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Kelheimwinzer trennt sich von Trainer

Alex Sommer muss nach „unterschiedlichen Auffassungen“ gehen. Er rätselt aber über die Gründe. Verein löst Nachfolge intern.
Von Martin Rutrecht

Alex Sommer (l.) war zweieinhalb Jahre Coach in Winzer. Foto: Rutrecht
Alex Sommer (l.) war zweieinhalb Jahre Coach in Winzer. Foto: Rutrecht

Kelheimwinzer.Der Fußball-Kreisklassist SV Kelheimwinzer und Spielertrainer Alexander Sommer (37) gehen ab sofort getrennte Wege. Der Vertrag wurde, so teilt der Verein mit, in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. „Unterschiedliche Auffassungen wichtiger sportlicher Inhalte waren Auslöser für diesen Schritt“, erklärt der SVK. Sommer zeigt sich enttäuscht.

Zweieinhalb Jahre arbeitete der frühere Landes- und Bezirksliga-Kicker des ATSV Kelheim in Winzer. In seiner Premierensaison 2017/18 führte er den Absteiger zum direkten Wiederaufsteig in die Kreisklasse. „Sommer hatte durch seine akribische Arbeit wesentlichen Anteil an der Meisterschaft“, dankt der SVK mit Vorstandsvorsitzendem Matthias Ilnseher für die gesamte Arbeit.

Verein hätte sich „mehr Stabilität“ gewünscht

Auch in der Spielzeit 2018/19 war mit dem vierten Platz alles im Lot. Zur Winterpause dieser Saison belegt das Team Rang sechs. „Im bisherigen Saisonverlauf hätte sich die Abteilungsleitung mehr Stabilität in den Auftritten der ersten Mannschaft gewünscht“, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins. Den Verantwortlichen sei es aber wichtig zu betonen, dass weder der Tabellenplatz noch die Leistungen des Teams „zur jetzt erfolgten einvernehmlichen Vertragsauflösung beigetragen haben“. Mehr wollte man dazu auch auf MZ-Nachfrage nicht sagen.

Alex Sommer kann sich gut und gerne noch „zwei, drei Jahre“ aktiven Fußball vorstellen. Foto: Rutrecht
Alex Sommer kann sich gut und gerne noch „zwei, drei Jahre“ aktiven Fußball vorstellen. Foto: Rutrecht

Alex Sommer kann die Trennung nicht verstehen. „Wo liegt das Problem? Sportlich hätte ich mir auch mehr erwünscht. Aber sechs Wochen ohne richtigen Torwart und sieben Wochen ohne Stürmer kann man als Kreisklassist nicht so einfach kompensieren“, sagt er der Mittelbayerischen. Ihm wäre es lieber gewesen, nach der Saison einen Strich zu ziehen. „Ich bin schon enttäuscht, dass es so gelaufen ist. Man hätte über einzelne Punkte reden und sich verständigen können.“

Zwischenstation beim ATSV Kelheim II?

Der 37-Jährige gibt sich auch überrascht, da laut seinen Angaben erst vor knapp zwei Wochen erstmals von Problemen gesprochen wurde. „Natürlich, drei Niederlagen in vier Spielen vor der Winterpause sind kein Argument für mich. Die Mannschaft hat wesentlich mehr Potenzial. Vielleicht hat manchem die eine oder andere Umstellung nicht gepasst, aber als Trainer musst du etwas versuchen.“

„Ich gehe nicht im Groll. Ich habe mich in Winzer zweieinhalb Jahre wohlgefühlt.“

Alexander Sommer

Der Spielertrainer scheidet nicht im Groll. „Ich habe mich in den zweieinhalb Jahren in Winzer super wohlgefühlt. Daran waren von der Spitze bis zu jedem Kicker alle beteiligt.“ Wenn er eine Trainingsbeteiligung von zwei Dutzend Spielern hinterlasse, spreche das für den Zusammenhalt. Sommer möchte im Frühjahr eventuell als Spieler beim ATSV II einsteigen, „dort ist ja mein Bruder Trainer“. Ein neues Spielertraineramt kann er sich unbedingt vorstellen. „Mir macht das Spaß.“

Im Februar 2017 wurde Sommers Verpflichtung verkündet:

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Alex Sommer wird Coach in Kelheimwinzer

Der Bezirksliga-Kicker des ATSV Kelheim übernimmt beim Kreisklassisten im Sommer. „Ich möchte meine Erfahrung weitergeben.“

Bei Kelheimwinzer lautet nun die Vorgabe, „die Rest-Rückrunde solide abzuschließen und den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu erreichen“. Bis auf Weiteres werden die Traineraufgaben vereinsintern verteilt.

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