Deutschlandfunk
Umstellung auf DAB+ kommt

Immer mehr Programme stellen von UKW auf digital um. Auch die Ausstrahlung von Burglengenfeld ist betroffen.

29.06.2021 | Stand 16.09.2023, 2:04 Uhr
Deutschlandradio stellt in mehreren bayerischen und hessischen Regionen auf digitale Programmverbreitung mit DAB+ um. −Foto: Jens Kalaene/dpa

An insgesamt fünf Standorten in Bayern (Burgbernheim, Burglengenfeld, Hohenpeißenberg, Starnberg) und in Hessen (Oberursel) sind die Programme Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur künftig mehrheitlich digital verfügbar. Zusammen mit Deutschlandfunk Nova und dem Sonderkanal Dokumente und Debatten (Dlf DokDeb) sowie neun weiteren privaten Programmen im bundesweiten DAB+ Programmangebot über Kanal 5C sind diese bereits jetzt digital über Antenne empfangbar.

Wie aus einer Pressemitteilung von Digitalradio Deutschland hervorgeht, wird zum 30. Juni die parallele analoge UKW-Ausstrahlung von Deutschlandfunk im mittelfränkischen Burgbernheim und oberbayerischen Starnberg beendet. In Burglengenfeld und in Oberursel wird zum selben Termin die Ausstrahlung von Deutschlandfunk Kultur eingestellt, am Hohenpeißenberg die Ausstrahlung von Deutschlandfunk. In Oberursel im Taunus bleibt der Deutschlandfunk über UKW verfügbar.

Verkauf:Verbreitung:
Nach starken Zuwächsen im letzten Jahr steigt die Nachfrage nach DAB+ Radios weiter: Im ersten Quartal 2021 wurden laut Branchenindex in Deutschland 398 000 DAB+ Geräte verkauft (+8,7 %).Der Umsatz mit den Digitalradios betrug in diesem Zeitraum 48 Millionen Euro. In mehr als einem Viertel aller Haushalte steht inzwischen ein DAB+ Gerät, dies sind über 17 Millionen Geräte.

Im Zuge des mittlerweile weit fortgeschrittenen DAB+ Netzausbaus setzt Deutschlandradio bereits seit einigen Jahren in ausgewählten Regionen auf eine rein digitale Programmverbreitung. Der digitale Radiostandard bietet höchste Klangqualität und zahlreiche Zusatzdienste. Die Verbreitung über DAB+ ist darüber hinaus durch den niedrigeren Stromverbrauch um rund ein Drittel wirtschaftlicher als über UKW. Mit den Investitionen zur Stärkung des DAB+ Sendenetzes folgt Deutschlandradio auch den Forderungen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF).

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue: „Wir sind von der Digitalisierung des Hörfunks überzeugt und verfolgen eine nachhaltige Digitalisierungsstrategie. DAB+ stellt für Deutschlandradio die einzige Möglichkeit dar, seinen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen und das große Programmangebot tatsächlich bundesweit verfügbar zu machen.“ Deutschlandradio begleitet die Umstellung mit Marketing- und Kommunikations-Maßnahmen vor Ort und im Netz. Der regionale Fachhandel ist informiert und steht für alle Fragen rund um DAB+ und die neuen Funktionalitäten zur Verfügung.

Darüber hinaus finden in mehreren Regionen „Digitalradiotage“ statt, an denen sich Hörerinnen und Hörer vor Ort durch Experten beraten lassen können. Mehr Informationen unter: www.dabplus.de/wechsel.