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Klassik

Mickisch schenkt sich ein Festival

Pianist Stefan Mickisch steht seit 50 Jahren auf der Bühne. Aus diesem Anlass organisiert er eine Veranstaltungsreihe.
Von Rudolf Hirsch

Blick in die Räume der Mickisch-Villa: Dort finden im Rahmen der Mickisch-Festspiele im November zehn Veranstaltungen statt.  Foto: Rudolf Hirsch
Blick in die Räume der Mickisch-Villa: Dort finden im Rahmen der Mickisch-Festspiele im November zehn Veranstaltungen statt. Foto: Rudolf Hirsch

Schwandorf.Für Stefan Mickisch ist das Modell D-274 der „Maserati unter den Konzert-Flügeln“. Der Pianist hat das Flaggschiff des Herstellers „Steinway & Sons“ in seinem Wohnzimmer stehen. 2,74 Meter lang, 1,57 Meter breit, 500 Kilogramm schwer und teuer – der Neupreis dieses Luxusinstruments liegt bei 170 000 Euro. Aber vor allem bietet der Flügel eine herausragende Klangfülle. Und darauf dürfen sich die Gäste bei den Festspielen im Hause Mickisch freuen.

Stefan Mickisch am Flügel Foto: Julia Wesely
Stefan Mickisch am Flügel Foto: Julia Wesely

Am 23. Oktober 1969 hatte der siebenjährige Stefan im Gaubaldhaus in Waldmünchen seinen ersten öffentlichen Auftritt. Seitdem sind 50 Jahre vergangenen. Der erfolgreiche Pianist nimmt das Bühnenjubiläum zum Anlass für eine Veranstaltungsreihe in der eigenen Villa im Ginsterweg in Kronstetten. Dort finden 110 Zuhörer Platz, verteilt auf Ränge, Treppen und Parkett.

Zehn klassische Konzerte

Die Mickisch-Festspiele bestehen aus zehn Veranstaltungen. Der Gastgeber hat Künstler „von internationalem Rang“ eingeladen, die klassische Musik interpretieren. Den Auftakt am 15. November um 18 Uhr bestreitet der Gastgeber persönlich mit einem Gesprächskonzert über „Die Meistersinger von Nürnberg“. Gemeinsam mit seiner Frau und Managerin Carla Hernandez wird Stefan Mickisch die Gäste eine halbe Stunde vorher empfangen und sie über einen roten Teppich zur Terrasse begleiten. Dort wird ein Willkommensgetränk gereicht, ehe die Besucher die Plätze einnehmen.

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Die zehn Veranstaltungen verteilen sich auf zwei Wochenenden. Dem Auftaktkonzert folgt am Samstag, 16. November, um 12 Uhr ein Vortrag von Rudolf Taschner zum Thema „Musik und Mathematik“. Der Referent ist Professor für Mathematik an der Universität Wien, Mitglied des österreichischen Nationalrates, Bestsellerautor und auch, wie Mickisch versichert, „in der Musik zuhause“.

Am gleichen Tag um 18 Uhr geben die chineische Geigerin Tianwa Yang und Pianist Markus Becker, ein Studienkollege von Stefan Mickisch an der Musikhochschule Hannover, ein gemeinsames Konzert mit Werken von Max Reger und Johannes Brahms. Weiter geht es am Sonntag, 17. November, um 12 Uhr mit Meisterschülern von Julia Goldstein. Die Musikpädagogin aus Filderstadt lässt die Elite ihrer Nachwuchspianisten Werke von Händel und Moszkowski spielen.

Karten für die Stefan-Mickisch-Festspiele

  • Tickets:

    Für die Veranstaltungen der „Stefan-Mickisch-Musikfestspiele“ sind die Plätze limitiert. Kartenbestellungen bei Managerin Carla Hernandez: E-Mail: festspiele@mickisch.de. Tel., SMS, WhatsApp: 0176 /30601444. Der Kartenbesteller bekommt eine Rückmeldung, auf welches Konto er den Eintrittspreis zu überwiesen hat. Nach Eingang des Geldes werden die Karten im Hause Mickisch hinterlegt. Die Gäste bekommen sie beim Eintreffen am Veranstaltungstag ausgehändigt.

  • Gestaffelte Preise:

    Die Karte für eine Einzelveranstaltung kostet jeweils 50 Euro. Im Preis enthalten sind Getränke und ein Imbiss. Das Paket für ein ganzes Wochenende kostet 200 Euro. Wer alle zehn Veranstaltungen buchen möchte, zahlt dafür 380 Euro. Das Haus fasst 110 Zuhörer. Die Künstler treten im Foyer auf. Die Gäste finden Platz auf den oberen Rängen, den Treppen und im Wohnzimmer und haben von allen Seiten einen freien Blick auf den Steinway-Flügel im Foyer.

Den Abschluss des ersten Wochenendes bildet am gleichen Tag um 18 Uhr eine Lesung von Brigitte Fassbaender. Die 80-jährige Opernlegende liest aus ihren Memoiren „Komm aus dem Staunen nicht heraus“. Gastgeber Stefan Mickisch freut sich ganz besonders auf den Auftritt „dieser Jahrhundert-Künstlerin“, die auf ihre Karriere als Sängerin, Regisseurin und Intendantin zurückblickt.

Das zweite Wochenende beginnt am Freitag, 22. November, um 18 Uhr mit einem Konzertvortrag des Dirigenten Gustav Kuhn. Der „Maestro“ bildet im Kloster „Montegral“ junge Musiker aus, von denen er einige nach Schwandorf mitbringt. Am Samstag, 23. November, ist um 12 Uhr Professor Ulf Klausenitzer an der Reihe. Der Schüler des Meistersinger-Konservatoriums in Nürnberg gehörte lange Jahre dem Orchester der Bayreuther Festspiele an und wird sein Geigenspiel musikalisch interpretieren.

Exquisites Liederprogramm

Den Samstagabend beschließt um 18 Uhr der russische Klangzauberer Oleg Maisenberg. „Seinen Klavierabend mit Werken von Rachmaninoff und Skrjabin werden die Zuhörer so schnell nicht vergessen“, ist Gastgeber Stefan Mickisch überzeugt. Das Mittagskonzert am 24. November um 12 Uhr bestreiten Professor Andreas Schmidt (München, Bariton) und Pauliina Tukiainen (Finnland, Klavier) mit Liedern von Hugo Wolf und Alexander von Zemlinskiy.

Menschen

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Andreas Schmidt ist Professor einer Gesangsklasse an der Münchner Musikhochschule und „beehrt die Zuhörer“, wie Stefan Mickisch verspricht, „mit einem exquisiten Liederprogramm, getragen von seiner finnischen Klavierbegleiterin und der Akustik meines Hauses“.

Zum Abschluss der „Stefan-Mickisch-Musikfestspiele“ am 24. November um 18 Uhr gibt der Soloflötist Walter Auer von den „Wiener Philharmonikern“ ein Konzert und lässt sich von seinen Kammermusikpartnern Wolfgang Härtel (Violoncello) und Lorenzo Cossi (Flügel) begleiten. Die Künstler sind durch die Wiener Neujahrskonzerte international bekannt.

Einzelheiten zum gesamten Programm lassen sich auf der Homepage des Künstlers (www.mickisch.de) nachlesen. In den Pausen werden die Gastgeber Häppchen und Getränke anbieten und zum Gespräch mit den Künstlern einladen.

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