Köblitz wild um sich schießt, trifft er die kleine Gemeinde tief ins Mark. Seine Opfer sind arglose Besucher der Wirtschaft. Ein Rentner (67) stirbt im Kugelhagel , sechs weitere Menschen werden zum Teil schwerstverletzt. Der Schock sitzt umso tiefer, als feststeht: Der Amokläufer ist einer aus ihrer Mitte.

Berichterstattung Amoklauf von Saltendorf
Berichterstattung Amoklauf von Saltendorf

Johann M. ist 49 Jahre alt, als er mit seinen Amoklauf den Alltag und das gewohnte Leben so vieler Menschen zerstört. Als ihm im April 2007 schließlich der Prozess gemacht wird, scheint da ein gebrochener Mann zu sitzen, der allerdings nur mit sich selbst Mitleid hat. Einer der ganz wenigen Freunde schildert, wie sehr sich der Eigenbrötler nach Anerkennung gesehnt habe und was für Kommentare vom Stammtisch in seine Richtung fielen. Mehr als geduldet, habe man ihn im Ort eigentlich kaum. Sätze wie „unter Adolf hätte es sowas wie Dich nicht gegeben“ seien am Stammtisch in seine Richtung gefallen.

Berichterstattung zum Amoklauf Saltendorf
Berichterstattung zum Amoklauf Saltendorf

Nach fünf Verhandlungstagen am Landgericht in Amberg fällt das Urteil. Erfahren Sie alles über diesen Kriminalfall in unserem Podcast! Gemeinsam mit seiner Kollegin Isolde Stöcker-Gietl spricht André Baumgarten über viel Hintergründe und die Frage, ob Mörder als solche geboren werden.

Serie

Die blutige Rache eines Sonderlings

Im Oktober 2005 geht ein Einheimischer in ein Wirtshaus in Saltendorf und schießt um sich. Eine Amoktat mit Folgen.

Der True-Crime-Podcast der MZ

Im Podcast „Spuren des Todes – Verbrechen in Ostbayern“ greifen wir alle drei Wochen einen der großen Kriminalfälle in Ostbayern auf. Sie finden dieses Audioformat auch überall, wo es Podcasts gibt – wie zum Beispiel bei Spotify, Apple Podcasts (iTunes), auf Deezer sowie auf YouTube. Auf diesen Plattformen können Sie „Spuren des Todes“ abonnieren und verpassen so keinen der spannenden Fälle.

Das ist das offizielle Teaserbild für „Spuren des Todes - Verbrechen in Ostbayern“.
Das ist das offizielle Teaserbild für „Spuren des Todes - Verbrechen in Ostbayern“.

Mit „Spuren des Todes – Verbrechen in Ostbayern“, die am 15. November 2019 mit der Pilotfolge zum Vierfach-Mord in Laaber startete, haben wir unser bestehendes Audioangebot noch weiter ausgebaut. Mit dem Vermisstenfall Anna Poddighe haben wir uns in Folge 2 beschäftigt, ehe in der dritten Episode die neuesten Entwicklungen im Fall Maria Baumer, in Folge vier der Mord an Rotlicht-König Walter Klankermeier, dann der Mord an dem Polizisten Markus Jobst aus Holzheim am Forst sowie zwei Fälle in der nörlichen Oberpfalz Thema waren, bei denen.Väter zu Mördern wurden.

Welche weiteren Audioformate wir anbieten, können Sie gern hier nachlesen: Regionales für die Ohren - das sind die Podcasts der Mittelbayerischen!

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